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Beim Altibox Norway Chess Turnier führt ein Remis in der Partie mit klassischer Bedenkzeit zu einer Tiebreak-Partie im Armageddon-Format. Dieser Versuch, die Zahl der Remispartien einzuschränken, gefällt nicht allen, aber beim Norway Chess Turnier hat er in den ersten beiden Runden zu interessanten Partien geführt - im klassischen Schach und im Armageddon. In Runde zwei fielen auch die ersten Entscheidungen in den Partien mit klassischer Bedenkzeit.
Der erste Sieg des Turniers gelang Shakhriyar Mamedyarov. In einem komplizierten, aber ausgeglichenen Endspiel verließ Anand auf einmal der Sinn für Gefahr und er sperrte seinen Turm am Damenflügel ein, wo er wenig später gefangen wurde.
Die Körpersprache verrät, wer diese Partie gewonnen hat. | Foto: Lennort Ootes
Maxime Vachier-Lagrave gilt als einer der größten Experten des Najdorf-Sizilianers. Der französische Großmeister glaubt an seine Varianten und geht theoretischen Duellen nur sehr selten aus dem Weg. Gegen Fabiano Caruana brachte er sich damit jedoch in Schwierigkeiten, denn Caruana hatte sich gründlich vorbereitet und brachte in der Bauernraubvariante des Najdorf-Sizilianers, einem der schärfsten Abspiele dieser Eröffnung, eine gefährliche Neuerung. Vachier-Lagrave konnte die Drohungen des Weißen zunächst parieren, aber das kostete ihn viel Zeit, und die fehlte im später in einem komplizierten Schwerfigurenendspiel.
Fachsimpeln nach der Partie | Foto: Lennart Ootes
Magnus Carlsen spielt viel, aber verliert selten. Nach der Auftaktrunde beim Norway Chess war er in 60 Partien mit klassischer Bedenkzeit in Folge ungeschlagen. Doch es hat nicht viel gefehlt und diese Serie wäre gegen Aronian zu Ende gegangen. Denn Aronian sicherte sich mit originellem und starkem Spiel in der Eröffnung einen klaren Vorteil und erreichte schließlich ein Endspiel mit einem soliden Mehrbauern. Doch dann kam Sand ins Getriebe - Aronian verpasste mehrere Gewinnmöglichkeiten und am Ende konnte sich Carlsen ins Remis retten.
Foto | Lennart Ootes
In der Armageddon-Partie schlug Carlsen dann zurück und überspielte Aronian mit Schwarz Schritt für Schritt.
Die klassische Partie der beiden chinesischen Teilnehmer endete nach interessantem Verlauf Remis, doch im Armageddon konnte sich Yu Yangyi durchsetzen.
Yu Yangyi (links) gewann im Armageddon | Foto: Lennart Ootes
Wenig Werbung für das Armageddon-Format machte Alexander Grischuk. Er spielte mit Weiß gegen Wesley So energisch auf Remis, das er nach 16. Zügen mit einer Zugwiederholung forcierte. Es mag sein, dass er sich von dieser Strategie psychologische Vorteile für die anschließende Armageddon-Partie erhofft hatte, aber dort hatte So mehr Glück und forcierte in besserer Stellung ein Remis und sicherte sich damit den Sieg.
Rk | Spieler | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | Pkt. |
1 | S. Mamedyarov | x | 1½ | 2 | 3½ | |||||||
2 | Yu Yangyi | x | 1½ | 1½ | 3 | |||||||
3 | M. Carlsen | x | 1½ | 1½ | 3 | |||||||
4 | F. Caruana | ½ | x | 2 | 2½ | |||||||
5 | L. Aronian | ½ | x | 1½ | 2 | |||||||
6 | Ding Liren | ½ | x | 1½ | 2 | |||||||
7 | W. So | ½ | x | 1½ | 2 | |||||||
8 | A. Grischuk | ½ | ½ | x | 1 | |||||||
9 | V. Anand | 0 | ½ | x | ½ | |||||||
10 | M. Vachier-Lagrave | ½ | 0 | x | ½ |