Mein lieber Schwane: Bronze!
Team Germany punktete bei der Schach-Olympiade im usbekischen Samarkand über alle Maßen erfolgreich und hat die Bronze-Medaille geholt. Boah!
Als Fünfte der Setzliste gestartet, kam dieser wundervolle Erfolg für die Mannschaft vielleicht nicht gänzlich – unerwartet? So mag man denken, doch ist es wie bei allen Schachturnieren: Elo schießen keine Tore (Lutz van Son, Hamelner SV).
Erst wenn alle Partien gespielt, alle Klippen umschifft und alle Punkte geholt sind, weiß man, ob es nun wirklich ein erfolgreiches Turnier gewesen ist. Und das war es!
Mit Vincent Keymer am Spitzenbrett, Doppel-Europameister Matthias Blübaum an zwei, den beiden trickreichsten Svane-Brüdern Frederik und Rasmus dahinter sowie Alexander Donchenko war das Team von oben bis unten perfekt austariert, holte manch knappen hochverdienten Sieg und bog selbst den neuen Olympiasieger Usbekistan um – auch hier den Svanes sei Dank, die zwei Siege einfuhren und die staunenden Usbeken praktisch im Alleingang eintüteten. Muss man erstmal schaffen!
Weitere Doppelsiege schafften die zwei Lübecker/ Hamburger Schwäne gegen Frankreich und die Türkei. Was für ein Turnier.

Loek van Wely – Frederik Svane: das letzte Remis im letzten Kampf sicherte die Bronzemedaille! (Foto: Michal Walusza, FIDE)
Wir sagen: Vortrefflich! Ein historischer Erfolg, un-glaub-lich. Grüße gehen raus ans Team, und das sind die Spieler gleichermaßen wie Bondscoach Jan Gustafsson und ebenso Dmitrij Kollars, Eminenz im Hintergrund, der sicher so manchen Faden in der Partie-Vorbereitung erfolgreich knüpfte.
Glückwunsch, Glückwunsch, Glückwunsch an die Helden von heute.
Und nun – alle raus nach draußen in die Nacht, Leute. Autokorso, Hupkonzert!
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Die dramatische letzte Runde, im Chessbase-Bericht von Martina Gerdts