Legends & Prodigies: Oro verliert – ein Punkt Vorsprung für Anton Guijarro

von Stefan Liebig
11.09.2026 – David Anton Guijarro geht mit einem Punkt Vorsprung in die Endphase des Legends & Prodigies-Turniers in Madrid: Noch drei Runden sind zu spielen und der Spanier hat einen Punkt Vorsprung vor Faustino Oro, der in Runde 6 gegen seinen Landsmann Diego Flores verlor und in der zweiten gestrigen Runde gegen Jose Cuenca Jiminez remisierte. Anton Guijarro teilte in beiden Partien mit Cuenca und Jose Martinez Alcantara die Punkte. In der heutigen Vormittagsrunde treffen die beiden Führenden aufeinander. Cuenca Jiminez spielt gegen Ivan Sokolov und Flores gegen Martinez Alcantara. | Foto: Ivan Sokolov – er gewann in Runde 6 seine erste Partie gegen Martinez – auf dem Foto beim Simultan in Salzgitter-Bad vor einem Jahr | Foto: Arne Kähler

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Oro kann Anton Guijarro im direkten Duell einholen  

David Anton Guijarro liegt einen Punkt vorne, der Titelverteidiger Faustino Oro ist nach seiner ersten Niederlage an Tag 4 des zweiten „Leyendas y Prodigios“-Turniers in Madrid in klaren Rückstand geraten. Doch heute bietet sich ihm die Chance, den Rückstand aus eigener Kraft aufzuholen. Dazu muss der Zwölfjährige aber mit Schwarz gegen den bislang souverän aufspielenden Anton Guijarro gewinnen.

In Runde 6 gab es zwei Sieger:

In Runde Runde 7 gab es drei Remis:

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Souveräner Tabellenführer

Anton Guijarro hielt am Donnerstagvormittag mit Weiß gegen Cuenca Jiminez eine Damengambit-Partie problemlos Remis. Der Führende behielt dabei stets die Initiative. Da Schwarz sich ausreichend verteidigte, mündete die Partie in ein unspektakuläres Endspiel mit Springer gegen Läufer bei fünf Bauern auf jeder Seite. Im 59. Zug einigten sich die Spieler auf Remis.Gleichzeitig musste Oro gegen seinen Landsmann und Mannschaftskollegen bei der in der nächsten Woche beginnenden Schacholympiade antreten. Das Riesentalent hatte in Runde 1 gewonnen und der argentinische Rekordmeister hatte sich offenbar fest vorgenommen, sich für diese Niederlage zu revanchieren. Was ihm auch gelang, obwohl Oro eigentlich ganz gut aus der Eröffnung gekommen war:

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In Runde 7 hielt der Spitzenreiter problemlos mit Schwarz in einer Italienischen Partie Remis gegen Martinez Alcantara. Nach schnellem Damentausch einigten sich die beiden bereits im 19. Zug auf Remis. Der Mexikaner liegt damit weiter 1,5 Punkte hinter dem Spanier. Oro zeigte sich gut erholt von seiner Vormittagsniederlage. In einer Französischen Partie übernahm er das Kommando und stand im 22. Zug deutlich besser und sein Königsangriff schien durchzuschlagen. Doch er gab den größten Teil seines Vorteils umgehend ab und bis zum 30. Zug konnte Cuenca Jiminez fast ausgleichen. Da er sich trotz Minusbauern umsichtig verteidigte, kam es im 47. Zug zum Remisschluss.

Faustino Oro bei der Analyse seiner Partie gegen Jose Cuenca Jiminez. | Screenshot: Live-Kommentierung bei YouTube

Stand nach Runde 7

Partien

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Regularien

Die sechs Spieler treten in insgesamt zehn Runden zweimal gegeneinander an. Eine Einzelrunde findet am Montag, dem 7. September, statt, gefolgt von Doppelrunden vom 8. bis 11. September. Die Finalrunde ist für Samstag, den 12. September, angesetzt.

Die Bedenkzeit beträgt 60 Minuten plus 30 Sekunden Zeitzugabe ab dem ersten Zug. Das Turnier wurde von der FIDE genehmigt, sodass die Partien in die Standardwertungsliste einfließen. Die FIDE erlaubt ausgewählten Turnieren, unter den von ihrer Qualifikationskommission festgelegten Bedingungen kürzere Standardbedenkzeiten zu testen.

Der komprimierte Spielplan bedeutet, dass acht der zehn Runden an Doppelrundentagen ausgetragen werden, wodurch den Teilnehmern zwischen den Spielen nur wenig Zeit zur Vorbereitung und Erholung bleibt.

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Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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