30.04.2026 – Der neuer Schach-Dokumentarfilm "Madwoman’s Game" feierte am 16. April beim Miami Chess Festival Premiere. Der Film begleitet Bianca Mitchell-Avila auf ihrem Weg durch ihre Wettkämpfe und ihre persönliche Entwicklung und zeigt, wie das Schach ihre Entscheidungen auch außerhalb des Schachbretts beeinflusst. Einer der Produzenten des Films ist Keanu Reeves. | Bild: Screenshot aus „Madwoman’s Game“
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Eine überraschende Verbindung mit Keanu Reeves
Der Dokumentarfilm Madwoman's Game “ feierte am 16. April beim Miami Chess Festival Premiere und präsentiert eine Erzählung, die das Schachspiel in den Mittelpunkt einer besonderen persönlichen und gesellschaftlichen Reise stellt. Der Film begleitet die junge lateinamerikanische Spielerin Bianca Mitchell-Avila und beleuchtet das Spiel nicht nur als Wettkampfsportart, sondern auch als Mittel, Entscheidungen, Rückschläge und langfristige Lebensplanung zu gestalten.
Unter der Regie von Zach Zamboni und mit Keanu Reeves als ausführendem Produzenten dauerte es mehrere Jahre, bis das Projekt fertiggestellt war. Die Arbeiten begannen, als Mitchell-Avila noch ein Teenager war. Die ursprüngliche Idee bestand darin, die Erfahrungen von Frauen in einer nach wie vor von Männern dominierten Schachwelt zu dokumentieren. Der endgültige Film behält diesen Fokus bei und nutzt die Turniere, Trainingseinheiten und Reisen als narrative Grundlage.
In insgesamt 6 Kapiteln untersuchen wir folgende Aspekte: die richtige Entscheidung anhand taktischer Faktoren, Entscheidungen beim Abtausch & Schlagzügen, komplexe & psychologische Entscheidungen in längeren Partien und bei der Verteidigung.
Aus schachlicher Sicht legt der Dokumentarfilm den Schwerpunkt auf die praktischen und sozialen Aspekte des Spiels. Anstatt sich allein auf theoretische Debatten der Elite oder die Eröffnungsvorbereitung zu fokussieren, zeigt er, wie Spielerinnen und Spieler mit Wettkämpfen, Training und den gemeinsamen Erfahrungen umgehen. Begegnungen mit führenden Spielerinnen veranschaulichen die Karrierewege auf hohem Niveau und zeigen gleichzeitig die typischen Hindernisse auf, die in der Schachwelt nach wie vor bestehen.
Die Anfänge des Projekts sind eng mit Mitchell-Avilas frühen Erfahrungen in der Schachgemeinschaft verbunden. Wie ihre Mutter, Claudia Avila-Mitchell erzählte, löste ein Artikel in der New York Times aus dem Jahr 2020, in dem die Ansichten ihrer Tochter zum Film "Queen's Gambit" erwähnt wurden, in den Kommentaren eine feindselige Reaktion aus. Dieser Vorfall entmutigte ihrer Tochter nicht, sondern wurde zum Auslöser für die Idee, einen Dokumentarfilm zu drehen, der die Stimmen von Frauen im Schach in den Vordergrund stellt.
Ohne Kontakte zur Filmbranche entwickelte Mitchell-Avila selber das Konzept und beschloss 2021, Keanu Reeves direkt anzusprechen. Wie sie später berichtete, hatte sie eine E-Mail-Adresse des damaligen Managers von Keanu Reeves gefunden und schickte ihm eine Mail, in der sie die Darstellung einer Schachpartie vor der Kamera skizzierte. Der Versuch war spekulativ, führte jedoch am nächsten Morgen zu einer Antwort, die den Kontakt zwischen den beiden herstellte.
Der anschließende Austausch überzeugte Reeves , das Projekt zu unterstützen. Die ursprüngliche Idee, eine finale Schachpartie zwischen Bianca und John Wick, wurde allerdings nicht umgesetzt. Stattdessen verlagerte sich Keanu Reeves Engagement auf die Unterstützung der Produktion als ausführender Produzent. Während der langen Entwicklungsphase stand er dem Projekt zudem mit Ratschlägen zur Seite, die auf seinen Erfahrungen in der Filmindustrie beruhten.
