Niemann schlägt Liang deutlich

von Stefan Liebig
16.04.2026 – Drei Siege und neun Remis aus zwölf Partien – keine schlechte Bilanz für den Sieger. Ungeschlagen sorgte Hans Niemann für klare Verhältnisse bei seinem Wettkampf in Paris gegen Awonder Liang. Niemann (Titelfoto beim Grenke Open 2026 in Karlsruhe) gewann im Duell der beiden US-Amerikaner die Partien drei, acht und neun. Alle anderen Spiele endeten remis – Liang konnte keinen Treffer landen. | Fotos: Nils Rohde, Blitz Society

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Niemann gewinnt mit 7,5:4,5

Das in der Pariser Blitz Society ausgetragene Match über zwölf Partien zwischen Hans Niemann und Awonder Liang endete mit einem klaren Sieg für den Favoriten. Mit drei Siegen und ohne Niederlage machte er mit diesem Duell zweier US-Amerikaner ein Plus von knapp 14 Elo-Punkten und damit einen Sprung von Rang 20 auf 12 der Live-Weltrangliste. Liang hingegen fiel von Rang 24 auf 31 zurück.

Das vom 10. bis 15. April ausgetragene Duell der beiden US-amerikanische Großmeister findet im Schatten der Kandidatenturniere in Zypern statt. Gespielt wird mit einer Bedenkzeit von 60+30 Minuten und zwei Partien pro Tag.

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Von den ersten acht Partien endeten sechs remis, die beiden anderen gewann Niemann in Runde drei und acht. Und auch die neunte Partie gewann Niemann:

Nach dieser Partie war offenbar die Luft raus. Niemann wollte wohl den Matchsieg sicherstellen und Liang hatte die Hoffnung auf einen Sieg offenbar aufgegeben. Die Partien 10 und 12, in denen Liang Weiß hatte, endeten beide in dieser Stellung:

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Zwischen diesen beiden wenig inspirierenden Zugwiederholungen wurde noch ein 80 Züge-Remis ausgespielt, dass bis zum 25. Zug ebenfalls ausgetretenen spanischen Theoriepfaden folgte. Ein wenig mitreißender Wettkampf, der zeitgleich zu zwei wichtigen Turnieren stattfand, ging damit mit einem klaren Sieg für den favorisierten Hans Niemann zu Ende. 

Neben dem begrenzten sportlichen Wert hat das Match auch einen wohltätigen Aspekt: ​​Der Verlierer verpflichtet sich, 10.000 US-Dollar zu spenden.

Partien


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Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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