Legends & Prodigies: Nur ein Remis in zwei Runden – Anton Guijarro jetzt vorne

von Stefan Liebig
10.09.2026 – Als hätten die Spieler am zweiten Tag des Legends & Prodigies-Turniers in Madrid ihre Kräfte für den Folgetag gespart: Nach den sechs Remis am Vortag gab es in den Runden 4 und 5 lediglich ein Remis in sechs Partien. Da Faustino Oro nach seinem Sieg gegen Ivan Sokolov gegen Jose Eduardo Martinez Alcantara remisierte und David Anton Guijarro gleichzeitig beide Partien gegen Diego Flores und Sokolov gewann, liegt der erfahrene Spanier nun einen halben Punkt vor dem jungen Argentinier. | Foto: David Anton Guijarro beim Gewinn der Spanischen Meisterschaft 2025 | Foto: Spanischer Schachverband

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Anton Guijarro nicht aufzuhalten  

Der Titelverteidiger Faustino Oro ist auch nach Tag 3 des zweiten „Leyendas y Prodigios“-Turniers in Madrid ungeschlagen – er musste aber den stark aufspielenden David Anton Guijarro einen halben Punkt davonziehen lassen. Der Spanier gewann am dritten Tag beide Partien und holte damit einen halben Zähler mehr als der zwölfjährige junge Großmeister. David Anton Guijarro führt nach den Siegen gegen Diego Flores und Ivan Sokolov nach fünf von zehn Runden alleine die Tabelle an. Er hat drei Spiele gewonnen und zwei Remis gespielt. Mit diesen 4 Punkten liegt er einen halben Zähler vor Oro, der einmal mehr remisierte. In Runde 4 wurden alle Partien entschieden:

In Runde Runde 5 erzielte Oro das einzige Remis:

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Souveräner Tabellenführer

Anton Guijarro gewann am Mittwochvormittag mit Weiß gegen Flores eine Königsindisch-Partie, in der der Spanier problemlos die schwarzen Gegenspielversuche eindämmen und schließlich selbst die Initiative übernehmen konnte. Der Weißspieler stand aus der Eröffnung heraus durchgängig besser und gewann verdient. Da Oro gleichzeitig gegen Ivan Sokolov gewann, hielt er noch Schritt mit dem Spanier und die beiden teilten sich die Tabellenführung mit 3 von 4 Punkten. 

Am Nachmittag konnte Anton Guijarro aber die alleinige Spitzenposition erobern, indem er mit Schwarz gegen Sokolov gewann:

Und der schwarze Angriff siegte schnell und überzeugend:

Anton Guijarro ließ sich die Chance nicht entgehen:

Oro remisierte gleichzeitig gegen Jose Eduardo Martinez Alcantara, in einer Alapin-Partie, die von der Engine durchgehend ausgeglichen bewertet wurde. Der Vorjahressieger geht somit als Verfolger in die zweite Turnierhälfte, die am Donnerstag und Freitag mit Doppelrunden und am Samstag mit der Schlussrunde gespielt wird. Heute trifft Anton Guijarro zunächst mit Weiß auf den Tabellenletzten Cuenca, dann auf Martinez Alcantara, der mit drei Punkten nur einen Zähler hinter dem Führenden liegt. Oro bekommt es zuerst mit Flores und dann mit Cuenca zu tun.

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Stand nach Runde 5:

Partien:

Regularien:

Die sechs Spieler treten in insgesamt zehn Runden zweimal gegeneinander an. Eine Einzelrunde findet am Montag, dem 7. September, statt, gefolgt von Doppelrunden vom 8. bis 11. September. Die Finalrunde ist für Samstag, den 12. September, angesetzt.

Auf dieser DVD werden wir in Form von sieben klaren Kriterien die entscheidenden Voraussetzungen für jeden erfolgreichen Königsangriff genau betrachten und daraus die optimalen Angriffs-Strategien ableiten.

Die Bedenkzeit beträgt 60 Minuten plus 30 Sekunden Zeitzugabe ab dem ersten Zug. Das Turnier wurde von der FIDE genehmigt, sodass die Partien in die Standardwertungsliste einfließen. Die FIDE erlaubt ausgewählten Turnieren, unter den von ihrer Qualifikationskommission festgelegten Bedingungen kürzere Standardbedenkzeiten zu testen.

Der komprimierte Spielplan bedeutet, dass acht der zehn Runden an Doppelrundentagen ausgetragen werden, wodurch den Teilnehmern zwischen den Spielen nur wenig Zeit zur Vorbereitung und Erholung bleibt.

Links:

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Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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