Zum 14. Mal Landesmeister! David Navara auch 2026 vorne

von Stefan Liebig
18.05.2026 – David Navara und Joanna Worek gewannen die Tschechische Meisterschaft 2026. Der 41-jährige Navara sicherte sich damit bereits seinen 14. Titel und verwies den aufstrebenden und 25 Jahre jüngeren Václav Finěk auf den zweiten Platz. Für Worek war es nach 2016 der zweite nationale Titel. | Fotos: Tschechischer Schachverband

In diesem aufschlussreichen Videokurs gibt Großmeister David Navara praktische Tipps, wann man in einer Stellung Varianten berechnen sollte – und, was ebenso wichtig ist, wann man es nicht tun sollte.
In diesem aufschlussreichen Videokurs gibt Großmeister David Navara praktische Tipps, wann man in einer Stellung Varianten berechnen sollte – und, was ebenso wichtig ist, wann man es nicht tun sollte.
Kostenloses Beispielvideo: Introduction
Kostenloses Beispielvideo: Invisible moves

Die tschechischen Meisterschaften 2026 fanden vom 7. bis 16. Mai 2026 in Brno statt und lockten die meisten der besten Spieler des Landes an. Im offenen Turnier spielten zehn Spieler in einem Rundenturnier. Das Damenwettbewerb begann mit einer Vorrunde und ermittelte anschließend mit K.-o.-Runden in Viertelfinale, Halbfinale und Finale die Siegerin.

Open

Das offene Turnier entwickelte sich zu einem packenden Duell zwischen den beiden Topgesetzten: David Navara und dem größten tschechischen Schachtalent, Václav Finěk. Letztlich hatte Seriensieger Navara wieder einmal die Nase vorn und Silber ging an den erst 16-jährigen Václav Finěk. Die Bronzemedaille sicherte sich Štěpán Žilka. 

David Navara und Václav Finěk trennten sich im direkten Duell unentschieden. | Foto: Tschechischer Schachverband

Navara ging früh in Führung, doch Finěk holte nach der fünften Runde auf. Das direkte Aufeinandertreffen in der siebten Runde endete remis, sodass beide punktgleich an der Spitze standen. Da beide auch ihre letzten beiden Partien gewinnen konnten, musste die Wertung entscheiden. Hierbei hatte Navara mehr Punkte auf dem Konto. Beide Spieler blieben mit sechs Siegen und drei Remis als einzige ungeschlagen und hängten den Rest des Feldes deutlich ab. Die Bronzemedaille ging an den erfahrenen Großmeister Štěpán Žilka. Bemerkenswert, dass nur 16 der 45 Partien remis endeten:

Endtabelle nach 9 Runden

Rg. Name Pkt.  Wtg1 
1 Navara, David 7,5 30,25
2 Finěk, Václav 7,5 28,5
3 Žilka, Štěpán 5,5 19
4 Krejčí, Jan 5 19,5
5 Stalmach, Richard 5 16,5
6 Němec, Jáchym 4,5 14,5
7 Hrbek, Štěpán 4 12
8 Kriebel, Tadeáš 3 7,5
9 Štoček, Jiří 2,5 11,5
10 Vykouk, Jan 0,5 1,25

Navaras souveräner Sieg in der letzten Runde sicherte ihm den 14. Titel:

Partien

The two video courses offer you the chance to solve 66 exercises with multiple questions. These exercises are presented in the interactive format, which makes them accessible for players of different strengths as we will go through the thought process ste
Do I have to defend against my opponent’s threat or can I simply ignore it and look for my own chances? A typical question which has often been asked during practical play. This two volume series on Calculation in Attack & Defence is the ideal guide to develop a good sense for attacking play, while keeping an eye on your opponent’s defensive resources and possible counterplay against your own king. At the same time you’ll be challenged to defend against your opponent’s threats and, given the chance, turn the tables by launching a devastating counter- attack yourself.

Frauen

Der Damenwettbewerb war aufgrund des K.o.-Systems noch dramatischer. Die ausgeglichenenen Duelle um die Medaillen wurden allesamt im Armageddon entschieden. Im Finale hieß die Siegerin Joanna Worek. Sie sicherte sich die Goldmedaille durch einen Sieg über Kristýna Petrova. Im Spiel um Platz drei sicherte sich WGM Tereza Rodshtein die Bronzemedaille nach einem Sieg über WGM Olga Sikorová.

Joanna Worek (links) auf dem Weg zur Goldmedaille. | Foto: Tschechischer Schachverband

Ein Expertenteam aus zeigt Ihnen inspirierende Eröffnungsvarianten, strategische Meisterleistungen, wegweisende Endspielmanöver und mustergültige Kombinationen im Videoformat und zeigt die Glanzpunkte der Karriere von Bent Larsen.
Bent Larsen (1935–2010) war der größte Schachspieler in der Geschichte Dänemarks und zeitweise der zweitstärkste Spieler der westlichen Welt – hinter Bobby Fischer. Zwischen 1954 und 1971 gewann er sechsmal die dänische Meisterschaft und erzielte im Laufe seiner Karriere zahlreiche internationale Turniersiege.
Kostenloses Videobeispiel :Einführung Bent Larsen von Peter Heine Nielsen
Kostenloses Videobeispiel: Einführung in das Eröffnungskapitel

Finale - 4. Runde (15.05.2026 - 16.05.2026)
1 WGM Worek Joanna CZE ½ ½ 1 0 1 0 1 4
2 WGM Petrová Kristýna CZE ½ ½ 0 1 0 1 0 3
Kleines Finale um Platz 3 - 4. Runde
4 WGM Rodshtein Tereza CZE 0 1 1 0 1 0 1 4
6 WGM Sikorová Olga CZE 1 0 0 1 0 1 0 3
Halbfinale - 3. Runde (13.05.2026 - 14.05.2026)
2 WGM Petrová Kristýna CZE ½ ½ 1 1 3
6 WGM Sikorová Olga CZE ½ ½ 0 0 1
1 WGM Worek Joanna CZE ½ 1
4 WGM Rodshtein Tereza CZE ½ 0 ½

Josef Bednařík, PR-Manager des Tschechischen Schachverbands und Turnierdirektor, äußerte sich bei der Abschlusszeremonie zur Tschechischen Meisterschaft: „Ich bin begeistert vom Verlauf der diesjährigen Tschechischen Meisterschaft. Ich möchte allen Spielern für ihren Kampfgeist und ihr faires Spiel danken. Die Zuschauer haben die spannenden Partien und den Turnierverlauf sichtlich genossen, und ich auch.“

Partien

Links

Vlastimil Hort hatte als Weltklassespieler Gelegenheit, gegen viele dieser sowjetischen Ausnahmespieler anzutreten und stellt auf dieser DVD Partien und Geschichten der Spieler der goldenen sowjetischen Generation vor.


Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
Diskussion und Feedback Senden Sie Ihr Feedback an die Redakteure