In diesem Videokurs dreht sich alles um das Thema Entwicklungsvorsprun: Wie entsteht ein Entwicklungsvorsprung und wie kann man ihn verwerten? Wie kann man den gegnerischen Entwicklungsvorsprung neutralisieren?
Ich möchte euch eine Geschichte erzählen, wie Keanu Reeves meiner Tochter geholfen hat, ihren Traum zu verwirklichen! Diese Geschichte hat noch niemand gehört.
Im Jahr 2020 erschien unsere Tochter, die damals 15 Jahre alt war, in der „New York Times“ und teilte ihre Gedanken zu "Queen's Gambit" mit. Der Artikel war großartig, aber die Kommentare waren schrecklich – viele toxische Männer sagten jungen Frauen, dass sie in diesem Spiel nichts zu suchen hätten.
Anstatt aufzugeben, machte sie sich daran, eine Schachdokumentation zu drehen, um Frauen in diesem Sport zu würdigen. Ohne Verbindungen in Hollywood und von unserem Küchentisch aus arbeitend, gelang es ihr 2021, Keanu ihre Vision vorzustellen.
Er war von der Idee begeistert und stieg als ausführender Produzent ein. Wie sich herausstellte, hatte er in seiner Schulzeit in einem Schachteam gespielt. Seit mehr als fünf Jahren stand er ihr als Mentor zur Seite.
Der Film heißt „Madwoman's Game“ und feiert am 16. April auf dem Miami Film Festival Premiere. Ohne Keanus Unterstützung und Fürsorge wäre all dies nicht möglich gewesen. Das ist wirklich bemerkenswert!
Carlos ColodroCarlos Colodro stammt aus Bolivien und ist Spanisch-Philologe. Seit 2012 arbeitet er als freier Übersetzer und Autor. Schach, Literatur und Musik sind seine großen Leidenschaften.
15.04.2026 – Der Sieger des Kandidatenturniers steht fest: Javokhir Sindarov! Mit einem souveränen Remis gegen Anish Giri in Runde 13 sicherte er sich den Turniersieg eine Runde vor Schluss. Aber dafür ist das Kandidatenturnier der Frauen umso spannender. Bibisara Assaubayeva und Vaishali führen mit je 7,5 Punkten, dahinter folgt Zhu Jiner (Bild) mit 7 Punkten. Aber drei weitere Spielerinnen mit je 6,5 aus 13 haben ebenfalls noch Chancen auf den ersten Platz: Aleksandra Goryachkina, Anna Muzychuk und Kateryna Lagno. Matthias Blübaum spielt in der letzten Runde gegen Anish Giri. Mit einem Remis ist Giri sicher alleiniger Zweiter und Blübaum würde mit seinem 13. Remis in 14 Partien in der Live-Weltrangliste über 2700 bleiben. | Foto: Michal Walusza / FIDE | Partien mit Kommentar ab 14:30 Uhr
– Die letzte Runde des Tata Steel Chess Tournaments in Wijk aan Zee steht an! Im Masters können noch Abdusattorov (8 Punkte), Sindarov (7,5 Punkte) , Keymer, Niemann und Van Foreest (jeweils 7 Punkte) um den Turniersieg kämpfen. Für Vincent Keymer steht die Partie gegen Gukesh an. Blübaum teilt sich zurzeit die Platzierung mit Erdogmus (6,5 Punkte), gegen den er in der letzten Runde auch antreten muss. Im Challengers spielen Suleymanli, Woodward (beide 9 Punkte) und Ivanchuk (8,5 Punkte) um die Tabellenführung. Faustino Oro tritt in der letzten Runde gegen MarcAndria Maurizzi an. Die letzte Runde beginnt zwei Stunden vor der üblichen Spielzeit | Live mit Kommentaren ab 12 Uhr | Foto: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=2hUEq15OHvk">Lennart Ootes</a>
Auch den großen Meistern passieren furchtbare Missgriffe. Der frühere Bundesligaspieler und Kabarettist Matthias Deutschmann präsentiert mit charmanter Ironie seine persönliche Hitliste der "schlimmsten Patzer der Schachgeschichte". Genießen Sie in 50 Videoclips ultrakurze Meisterpartien, die nach einem bitteren Patzer, einer versteckten Falle oder einem grausamen Irrtum grandios enden. Freuen Sie sich auf viele fremde Fehler! Das macht Spaß und ist das beste Praxistraining.
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