FIDE macht endlich Schluss mit Doping

22.11.2001 – Erwischt! Der Mann auf dem Foto nimmt stimulierende Substanzen zu sich. So kann ja jeder Weltmeister werden. Die FIDE-Dopingkommission hat jetzt aber endlich ihre Arbeit aufgenommen und Maßnahmen ergriffen, die unerwünschte und häufige Aufnahme der weit verbreiteten Dopingmittel im Schach zu unterbinden. Doping: Das geht auch Sie an...

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Endlich Schluss mit Doping beim Schach.

Das ist Ihnen bestimmt auch schon häufig passiert: Ihr Gegner sieht eine Kombination, Sie aber nicht. Klarer Fall, Doping! Hat er nicht die ganze Zeit aus einer Thermoskanne ein seltsames schwarze Getränk in seine Tasse gegossen? Kaffee! Flüssiges Koffein. Oder hat er vor sich eine Flasche stehen mit einem roten Etikett und der Aufschrift Coke? Coca Cola! Wieder Koffein! Und Sie? Sie haben nur ein Glas Wasser getrunken. So ist es ja kein Wunder, dass Sie in Nachteil gerieten und dann die Kombi übersahen.

Oder hustet Ihr Gegner dauernd? Macht er nicht? Gerade das ist verdächtig. Dann hat er wahrscheinlich ein Hustenmittel geschluckt. Und das enthält bestimmt Ephedrin. Und wenn er nicht dauernd auf Toilette ist, nimmt er mit Sicherheit mehr als die von der FIDE für Durchfall empfohlenen sechs Tabletten Loperamide.

Und haben Sie sich nicht gewundert, dass einmal ein Gegner Ihren Angriff ohne das kleinste Anzeichen von Emotion über sich hat ergehen lassen, so dass Sie zum Schluss ganz nervös wurden und einen falschen Zug machten? Wenn da nicht Beta-Blocker im Spiel waren.

Ihr Gegner hat einen glasigen Blick? Er setzt die Figuren nicht ordentlich auf die Felder, so dass Sie ganz verwirrt sind. Alkohol! Und rechts neben dem Brett steht doch bestimmt ein Glas mit einer verdächtigen gelben Flüssigkeit und gärender Schaumkrone. Sehen Sie: Er trinkt Bier. Gleich wird er einschlafen und dadurch wertvolle Kraft für die Zeitnotphase sparen.

Oder drückt ihr Gegner das Knöpfchen an der Uhr so feste in das Gehäuse, dass Sie Mühe haben, es wieder heraus zu bekommen, um seine Uhr in Gang zu setzen: Anabole Steroide! Er verschafft sich einen entscheidenden Zeitvorteil.

Nun ist Schluss damit! Die FIDE räumt auf.

Wer auf FIDE-Turniere spielen will und Medikamente (bes. Hustensaft, Asthmamittel) nimmt, muss diese vorher anmelden. Dazu schickt man eine vom Arzt unterschriebene Erklärung an das
FIDE Secretariat, P.O.Box 166, CH-1000 Lausanne 4, Switzerland (email: fide@fide.ch)

Die FIDE empfiehlt: Vier Tassen Kaffee (je nach Körpergewicht mehr oder weniger) im Laufe von sechs Stunden sind völlig ausreichend. Vorsicht: Wer außerdem noch Cola oder Cola ähnliche Getränke zu sich nimmt, muss den Kaffeekonsum reduzieren.

Zählen Sie am besten auf Turnieren mit, wie viel Tassen Kaffee ihr Gegner trinkt. Spätestens bei der fünften Tasse (abhängig vom Körpergewicht) sollten Sie den Schiedsrichter holen.

Zum Fide Dopingkatalog...

 

22.11.2001/ André Schulz

 

 

 

 

 

 

 



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