Französische Meisterschaften 2026

von ChessBase
12.08.2026 – Die Französischen Meisterschaften finden vom 7. bis 16. August 2026 in Vichy statt. Gespielt wird im K.-o.-System: Jedes Match beginnt mit zwei Partien mit klassischer Bedenkzeit, bei Gleichstand folgen Schnellschach, Blitz und Armageddon. Die Titelverteidiger Marc'Andria Maurizzi (Foto) und Yosha Iglesias sind noch im Rennen. Die ersten Halbfinalpartien beginnen am Mittwoch um 14.30 Uhr, die zweiten folgen am Donnerstag um die gleiche Zeit. | Fotos: Ambrose Ducable

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Bei den Französischen Meisterschaften haben sich Étienne Bacrot, Laurent Fressinet, Maxime Lagarde und Marc'Andria Maurizzi für das Halbfinale qualifiziert. Bei den Frauen sind noch Pauline Guichard, Marie Sebag, Yosha Iglesias und Sophie Milliet im Rennen.

Das Teilnehmerfeld ist außergewöhnlich stark: Die acht Halbfinalisten haben zusammen nicht weniger als 23 französische Meistertitel gewonnen. Im offenen Turnier haben zudem die vier Spieler mit der höchsten Elo-Zahl das Halbfinale erreicht. Étienne Bacrot, Maxime Lagarde, Marc'Andria Maurizzi und Laurent Fressinet standen zu Beginn des Turniers auf den ersten vier Plätzen der Setzliste und haben zusammen bereits zwölf französische Meistertitel gewonnen.

Das Duell zwischen Étienne Bacrot und Laurent Fressinet ist ein echter Klassiker des französischen Schachs. Auf der einen Seite steht Bacrot, der mit acht Titeln alleiniger Rekordmeister ist und im vergangenen Jahr den dritten Platz belegte. Auf der anderen Seite wartet Fressinet, zweifacher französischer Meister, Rekordnationalspieler Frankreichs und Finalist der vergangenen beiden Austragungen. Beide kennen das Spiel des anderen natürlich bestens, und ihre Rivalität reicht viele Jahre zurück. 2017 gewann Bacrot seinen achten Titel, nachdem er Fressinet in einem Armageddon-Stichkampf besiegt hatte. Im Halbfinale 2022 trafen sie erneut aufeinander, und wieder setzte sich Bacrot nach einem langen Stichkampf durch. In Vichy wird nun ein neues Kapitel dieser großen Rivalität geschrieben.

Etienne Bacrot | Foto: Ambrose Ducable

Im zweiten Halbfinale trifft Marc'Andria Maurizzi auf Maxime Lagarde. Der amtierende französische Meister, der 2023 auch Juniorenweltmeister wurde und der jüngste französische Großmeister der Geschichte ist, hofft nun auf eine erfolgreiche Titelverteidigung. Doch auch Lagarde verfügt über viel Erfahrung auf höchstem Niveau: 2019 wurde er französischer Meister, außerdem gewann er mehrere nationale Titel im Schnell- und Blitzschach und gehört zur französischen Nationalmannschaft. Beide Spieler meisterten ihre Viertelfinalduelle souverän: Sie gewannen jeweils die erste Partie und sicherten sich mit einem Remis in der zweiten den Einzug ins Halbfinale.

Auch bei den Frauen stehen zwei hochkarätige Halbfinalduelle auf dem Programm. Die vier verbliebenen Spielerinnen haben zusammen bereits elf französische Meistertitel gewonnen.

Pauline Guichard trifft auf Marie Sebag, die beide jeweils zweimal französische Meisterin wurden. Guichard gewann den Titel 2018 und 2019 in zwei aufeinanderfolgenden Jahren und fügte ihrer Erfolgsbilanz 2025 den französischen Schnellschachtitel hinzu. Sebag wurde 2000 und 2002 französische Meisterin. Sie war die erste Französin, die den Großmeistertitel errang, und ist bis heute die Spielerin mit der höchsten Elo-Zahl in Frankreich. Entsprechend groß ist ihre Erfahrung auf höchstem Niveau. Beide Spielerinnen haben zudem mit der französischen Nationalmannschaft Medaillen gewonnen.

Marie Sebag | Foto: Ambrose Ducable

Im zweiten Halbfinale trifft Titelverteidigerin Yosha Iglesias auf Sophie Milliet, eine der prägenden Spielerinnen der Französischen Frauenmeisterschaft. Iglesias gewann den Titel 2025 in Vichy zum ersten Mal und wurde im selben Jahr auch französische Blitzmeisterin. Milliet hat die Französische Meisterschaft bereits sechsmal gewonnen: 2003, 2008, 2009, 2011, 2016 und 2017. Damit hat sie weiterhin die Chance, den Rekord von Almira Skripchenko mit sieben Titeln einzustellen.

Im Viertelfinale gegen Manon Schippke verlor Milliet die erste Partie, bewies im Rückspiel jedoch einmal mehr ihren Kampfgeist. Sie glich die Begegnung aus und setzte sich anschließend im Stichkampf durch.

Live-Stream des Halbfinales - mit Kommentar

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