Ding Liren: Comeback mit 4 aus 5

von Stefan Liebig
30.04.2026 – Ding Liren legte nach dem Verlust des Weltmeisterschaftstitels im Dezember 2024 eine lange Pause im klassischen Turnierschach ein. Gegen Gukesh Dommaraju verlor er den Titel und war fortan gelegentlich noch bei Online- oder Rapidturnieren aktiv. Für sein Comeback hat sich der Ex-Weltmeister die chinesischen Mannschaftsmeisterschaften ausgesucht. Bei dem Turnier in Daqing kam er fünfmal in seinem Team zum Einsatz, gewann viermal, spielte zweimal remis und erzielte eine Performance von fast 2800 Elo-Punkten. | Fotos: Sportbüro der Provinz Heilongjiang

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Die Schachwelt fragt sich seit dem Verlust des Titels, ob der Ex-Weltmeister Ding Liren zurückkommt und wieder an seine früheren Weltklassezeiten anknüpfen kann. Nach einer langen Zeit spielte der Chinese bei den Landesmeisterschaften mit. Kürzlich gingen in Daqing in der Provinz Heilongjiang die Chinesische Mannschaftsmeisterschaften 2026 mit einem offenen Turnier und einem Wettbewerb mit zwölf Frauenteams zu Ende. Im Schweizer System wurden über neun Runden die nationalen Titelträger ermittelt.

Ding gab seine Premiere bei diesem Turnier und war als einer der teilnehmenden 23 Großmeister Mitglied einer der 15 Mannschaften im Offenen Turnier: Der 17. Schachweltmeister trat für das Team des Zhejiang Provincial Intellectual Sports Management Center an – und dies sehr erfolgreich. Ding gewann seine ersten drei Partien und remisierte dann gegen den ebenfalls lange im Topschach bekannten Bu Xinangzhi. Auch in Runde 8, dem letzten Einsatz von Ding, teilte er den Punkt. In diesem Fall hieß der Gegner Wang Yue. 

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Der Ex-Weltmeister erreichte damit eine Performance von 2795 Punkten – ein wirklich vielversprechendes Comeback, das hoffen lässt, das die Schachfans den 34-Jährigen demnächst wieder öfter am Brett sehen können. Die vier gewonnen Elo-Punkte bringen den in Whenzou geborenen Ding auf eine Wertung von 2737,6 und damit Rang 15 der Live-Weltrangliste.

Zwei seiner Gewinnpartien sind im Beitrag Ding Liren ist wieder da zu sehen, hier die Remispartie gegen Dings stärksten Gegner bei diesem Turnier:

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Chongqing sichert sich den Meistertitel

Siegerehrung. | Foto: Sportbüro der Provinz Heilongjiang

Nach neun Runden sicherte sich im Open das Team aus Chongqing den Titel. Bu Xiangzhi und Xiao Tong blieben an den Spitzenbrettern ebenso ungeschlagen, wie Peng Xiongjian an Brett 3. Mit sechs Manschaftssiegen und drei Punkteteilungen lag die souverän auftretende Mannschaft am Ende zwei Punkte vor Hangzhou und einen weiteren vor Shanghai. Ding und seine Mannschaftskameraden, von denen an Brett 2 Lu Shanglei ebenfalls ungeschlagen blieb, landeten auf Rang 5:

Rg. Team  Wtg1 
1 Chongqing 15
2 Hangzhou 13
3 Shanghai 12
4 Beijing 12
5 Zhejiang 10
6 Shandong 10
7 Tianjin 10
8 Chengdu 10
9 Jiangsu 10
10 Guangdong 9
11 Heilongjiang 9
12 Shenzhen 9
13 Jiangxi 7
14 Hebei 4
15 Hubei 4

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Bei den Damen gab es ein elfrundiges Rundenturnier. Hierbei gewann Hebei den Titel vor Jiangsu und Hangzhou:

Rg. Team  Wtg1 
1 Hebei 18
2 Jiangsu 17
3 Hangzhou 15
4 Shanghai 15
5 Tianjin 14
6 Zhejiang 13
7 Chongqing 10
8 Beijing 8
9 Guangdong 8
10 Chengdu 8
11 Shenzhen 5
12 Shandong 1

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Ding Liren ist wieder da

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Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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