Grand Prix: Nepomniachtchi legt vor

von André Schulz
18.12.2019 – Beim Grand Prix in Jerusalem wird nun das Halbfinale ausgetragen. Ian Nepomniachtchi und Maxim Vachier-Lagrave haben noch Chancen, hinter Alexander Grischuk den zweiten Platz für das Kandidatenturnier zu ergattern und fechten es im Direktvergleich aus. In der ersten Halbfinalpartie konnte Nepomnaichtchi mit einem Sieg vorlegen. | Fotos: Niki Riga (FIDE)

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Ian Nepomniachtchi und Maxim Vachier-Lagrave kämpfen noch um einen Platz für das nächste Kandidatenturnier, spielen im Halbfinale des Grand Prix von Jerusalem gegeneinander und können es so im direkten Vergleich auskämpfen.

Vachier-Lagrave liegt in der Gesamtwertung vier Punkte vor Nepomniachtchi und qualifiziert sich, wenn er das Halbfinale gewinnt. Nepomniachtchi müsste außerdem noch das Finale gewinnen, um am Franzosen noch vorbeizuziehen. 

Die erste Halbfinalpartie verlief zugunsten von Nepomniachtchi. In einer weniger populären Abspiel der Russischen Variante in der Grünfeld Verteidigung entstand eine wilde Partie, in der Nepomniachtchi mit den weißen Steinen Vorteil erhielt und diesen gegen einen schwarzen Opferangriff festhielt. 

 

Schwarz hatte auf e5 eine Figur gegeben, um Linien gegen den unrochierten weißen König zu öffnen. Hier spielte Vachier-Lagrave 23...Sxg2 mit der Idee, nach 24.Kxg2 mit 24....Dc6 Angriff gegen den weißen König zu bekommen. Weiß nahm aber nun nicht automatisch auf g2 zurück, sondern spielte den Zwischenzug 24.Se4 mit der hässlichen Gegendrohung 25.Sf6. Die Partie ging noch einige Züge weiter, doch im Prinzip entschied diese Idee die Partie.

Video-Analyse von IM Georgios Souleidis

Vachier-Lagrave muss heute also in der zweiten "langen" Partie punkten, wenn er den Lauf der Dinge noch selber in der Hand halten will. 

Vachier-Lagrave gibt auf

Sehr viel ruhiger verlief die Partie zwischen Wei Yi und David Navara. In der Englischen Eröffnung entstand im 10. Zug ein interessanter Moment.

 

Nach 10...Se8 droht Schwarz, den Springer auf e5 mit 11. f7-f6 einzufangen. Weiß muss sich Gedanken machen, wie er darauf reagieren will. Bisher spielte Weiß meist sofort oder nach vorherigem Tausch auf d6 den Zug f2-f3 oder f2-f4, um dem Springer eine Rückzugsmöglichkeit über g4 nach f2 zu ermöglichen. Wei Yi startete mit 11.Tc1 und 12.Dc2 einen Gegenangriff auf den Läufer c8, was eine neue Idee war, aber nur zu einer ausgeglichenen Stellung führte.

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Wei Yi und David Navara mit einem Beitrag zur Englischen Eröffnung

Partien

 

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André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.

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