24.06.2015 – In der vorletzten Runde machte Anish Giri das Norway Chess Turnier noch einmal spannend. Er gewann mit Weiß gegen Spitzenreiter Veselin Topalov. Vishy Anand, Topalovs größter Verfolger, besiegte Jon Ludvig Hammer und so hat Topalov noch einen halben Punkt Vorsprung. Den muss er in der letzten Runde verteidigen. Gegen Anand, allerdings mit Weiß. Mehr...
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Mittwoch, 24.06., 16:00, Runde 8
Name
Rtg
Res.
Name
Rtg
Grischuk Alexander
2781
½-½
Caruana Fabiano
2805
Giri Anish
2773
1–0
Topalov Veselin
2798
Anand Viswanathan
2804
1–0
Hammer Jon Ludvig
2677
Carlsen Magnus
2876
1–0
Aronian Levon
2780
Nakamura Hikaru
2802
½-½
Vachier-Lagrave Maxime
2723
Es scheint, als hätte Giri das richtige Rezept gegen Topalov gefunden. Giri spielte Katalanisch und nach einigen Vereinfachungen in der Eröffnung behielt Giri in einem Endspiel Springer und Turm gegen Läufer und Turm leichte Vorteile und anhaltenden Druck. Diesen Druck wollte Topalov möglichst schnell abschütteln, aber der Versuch, das zu tun, brachte ihm nur noch mehr Probleme, denn Giris Springer nahm einen schwarzen Bauern nach dem anderen weg. Im 56. Zug gab Topalov den Widerstand auf und spielt nun in der Schlussrunde gegen Vishy Anand um den Turniersieg. 2010 spielten die beiden in Sofia um die Weltmeisterschaft.
Anish Giri ließ Veselin Topalov auf der Zielgerade stolpern.
Vishy Anand hingegen kam gegen einen angeschlagen wirkenden Jon Ludvig Hammer zu einem Sieg. Hammer fand in einer taktisch verwickelten Stellung im Mittelspiel nicht den besten Zug, was ihn einen Bauern kostete. Klar gewonnen war die Stellung mit den drei Schwerfiguren und ungleichfarbigen Läufern jedoch nicht. Doch dann unterlief Hammer erst eine Ungenauigkeit und dann ein taktisches Versehen und so war die Partie schnell vorbei.
Vishy Anand gewann drei Mal und spielte fünf Remis. Alle seine Siege erzielte
er jedoch mit Weiß. Wenn er das Turnier gewinnen will, muss er in der
Schlussrunde jedoch mit Schwarz gegen Topalov Erfolg haben.
Magnus Carlsen hatte beim Norway Chess Turnier bislang nicht viel Glück. Aber in seiner Partie gegen Levon Aronian war Fortuna auf seiner Seite. In einem Spanier mit 6.d3 kam es kurz nach dem 20. Zug zu einem taktischen Handgemenge, an dessen Ende Carlsen sich mit dem einfallsreichen Bauernopfer 29.e6 Chancen bewahrte. Dieser Bauernvorstoß schwächte die schwarze Königstellung und verschaffte Weiß taktische Möglichkeiten. In Carlsens Zeitnot übersah Aronian dann eine taktische Möglichkeit, die ihn Material und die Partie kostete.
Magnus Carlsen und Levon Aronian
Hikaru Nakamura verpasste in seiner Partie gegen Maxime Vachier-Lagrave die letzte Chance auf den Turniersieg. Er charakterisierte die Partie hinterher wie folgt: "Ich glaube, ich habe die ersten 20 Züge ziemlich gut gespielt, aber dann das unnötige 24.Ta3 gespielt." Tatsächlich kam Nakamura gegen Vachier-Lagraves Najdorf-Sizilianer nach 6.Le2 e5 7.Sb3 Le7 8.Dd3 eine aussichtsreiche Stellung. Als er wenig später einen Bauern gewann, schien der Sieg greifbar nahe. Doch plötzlich entwickelte Vachier-Lagrave Gegenspiel und die schwarzen Figuren wurden immer drohender. Mit nur noch wenigen Minuten auf der Uhr fand Nakamura keinen Weg, seine Gewinnchancen zu bewahren und so endete die Partie kurz nach der Zeitkontrolle in vollkommen ausgeglichener Stellung mit Remis.
Hikaru Nakamura
Unspektakulär verlief die Partie zwischen Alexander Grischuk und Fabiano Caruana. In der Grünfeld-Fianchetto-Variante probierte es Grischuk mit Weiß mit einem ungewöhnlichen Zug. Der führte jedoch schnell zu Vereinfachungen und einer völlig ausgeglichenen Stellung, die bis zum Remisschluss im 51. Zug ausgeglichen blieb.
Stand nach acht Runden
Partien der Runden 1 bis 8
Die letzte und entscheidende Runde beginnt am Donnerstag, den 25. Juni um 16 Uhr Ortszeit. Alle Partien des Turniers werden auf dem Playchess.com Server übertragen und kommentiert.
Johannes FischerJohannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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