Europapokal: Fünf und eine Mannschaften in Front

11.10.2006 – Fünf Mannschaften beim Männerturnier und eine Mannschaft beim Frauenturnier sind auch nach der gestern gespielten dritten Runde immer noch ohne Verlustpunkt: Tomsk, Kazan, Clichy, Taldea und Cheboksary gewannen bisher ebenso alle Wettkämpfe wie Yerevan im Frauenturnier. Werder Bremen musste gestern eine knappe Niederlage gegen Cheboksary hinnehmen und kommt mit einem allerdings sehr guten Brettpunktverhältnis ebenso auf 4:2 Punkte wie die Schachfreunde Berlin und Aljechin Solingen. Jene hatten bereits in den Begegnungen mit stärkeren Teams in der zweiten Runde - teils sehr knapp - den Kürzeren gezogen, konnten aber in Runde drei wieder Boden gut machen. Berichte der Schachfreunde Berlin... Turnierseite Europapokal...Mehr...

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Europacup in Fuegen
Von André Schulz

Fotos: Turnierseite



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Evgeny Bareev


Alexander Morozevich


Viktor Kortschnoj spielt für Zürich


In der gestrigen dritten Runde musste Werder Bremen in einem der Spitzenkämpfe. In einem der Spitzenkämpfe unterlag der Vizemeister knapp mit 2,5:3,5 gegen Elara Cheboksary. Vlastimil Babula unterlag in der entscheidenden Partie gegen seinen Landsmann David Navara. Zuvor hatte Tomi Nyback mit den schwarzen Steinen durch seinen Sieg über Evgeny Bareev den Rückstand nach Alexander Areshchenkos Niederlage gegen Shakryar Mamedyarov ausgeglichen. Das fast rein deutsche Aljechin Solingen (5 deutsche  + 1 Niederländer) hatte in Runde zwei gegen das armenische Top-Team Bank King ebenfalls nur knapp mit 2,5:3,5 verloren. Sipke Ernst und Jörge Wegerle ("Kendo") schlugen Lputjan und Minasian, doch Michael Hoffmann, Martin Becker und Oliver Knies unterlagen Vaganjan, Anastasian und Petrosian.


Jörg Wegerle und Alexander Naumann (Solingen)

In der dritten Runde konnten sich die Solinger mit einem hohen Sieg über die finnische Mannschaft Joensuun Shakkikerho wieder nach vorne arbeiten.

In etwa das gleiche Schicksal erlitten die Schachfreunde aus Berlin. In der zweiten Runde unterlagen sie gegen das spanische Team Gros Xake Taldea mit Loek van Wely an Brett Eins mit 1:5.


Van Wely (Gros Xake Taldea)


Schachfreunde Berlin: Rainer Polzin, Lars Thiede

In der dritten Runde machten die Berliner mit einem Sieg über den Asker Schakklubb aus Norwegen wieder Boden gut. Die Hauptstädter sind noch einen Schritt weiter gegangen und haben nur deutsche Spieler ans Brett gesetzt und von diesen sind wohl die meisten sogar mehr oder minder waschechte "Balina".

Die unverkennbar zunehmende Anzahl von Legionären in den Mannschaften der deutschen Bundesliga hat kürzlich zu einer Diskussion über das Thema "Ausländer in der Bundesliga" oder besser: "Immer weniger Einheimische im einheimischen Schach" geführt, die mit Beiträgen in der Zeitschrift Schach und auf der Bundesliga-Seite geführt wurde. Hier zeigen jedenfalls deutsche Spieler, dass sie selbst für deutsche Vereine erfolgreich Schach spielen können.

Anderswo schätzt man deutsche Spieler sowieso, nämlich in unseren Nachbarländern. Luxemburg, Schweiz und natürlich in Österreich. Jan Sprenger besetzt Brett Eins bei Wulkaprodersdorf (Österreich). Die Schachfreunde Reichenstein, der neue Schweizer Meister, hat mit Vlastimil Hort, Karsten Volke, Peter Kühn und Alfred Weindl vier deutsche Spieler in seinen Reihen.


Philipp Schlosser


Uwe Bönsch

Jenbach deren vier mit Phillip Schlosser, Uwe Bönsch, Markus Stangl und Ludwig Denglman. Christian Gabriel, Lothar Vogt und Ralf Hess spielen für die Schachgesellschaft Zürich. Michael Bezold besetzt Brett Eins von Hohenems.


Michael Bezold

In Eupen spielen Igor Glek und Klaus Petzold. Mathias Röder tritt für Eynatten an. Michael Prusikin spielt für den Schweizer Schachverein Wollishofen, Daniel Hausrath für Echternach. usw. Arkadi Naiditsch schließlich ist bei Clichy unter Vertrag. Lars Thiede aus Berlin und Jörg Wegerle (Solingen) gehören mit 2,5 aus 3 zu den besten Punktesammlern. Viele starke deutsche Spieler fehlen allerdings auch.

Nach drei Runden haben fünf Mannschaften mit 6 Punkten die maximale Punktausbeute erzielt: Tomsk, Kazan, Clichy, Taldea und Cheboksary. Werder Bremen ist mit 13 Brettpunkten die beste Mannschaft mit 4 Punkten und nimmt damit Platz zehn ein.

Im Frauenturnier führt Mika Yerevan, die als einziges Team 6 Punkte gesammelt haben. Die Armenierinnen und Georgierinnen schlugen in der ersten Runde die Favoriten aus Krasnoturinsk. Da im Frauenturnier "nur" 11 Teams am Start sind, wird es schwer für die Mannschaft aus Russland, diesen Rückschlag wieder wett zu machen.


Mika Yerevan. Danelian und Chiburdanidze (ohne Hut)


Krasnoturinsk mit den Kosintseeva-Schwestern


Viktorija Cmilyte (St. Petersburg)

Gespielt wird übrigens im Allgemeinen Turnier an sechs Brettern, im Frauenturnier an vier Brettern.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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