Dieser Nachruf erschien zuerst bei der Chess History & Literature Society. Nachdruck mit freundlicher Genehmigung.
Der britische FIDE-Meister, Schachautor und langjährige Redakteur des CHESS-Magazins, James „Jimmy“ Bernard Adams (7. Februar 1947 - 6. Juni 2026), ist am 6. Juni 2026 nach langer Krankheit im Alter von 79 Jahren verstorben.
Für mich wurde Jimmy nach unserer ersten persönlichen Begegnung im Juni 2007 zu einem humorvollen Freund, der stets mit großem Respekt vor der Leistung anderer Gleichgesinnter war, obwohl er selbst eine herausragende Rolle einnahm.

Ich erinnere mich daher mit großer Freude an seinen Kommentar zu meinem Vortrag in Norwich (KWA-Treffen 2012): „Erstaunlicherweise, Michael, machst du sogar auf Englisch Witze.“ Und an unser „Chasing the rabbits …“ beim Abendessen.
Dies belegt die folgende Zusammenstellung, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann.

Jimmy Adams, Owen Hindle, Tony Gillam und Leonard Skinner, London 2007
Jimmy Adams leitete das bekannte britische Magazin CHESS (ehemals CHESS Monthly) insgesamt 19 Jahre lang bis zu seinem Rückzug im Jahr 2010. Zudem war er als stellvertretender Redakteur für das American Chess Magazine (ACM) tätig.
Jimmy war seit Ende 2006 Mitglied der KWA und ich habe mich sehr gefreut, ihn beim KWA-Treffen in London persönlich kennenzulernen.
Ein ungewöhnlich freundlicher, stets lächelnder Mensch mit enormem Wissen über das Schach und seine Exponenten.

Michael Negele, Jimmy Adams, Calle Erlandsson und Tony Gillam, 2007
Ohne Menschen wie Jimmy Adams, die nahezu ihr gesamtes aktives Leben dem Schach gewidmet haben, wird unser kleines Königreich auf 64 Feldern stetig ärmer. Es ist unsere Aufgabe, in Jimmys Sinne zu handeln und seinen Enthusiasmus auf eine (hoffentlich) folgende Generation zu übertragen.
Ein trauriger Michael Negele

Gruppenbild vor Simpon's in the Strand, London
PS: Unser Freund Jimmy hat über mehrere Jahrzehnte hinweg eine Vielzahl an bedeutenden Schachbüchern verfasst. Seine Bibliografie lässt sich am besten in seine monumentalen historischen Biografien sowie seine früheren Monografien zu Schacheröffnungen unterteilen:
In den 1970er- und 1980er-Jahren verfasste er zahlreiche spezialisierte Theoriebücher, meist für den Verlag The Chess Player oder Batsford: