Presseerklärung zur Presserklärung

04.07.2002 – In einer Presseerklärung haben sich Präsidenten, Spieler und Vertreter verschiedener Verbände während der Europameisterschaft in Batumi zur Presseerklärung des Französischen Verbandes geäußert. Dieser hatte die Arbeit der FIDE-Führung kritisiert und dazu aufgerufen, bei dem kommenden Kongress in Bled eine neue zu wählen. Presseerklärung...

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Presseerklärung:

Die unterzeichnenden Präsidenten, Spieler und Vertreter verschiedener Schachverbände möchten hiermit unsere Meinung zur Presseerklärung des Französischen Schachverbandes FCF vom 19. Juni 2002 zum Ausdruck bringen, dessen Sprache nicht im Einklang mit dem FIDE-Motto "Gens Una Sumus" und mit sportlicher Fairness steht.

(…)


Dem FIDE-Präsidenten das Verschwinden des FIDE-Handbook und der FIDE-Forums vorzuwerfen, lässt sich, wenn überhaupt, nur mit der altmodischer Aversion neuen Technologien gegenüber erklären (...). Sowohl FIDE-Handbook als auch Forum können täglich über die hier angegebene Adresse www.fide.com besucht werden, eine Seite, dessen hervorragende Qualität manche vielleicht gar nicht kennen! Zudem stellt eine Website ein weitaus schnelleres Mittel zur Verbreitung von Nachrichten dar.

Die Vergabe sämtlicher FIDE-Veranstaltungen an bestimmte Länder erfolgt auf Grund der Gebote der Organisatoren und dient dazu, den Spielern die besten Bedingungen zu bieten. Reaktionen auf die neue Bedenkzeitregelung gab es im Jahr 2001 bei den ersten Anwendungen, sie wurde aber bei der FIDE-Generalversammlung im griechischen Halkidiki von den meisten teilnehmenden Delegierten genehmigt. Endgültig entscheiden darüber wird die Generalverammlung 2002 in Bled. Das Ironische an dieser Kritik ist, dass der Präsident der FCF, der diese Bedenkzeitkontrolle bemängelt, bei dieser Versammlung fehlte.

Soweit uns und der Allgemeinheit bekannt ist, stand der Wiedervereinigungsplan unmittelbar unter der Leitung des FIDE-Präsidenten und steht sehr dicht vor dem Erfolg. Die Presserklärung der FCF ist wahrscheinlich eine Art Versuch, mit unfairen Mitteln diesen Plan zu sabotieren.

Über das persönliche Vermögen des Präsidenten und dessen Herkunft zu spekulieren, stellt eine direkte Verletzung der Menschenrechte dar und uns ist ein Affront gegenüber jemandem, der nicht nur Präsident der FIDE, sondern auch einer Republik ist, der schon Millionen von Dollar für Schach und Preisfonds für mehrere wichtige Veranstaltungen gesteckt hat und dessen Engagement für die weitere Entwicklung des Schachs nach wie vor anhält. Wenn wir unvoreingenommen und analytisch die heutige Situation mit der vor sieben Jahren vergleichen, können wir die folgenden Entwicklungen feststellen:

Nicht nur Spitzenspieler beginnen, professionielle Unterstützung zu erhalten, auch andere Spieler werden zu Berufsgroßmeistern.

Schach ist kommerzieller und produktiver als je zuvor. Durch Internetsponsoren haben sich neue Werbemöglichkeiten und Medien eröffnet, die als Einnahmequelle für die Unterstützung der Profis dienen.

Kontinentalmeisterschaften sind attraktiver geworden und die Anzahl der gewerteten Spieler hat sich in diesen Jahren vervielfacht.

Schach wurde als Sport anerkannt, und bei Schachveranstaltungen wurden Dopingkontrollen durchgeführt. Das IOC neigt mehr als zuvor dazu, Schach als olympische Sportart zu akzeptieren, wovon die gesamte Schachfamilie im Vergleich zur heutigen Siuation eindeutig profitieren wird.

Bei den Olyimischen Sommerspielen 2000 war Schach erstmalig Demonstrationssport, und das Ergebnis ist für jedermann deutlich sichtbar.

Es sollte klar festgehalten werden, dass die Firmen, die durch langfristige Verträge in Schachaktivitäten involviert sind, eine gesunde finanzielle Basis bieten für kontinentale und weltweite Veranstaltungen, welche vor sieben Jahren im Schach noch gar nicht existieren.

(...)

Der größte Erfolg des FIDE-Präsidenten ist die Vereinbarung, die in diesem Jahr in Prag erreicht wurde. Sämtliche Spitzenspieler der Schachwelt haben zugestimmt, dass der Titel dieser Weltmeisterschaft der FIDE gehört und von ihr verliehen wird.

Inakzeptabel ist für uns der Ausdruck ”intolerierbares Image für Schach“; in Wirklichkeit war es niemals so respektable wie jetzt. Aus diesem Grund protestieren wir gegen diese Ausdrucksweise.
We may not accept the language used by the words of "intolerable image for Chess" in reality it was never ever was so respectable. Therefore we protest this language.

