Schach verbindet

11.07.2011 – 300 Kinder aus sozialen Brennpunktschulen, die den ganzen Tag Schach spielen und am Ende auch noch Schachaufgaben lösen sollen - kann das gut gehen? Vor der 4. Mini-Schacholympiade, die am 6. Juli im alten Kongresshaus in München stattfand, waren viele Lehrer skeptisch, doch die Verantwortlichen bei der Münchener Schachstiftung, die die Mini-Schacholympiade vor vier Jahren ins Leben gerufen hat, glaubten an die verbindende Wirkung des Schachs. Tatsächlich will die von Roman Krulich gegründete Stiftung möglichst viel Kindern Schach beibringen, denn Schach macht nicht nur Spaß, sondern stärkt erwiesenermaßen auch Konzentrationsfähigkeit, problemlösendes Denken und soziale Kompetenz. Am Ende erwiesen sich alle Ängste als unbegründet. Wie der Veranstalter berichtet, machte das Turnier, die vielleicht größte Schachveranstaltung Münchens seit der Schacholympiade 1958, allen Beteiligten viel Spaß und verlief friedlich und harmonisch.Zur Münchener Schachstiftung...Zum Bericht...

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3. Münchener Mini Schacholympiade,
06. Juli 2011, 8:30 - 16:00, Alte Kongresshalle, Theresienhöhe 15

Die Münchener Schachstiftung hat in kaum vier Jahren eine erstaunliche Entwicklung geschafft: Nun nehmen schon 300 Kinder in sechs Schulen an ihrem Programm teil und werden über das Medium des Schachs in ihrer Konzentrationsfähigkeit, problemlösendem Denken und sozialer Kompetenz gefördert. Den Höhepunkt des Trainingsjahrs stellt in jedem Jahr die spektakuläre Minischacholympiade dar.

Doch können 300 Kinder aus sozialen Brennpunktschulen wirklich einen ganzen Tag lang ein gemeinsames Schachturnier spielen und im Finale knifflige Schachaufgaben lösen? Und dies bei einer Mischung verschiedenster Altersstufen mit Grund-und Hauptschülern? Kann das funktionieren? Viele Lehrer und Schul-Profis waren mehr als skeptisch.


Blick auf das Turnier (Foto: Florian Peljak)

Wieder einmal zeigte das Schachspiel seine besondere Magie und seine Fähigkeit, Menschen unterschiedlichster Herkunft zu fesseln und zu vereinen. Zahlreiche engagierte Helfer und- dank der Unterstützung von Kultur und Spielraum- auch der edle Rahmen der alten Kongresshalle trugen zu einem erstaunlichen Erfolg bei. Schirmherr Professor Peter Gritzmann ergänzte das originelle Geistestraining durch einen seiner wunderbaren und kindgemäßen Vorträge.

Am Ende waren sich alle Besucher einig: Solch eine schöne und harmonische Schachveranstaltung dieser Größenordnung hat es wohl seit der Schacholympiade in München 1958 nicht mehr gegeben! Vor allem aber war dieses Turnier für die teilnehmenden Kinder eine besondere Erfahrung, die ihnen ein ganzes Stück Motivation und Selbstvertrauen für ihre schulischen Herausforderungen verschafft.

Nun hofft die von Roman Krulich gegründete Münchener Schachstiftung auf weitere Unterstützung, um ihr hochwirksames Förderprogramm fortsetzen und ausbauen zu können.


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