30.12.2025 – Magnus Carlsen hat es wieder geschafft – obwohl er nach dem ersten Tag der Blitz-Weltmeisterschaft in Doha nur auf dem elften Platz lag, wurde er nach einer konzentrierten Aufholjagd und starkem Finish am Ende Dritter und schaffte es ins K.-o.-Turnier. Dort gewann er im Halbfinale gegen Fabiano Caruana und traf dann im Finale auf Nodirbek Abdusattorov. Trotz einer Auftaktniederlage gewann er den Wettkampf am Ende mit 2,5:1,5 und sicherte sich damit den Weltmeistertitel. Es war sein neunter Titelgewinn bei einer Blitz-Weltmeisterschaft und sein 20. WM-Titel insgesamt. | Foto: Lennart Ootes
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Allerdings begann der zweite Tag der Blitz-WM nicht gut für Carlsen. Er spielte gegen Haik Martirosyan mit Schwarz zu lange auf Gewinn und fegte dann vor lauter Anspannung mit nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr aus Versehen den gesamten gegnerischen Königsflügel vom Brett. Reflexartig drückte er trotzdem die Uhr und baute anschließend die Stellung wieder auf. Ein klarer Regelverstoß, der zum Verlust der Partie führte.
ChessBase India war dabei und hat gefilmt.
Nach dieser Niederlage lag Carlsen fünf Runden vor Schluss auf Platz 23 und hatte zwei Punkte Rückstand auf Maxime Vachier-Lagrave und Fabiano Caruana an der Spitze des Feldes.
Wie schon früher in seiner Karriere hat Carlsen in Doha mehrfach gezeigt, wie sehr ihn solche Niederlagen ärgern, aber in der Schlussphase der Blitz-Weltmeisterschaft gelang es ihm, diesen Ärger in starkes, konzentriertes Schach zu verwandeln. Nach dem Rückschlag gegen Martirosyan gewann er vier Partien in Folge und lag eine Runde vor Schluss mit 13 aus 18 zusammen mit Caruana auf dem geteilten zweiten bis dritten Platz.
An der Spitze des Feldes lag Arjun Erigaisi, der mit 14,5 aus 18 bereits als Sieger des Vorrundenturniers feststand.
In der Schlussrunde reichte Carlsen ein Remis gegen Nodirbek Abdusattorov, um mit 13,5 aus 19 auf dem alleinigen dritten Platz zu landen und sich für das K.-o.-Finale zu qualifizieren.
Neben Turniersieger Erigaisi und dem Zweitplatzierten Caruana schaffte es Abdusattorov als Wertungsbester auf dem vierten Platz ins Finale.
Bei seiner Aufholjagd profitierte Carlsen immer wieder von seiner legendären Technik, mit der er Endspiele gewann, die eigentlich nicht zu gewinnen waren. Zum Beispiel in Runde 16 gegen den Chinesen Bu Xiangzhi, gegen den Carlsen beim FIDE World Cup 2017 in der dritten Runde ausgeschieden war.
Im K.-o.-Finale traf Carlsen auf Caruana. Die ersten beiden Partien endeten mit Remis, doch mit zwei Siegen in Folge gewann Carlsen den Wettkampf am Ende mit 3:1. Ein hübscher Angriffssieg gelang ihm in der letzten und entscheidenden Partie des Mini-Wettkampfs.
Fabiano Caruana spielte die gesamte Vorrunde sicher und souverän, aber verlor im K.o.-System gegen Carlsen. | Foto: Lennart Ootes
Im Finale musste Carlsen gegen Abdusattorov spielen, der im zweiten Halbfinale glatt mit 2,5:0,5 gegen Erigaisi gewinnen konnte. Eine bittere Niederlage für Erigaisi, dessen überzeugender Sieg in der Vorrunde auf einmal nichts mehr zählte.
Arjun Erigaisi gewann die Vorrunde überzeugend, aber unterlag Abdusattorov klar mit 0,5-2,5. | Foto: Lennart Ootes
Auch im Finale zeigte Carlsen, wie gut er Endspiele spielt und wie gut er Niederlagen verkraftet. Die erste Partie verlor Carlsen mit Weiß, aber die zweite Partie gewann er mit Schwarz – und einmal mehr gewann er eine Endspielstellung, in der es kaum Gewinnchancen zu geben schien.
Magnus Carlsen scheint selber verblüfft, was im Endspiel möglich ist. | Foto: Lennart Ootes
Die dritte Partie endete remis, doch mit einen Sieg in der vierten Partie wurde Carlsen Blitzweltmeister 2025 und holte das sogenannte Double: Er gewann im gleichen Jahr sowohl die Schnellschach- als auch die Blitzweltmeisterschaft. Dieses Kunststück war ihm 2014 zum ersten Mal gelungen, doch in den Jahren 2019, 2022 und 2023 konnte er diesen Erfolg wiederholen.
Ende gut, alles gut: Ein glücklicher Carlsen im Interview mit Charlize van Zyl. | Foto: Lennart Ootes
Dieser Sieg bei der Blitzschach-Weltmeisterschaft ist Carlsens 20. Weltmeistertitel. Fünf Titel gewann er im klassischen Schach, sechs im Schnellschach und neun im Blitzschach.
Johannes FischerJohannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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