GUB "unsterblich"

07.02.2005 – Im Rahmen des "Schulentwicklungsplans" werden in Hamburg zahlreiche Schulen geschlossen, darunter auch das Gymnasium Uhlenhorst-Barmbek. Dieses ist die Heimat der größten und ältesten Schulschachgruppe Deutschlands. Vom damaligen Abiturienten Christian Zickelbein 1956 gegründet, besteht die Schachgruppe bis heute mit fast 100 Mitgliedern als autonome Schülergruppe fort. Die Gründung und der Erfolg der Gruppe war seinerzeit der Beginn der Schulschachbewegung in Hamburg und Deutschland und führte schließlich zur Gründung der Deutschen Schachjugend. In zahlreichen Aktionen hat die Schachgruppe bereits auf ihre Gefährdung durch die Schulschließung aufmerksam gemacht. Am Wochenende ist sie nun mit einer weiteren Aktion dem eigentlichen Verantwortlichen für die Schulschließungen, dem Hamburger Bürgermeister Ole von Beust, ganz nahe gerückt und hat vor seinem Amtsitz auf dem Rathausplatz die "Unsterbliche Partie" als Lebendschach aufgeführt. In seiner heutigen Ausgabe berichtete die Welt über die Aktion und die Situation des GUB. Fotos, Video, Unsterbliche...

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Das alte Hamburger Rathaus an der Trostbrücke wurde während des Großen Hamburger Brandes, der in der Nacht vom 4. zum 5. Mai 1842 in der Deichstraße ausbrach und im Laufe von drei Tagen 1700 Häuser und die Kirchen St. Nikolai, St. Petri und St. Gertruden zerstörte und 20.000 Menschen obdachlos machte, ebenfalls ein Opfer der Flammen. Das heutige Hamburger Rathaus wurde im Jahr 1897 fertig gestellt, erste Pläne hatte es schon 1854 gegeben.



Architektonisch gehört das Rathaus zum
Historismus, eine Kunstrichtung die von der Mitte des 18.Jahrhunderts bis etwa 1920 Ausdrucksformen verschiedener früherer Kunstrichtungen nachahmte. Das Rathaus ist 111 Meter breit, der Mittelturm hat eine Höhe von 112 Metern. Als Material für die Fassade wurde Granit und Sandstein verwendet. Das Dach ist aus Kupfer.



Auf der dem Rathaus zugewandten Seite wurden in den Nischen der Fenster die Skulpturen der zwanzig Kaiser des alten deutschen Reiches von Karl dem großen bis Franz II. aufgestellt. In einem Mosaik über dem Haupteingang wird die Stadtgöttin Harmonia abgebildet. Über dem Eingang prangt in goldenen Lettern der Spruch LIBERTATEM QUAM PEPERERE MAIORES DIGNE STUDEAT SERVARE POSTERITAS. (Deutsch: Die Freiheit, die erwarben die Alten, möge die Nachwelt würdig erhalten.

 


Die "Unsterbliche Partie" wurde 1851 am Rande des Schachturniers in London zwischen Adolf Andersson und Lionel Kieseritzky als freie Partie gespielt. Die beiden Spieler spielten eine ganze Reihe von Partien, zumeist gewann Kieseritzky. Ihm ist es zu verdanken, dass die heute als "Unsterbliche" überlieferte Partie der Nachwelt erhalten wurde, denn es war der Verlierer, der sie veröffentlichte. Die Bezeichnung "unsterbliche Partie" geht auf Ernst Falkbeer zurück, sie als Erster in einem Artikel in seiner Wiener Schach-Zeitung im Januar 1855 verwendete.

Die Schüler der Schachgruppe am Gymnasium Uhlenhorst-Barmbek führen die "Unsterbliche Partie" auf dem Hamburger Rathausplatz auf.

Video von der Partie...


Der weiße Läufer greift an












Zun statisch: das schwarze Heer


Gut erkennbar: Der Springer auf b1 will endlich ins Spiel eingreifen


Mit Livekommentar per Megafon...


Der Kommentator ist mitten im Spiel


Auf dem Brett tobt der Kampf


Der schwarze König


Der weiße König


Schwarzer und weißer König reichen sich die Hände

 

Links:

Die "Unsterbliche Partie":

Die unsterbliche Partie zum Nachspielen (Analysen von Dr. Robert Hübner)...
Wer war Lionel Kieseritzky...

Schließung des GUB:

Schüler kämpfen um ihre Schachgruppe...
Schach dem Klub...
Artikel in der Taz..
Schulschach in Hamburg: gestern und damals...
Otto Schily plädiert für Erhaltung der SGHHUB...
Pressemitteilung...

Artikel im Hamburger Abendblatt...


Hamburger Rathaus:

Virtuelle Rathausführung...

 

 

 

 



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