Schachgipfel: David Navara sichert sich souverän den 960-Titel

von Stefan Liebig
20.07.2026 – Der Titel der 3. Deutschen Meisterschaft im Schach960 ging ganz eindeutig an den tschechischen Großmeister David Navara. Er dominierte das 88-köpfige Feld und gewann mit 1,5 Punkten Vorsprung vor Daniel Fridmann, Georg Meier und Vitaly Kunin. Navara remisierte in Runde 5 gegen Georg Meier und gewann die anderen acht Partien. Auch Meier blieb ungeschlagen. | Foto: Petr Vrabec (Schachfestival Prag)

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Freestyle oder Schach960 wird auch beim Schachgipfel in Dresden gespielt und erfreut sich großer Beliebtheit. Es war ein Turnier der Favoriten, bei dem sich der Topfavorit besonders hervortat: An eins gesetzt ließ David Navara keinerlei Zweifel an seiner Absicht, das Turnier zu gewinnen, aufkommen. Lediglich dem für Uruguay startenden ehemaligen deutschen Nationalspieler Georg Meier gelang es in Runde 5, dem Tschechen einen halben Punkt abzunehmen. Da Meier aber noch drei weitere Remispartien hatte und auch die beiden anderen stärksten Verfolger jeweils zwei Punkte abgaben, stand Navara am Ende mit 8,5 Punkt als klarer Sieger der 3. Deutschen Meisterschaft im Schach960 fest.

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Dank der Wertung ging die Silbermedaille an Daniel Fridman und Bronze an Georg Meier. Den undankbaren vierten Platz belegte Vitaly Kunin. Auf diese Dreierverfolgergruppe folgte eine weitere mit einem weiteren halben Punkt Rückstand. Fünfter wurde Andrey Orlov gefolgt von Igor Glek und Alexander Belezky. Beste Dame im 88 Teilnehmer zählenden Feld war die polnische WGM Klaudia Kulon, die sich in der folgenden achtköpfigen Gruppe der Spieler mit sechs Punkten einreihte und damit den 10. Platz belegte. Punktgleich aber mit etwas schlechterer Wertung landete WIM Inna Agrest auf Rang 12. Damit landete sie exakt auf ihrem Setzlistenplatz.

Endstand nach 9 Runden

Rg. Name Pkt.  Wtg1 
1 Navara, David 8,5 55
2 Fridman, Daniel 7 55
3 Meier, Georg 7 53,5
4 Kunin, Vitaly 7 52
5 Orlov, Andrey 6,5 52,5
6 Glek, Igor 6,5 50,5
7 Belezky, Alexander 6,5 48
8 Schneider, Ilja 6 50,5
9 Levin, Felix 6 49,5
10 Kulon, Klaudia 6 46
11 Mossakowski, Florian 6 46
12 Agrest, Inna 6 45,5
13 Siedentopf, Daniel 6 42,5
14 Kapp, Martin 6 42
15 Lammers, Markus 6 42
16 Chatalbashev, Boris 5,5 52,5
17 Zatonskih, Anna 5,5 48,5
18 Degenhard, Simon 5,5 47
19 Förster, Jonas 5,5 44
20 Agafonov, Yuri Dr 5,5 42

Ergebnisse auf Chess-Results

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Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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