Giri ist der Star beim Reykjavik Open

von André Schulz
21.04.2017 – In Reykjavik hat das 32. Reykjavik Open begonnen. Anish Giri ist Star des Turniers und liegt nach drei Runden, zusammen mit einigen anderen Spielern, vorne. Aus Deutschland sind 16 Spieler angereist, aber nur ein Großmeister ist dabei.

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Wallfahrtsort Reykjavik

In diesem Jahr feiert das Schach-Open in Reykjavik schon seine 32. Auflage. Die Popularität des Turniers hat in den letzten Jahren immer mehr zugenommen, obwohl die isländische Hauptstadt nicht gerade in der Mitte der großen Verkehrswege liegt und auch nicht als besonders preiswert verschrien ist. Fast 100 der Spieler kommen allerdings aus Island selber, darunter mit GM Johann Hjartarsson ein prominenter "Comebacker".

Schach war und ist beliebt und Reykjavik ist immer noch die Stadt mit der höchsten Großmeisterdichte, auch wenn die meisten isländischen GMs das Profischach an den Nagel gehängt haben. Nachdem Bobby Fischer hier Asyl und später auch seine letzte Ruhestätte fand, ist Island inzwischen auch zu einer Art Wallfahrtsort für die Anhänger des Schachsports geworden. Man kann im Museum die die übrig gebliebenen Devotionalien des WM-Kampfes von 1972 ehrfürchtig bestaunen, in Reykjavik Fischers Lieblingsbuchhandlung und außerhalb der Hauptstadt sein Grab besuchen. In New York oder London sind auch berühmte Schachspieler begraben, aber Fischers einsames Grab auf Island dürfte das meistbesuchte Grab eines Schachspielers sein.

Erwin l' Ami, Sopiko Guramishvili und Anish Giris vor Fischers Lieblingsbuchhandlung

Mit der Veranstaltungshalle Harpa hat das Reykjavik Open einen tollen Spielsaal. Zudem gelingt es den Organisatoren stets, einige Stars zum Turnier zu locken und damit auch viele weitere Schachfreunde aus allen möglichen Ländern an die Bretter zu bringen. In diesem  Jahr haben alles in allem fast 270 Spieler angemeldet. Nach Island stellen die USA und Kanada große Teilnehmer-Kontingente. Island liegt ja quasi auf halbem Weg zwischen Amerika und Europa. Auch die Faröer-Inseln stellen mit 14 Spielern eine große Delegation. Aus Deutschland sind sogar noch ein paar mehr angereist: 16 Spieler.

Harpa

Drei Runden sind inzwischen schon gespielt und 16 Spieler konnten bisher noch alle Partien gewinnen. Zu ihnen gerhört mit Anish Giri auch der diesjährige Topstar des Turniers. Der Niederländer hat zwei seiner ständigen Sekundanten mitgebrachte, Erwin l'Ami und Vidit Gujrathi. Beide kommen ebenfalls auf die maximale Punktzahl. Andere Spitzenspieler mussten schon bluten. Alexey Shirov gab gegen den sehr jungen US-Nachwuchsspieler Awonder Liang einen halben Punkt her. Auch Gata Kamsky schenkte schon einen halben Punkt her. Zu den Spielern mit 2,5 Punkten gehört auch Nihal Sarin, 12 Jahre alt, kürzlich in Hamburg bei ChessBase zu Besuch. Er ist eines der vielen Talente, die Indien derzeit hervorbringt.

Unter den 16 deutschen Spielern, die nach Reykjavik geflogen sind, ist allerdings nur ein Großmeister: Alexander Donchenko. Auch er konnte bisher alle drei Partien gewinnen.

Stand nach drei Runden

Rk. Name Pts.  TB1 
1 Giri Anish 3,0 0,0
  Jones Gawain C B 3,0 0,0
  L'ami Erwin 3,0 0,0
  Ramirez Alejandro 3,0 0,0
  Hjartarson Johann 3,0 0,0
6 Andreikin Dmitry 3,0 0,0
  Almasi Zoltan 3,0 0,0
  Vidit Santosh Gujrathi 3,0 0,0
  Grandelius Nils 3,0 0,0
  Gupta Abhijeet 3,0 0,0
  Van Foreest Jorden 3,0 0,0
  Donchenko Alexander 3,0 0,0
  Friedel Joshua E 3,0 0,0
  Bailet Pierre 3,0 0,0
15 Ris Robert 3,0 0,0
16 Abrahamyan Tatev 3,0 0,0
17 Jobava Baadur 2,5 0,0
  Shirov Alexei 2,5 0,0
  Landa Konstantin 2,5 0,0
  Harika Dronavalli 2,5 0,0
21 Lemos Damian 2,5 0,0
  Maroroa Sue 2,5 0,0
23 Sarin Nihal 2,5 0,0
24 Movsesian Sergei 2,5 0,0
  Kamsky Gata 2,5 0,0

... 260 Spieler

Partien der Runden 1 bis 3

 

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André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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