Wir möchten erneut unseren Respekt und volle Unterstützung für den FIDE-Präsidenten bekunden. Wir haben kein Verständnis für diese Art der Kritik an jemand, dessen Name in der Schachgeschichte in goldenen Lettern geschrieben werden muss, nicht nur auf Grund seiner finanziellen und uneingeschränkten Unterstützung, sondern auch wegen des großen Erfolges bei dem Wiedervereinungsplan, der bei dessen Erstwahl in Paris noch ein chronisches Problem darstellte(!).

Hinter dieser unglückselige Presseerklärung steckt in unseren Augen keine unschuldige Kritik an weiteren Verbesserungen; die Absicht ist ganz eindeutig, diesen Wiedervereinigungsplan zu erschweren und für die nächsten Wahlen in Bled ein paar Kompromisse herauszuschinden.

Wir hoffen, dass alle nationalen Verbände und ihre Delegierten diese billige Falle durchschauen und sich bemühen werden, eine passende Antwort zu finden.


Mit schachlichen Grüßen

Gaguik Oganessian, Präsident Zone 1.5

Jaan Ehlvest, Präsident Zone 1.7

Zurap Azmaiparashvili, Präsident Georgischer Schachverband

Ali Nihat YAZICI, Präsident Türkischer Schachverband

Panagiotis Nikolopoulos, Vorsitzender FIDE Schiedsrichterrat

Die Teilnehmer der 3. Europäischen Schach-Einzelmeisterschaft

Batumi, 26. Juni 2002


 

 

Originaltext:


As the owners of signatures listed at the end of this press release, we wanted to declare our opinion for the press release of French Chess Federation which has been dated and sent to public on 19th of June 2002.

For us as presidents, players and representatives of different chess federations, the language used on the press release of FCF against to FIDE President is not suitable with the motto of FIDE “Gens Una Sumus” and with sportsmanship.

We can not understand from FCF’s public release that its language considers critics instead of different aims. First of all, if you read this letter as a the person in family you may not match the critics with the realities.

Accusing the president of FIDE with the disappearing of FIDE handbook and FIDE Forum may only be suited with the old-fashioned approach of people to the new technologies, if their critics are innocent. FIDE handbook or FIDE Forum may be accessed daily by www.fide.com address which is given here that maybe people does not know such as excellent site (!). Moreover a website offers a much faster means of spreading the news.

All FIDE events given to countries to be organised are administrated by biddings of organisers and it is aimed that the best conditions for players are provided. The new time control was reacted at the first implementations in 2001, but in the FIDE General Assembly in Halkidiki in Greece was mostly agreed by the delegates who participated. The final decision will be given by GA 2002 in Bled. The ironic thing with these critics is that the president of FCF, who is also the president of Zone 1, who criticise this time control was absent on this Assembly.

As far as we and the general public know the reunification plan was managed directly by the FIDE president and it is very close to success. Probably this public release by FCF is a kind of secret variant with bad moves to challenge unfairly this plan.

To speak about president personal wealth and the origin of it, is a direct harassment to human rights and not kind to a person who is the president of a republic and not only of FIDE. How any person may think that after spending millions of dollars in chess and supporting prize funds for different important events and still his efforts are not finished for further chess development. Nowadays if we compare with impartial and analytical thinking the situation we have achieved in chess with the situation 7 years ago we see following developments:


Not only top level players start to get some professional support by playing chess but also other players become professional grand masters.

Chess became more commercial and more product than any time before. Internet sponsorships created new ways and media for advertising and it has been used for getting revenue for chess to support professional players.

Continental championships have became more attractive and the number of rated players has been folded many times during these years.

Chess has been accepted as a sport and doping control procedures were applied into chess events. IOC is more close to accept the chess as Olympic sport which will change the variant we are on nowadays to a clear winning position for the whole chess family.

In the 2000 Summer Olympic Games chess was a demonstration sport for the first time and the result of this is very clear for every one.

It should be clearly noticed that the companies involving into chess activities by long term contracts are providing reasonable good finance to continental and to world events which were not existing in chess 7 years ago.

When someone speaks about the situation as it was mentioned on this unlucky press release of FCF about the approach of national federations to the president of FIDE, the best answer, we believe in that, is going to be given by the highest authority of FIDE, by the General Assembly, to this part of our family.

Most important success done by FIDE President is the agreement achieved in this year in Prag. All of the top players of chess world agreed on that World Championship title will belong to FIDE and will be given by her.



We may not accept the language used by the words of “intolerable image for Chess” in reality it was never ever was so respectable. Therefore we protest this language.

We again want to declare our respect and full support to the FIDE President. We can not understand to use such as language which is beyond criticism to a person whose name must be written by Golden Letters in Chess History not only because of his financial and unlimited support but also because of his big success on reunification plans which was an old and chronic problem when he was first elected in Paris(!).

We think that the reason of this unlucky press release is not so innocent by the approach of criticism for further improvements. The reason is very clear to make some challenges on this reunification plan and to get some compromises for the next elections in Bled.

We hope that all national federations and their delegates will see this badly prepared trap and will make their best move to answer it in a suitable way.


Chess regards

Gaguik Oganessian President of Zone 1.5

Jaan Ehlvest President of Zone 1.7

Zurap Azmaiparashvili President of Georgian Chess Federation

Ali Nihat YAZICI President of Turkish Chess Federation

Panagiotis Nikolopoulos Chairman of FIDE Arbiters Council

Players Who has Participated to 3rd European Individual Chess Championship

Batumi, 26 June 2002

 

 


 

 


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