Fünf Remis bei den Damen

19.07.2012 – Die meisten Schachspieler und Schachspielerinnen spielen lieber mit Weiß als mit Schwarz. Mit Schwarz kommt man zwar leichter zu seinen Lieblingssystemen, aber dafür sprechen die Zahlen gegen einen. Statistiken zufolge, die auf seit 1851 gespielten Turnierpartien beruhen, erzielt Weiß im Schnitt zwischen 52% und 55% der möglichen Punkte. Mithin ein psychologisches Handicap für die deutschen Damen, die nach der 1,5:3,5 Niederlage in der Auftaktrunde des Länderkampfs gegen Polen in Runde 2 alle mit Schwarz spielen mussten. Doch die deutsche Mannschaft, angeführt von Marta Michna (Bild), meisterte diese Hürde souverän und blieb mit fünf Remis in fünf Partien leicht über den statistischen Erwartungen. Joachim Gries berichtet aus Gladenbach.Wettkampfseite beim DSB..., Ergebnisse..., Melanie Ohmes Wettkampftagebuch, Runde 2..., Wikipedia-Artikel über "First-move advantage"...Zum Bericht...

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Länderkampf Deutschland – Polen 2. Runde
Von Joachim Gries (Vizepräsident)


Am heutigen Spieltag mussten die deutschen Spielerinnen mit den schwarzen Steinen spielen. Nach der gestrigen Auftaktniederlage, bei der die deutsche Mannschaft mit den weißen Steinen spielte, eine Aufgabe mit erheblicher psychologischer Belastung. Die Nachbesprechung des ersten Spieltages und die sich anschließende Vorbereitung traf exakt in vier von fünf Partien die gewählten Eröffnungen der polnischen Mannschaft.

M. Michna und T. Melamed erreichten nach rund vier Stunden ein Remis, während ihre drei Mannschaftskameradinnen noch „schwer kämpften“.


Marta Michna


Tatjana Melamed

In der fünften Stunde trotze Hanna M. Klek der polnischen Spitzenspielerin M. Socko ein Remis nach der 50-Zügeregel ab.


Hanna Marie Klek


Monika Socko, Polens Nummer eins

Hanna Marie Klek verteidigte das Endspiel mit Turm und Springer gegen Turm souverän, so dass sich Bundestrainer U.Bönsch und der Betreuer für die Schacholympiade, R. Tischbierek, intensiv den beiden restlichen Partien widmen konnten. Zu Beginn der sechsten Stunde gelang es E. Levuskhina ein lange schlechter stehendes Endspiel zum Remis abzuwickeln.


Elena Levushkina

Parallel dazu gelang es M. Ohme ihren Turm gegen Springer und Läufer ihrer Gegnerin abzutauschen, sodass nach wenigen weiteren Zügen ein weiteres Remis feststand.


Melanie Ohme

Der heutige Tag brachte also ein Unentschieden an allen Brettern. Dies kann ein gutes Omen für den morgigen Tag sein. „Drücken wir unseren Damen ganz fest die Daumen!“.


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