19.05.2026 – In der fünften Runde des Superbet Chess Classic in Rumänien endeten alle fünf Partien remis. Für das größte Aufsehen sorgte die Partie zwischen Alireza Firouzja und Javokhir Sindarov, denn Firouzja hatte eine Knöchelverletzung und spielte liegend in seinem Hotelbett. Sindarov stand besser, doch Firouzja konnte sich erfolgreich verteidigen. In den übrigen Partien verpassten Praggnanandhaa Rameshbabu, Bogdan-Daniel Deac und Maxime Vachier-Lagrave Chancen, ihre Gegner stärker unter Druck zu setzen. Damit liegt Vincent Keymer nach fünf Runden weiter alleine in Führung. | Foto: Lennart Ootes
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Nachdem er sich vor der vierten Runde am Knöchel verletzt hatte und deshalb seine Partie gegen Fabiano Caruana verpasste, kehrte Firouzja gegen Javokhir Sindarov ans Brett zurück – liegend auf einem Bett in einem Hotelzimmer. Sindarov saß ihm gegenüber – ein ungewohnter Anblick. Allerdings gibt es dafür ein bekanntes Vorbild: Der englische Großmeister Tony Miles spielte beim Turnier in Tilburg 1985 wegen akuter Rückenschmerzen ebenfalls liegend auf einer Massagebank.
Firouzjas Entscheidung, trotz der Verletzung weiterzuspielen, wurde von zahlreichen Spielern kommentiert. Die meisten lobten seinen Kampfgeist. Auch Anish Giri meldete sich zu Wort:
Poor guy, and such a hero for continuing playing! I really thought it was a perfect opportunity for him to call it a day. But he's really a hero, for the love for chess!
Sindarov kam mit Schwarz zu klarem Vorteil, aber Firouzja, der seine beiden vorherigen Partien verloren hatte, rettete gegen den Sieger des Kandidatenturniers noch ein Remis. Das dürfte seinem Selbstvertrauen guttun – gerade angesichts der besonderen Umstände. Die verschobene Partie der vierten Runde gegen Caruana soll am Dienstag nachgeholt werden, wenn der Rest des Feldes spielfrei hat.
Praggnanandhaa stand gegen Wesley So aussichtsreich, aber verpasste kurz vor der Zeitkontrolle die Gelegenheit, Schwarz mit 35.Dc2! stärker unter Druck zu setzen.
Stattdessen spielte er das verlockende, aber ungenaue 35.Tf7+?, wonach Schwarz seine Figuren mit 35...Kh8 36.Df4 Tg5 besser koordinieren konnte.
Nach 45 Zügen endete die Partie mit Remis.
Praggnanandhaa konnte Sos Widerstand nicht überwinden. | Foto: Lennart Ootes
Auch Bogdan-Daniel Deac und Maxime Vachier-Lagrave erreichten mit Weiß vorteilhafte Stellungen gegen Fabiano Caruana beziehungsweise Jorden van Foreest, fanden in kritischen Momenten jedoch nicht die präzisesten Fortsetzungen.
Anish Giri und Vincent Keymer diskutierten die Vor- und Nachteile der Berliner Verteidigung, wobei Giri aus der Eröffnung leichten Vorteil erhielt. Der Niederländer behandelte die Stellung später jedoch ungenau, sodass Keymer die Initiative übernehmen konnte. Zu einem ernsthaften Gewinnversuch kam es allerdings nicht mehr, denn nach 32 Zügen endete die Partie durch dreifache Stellungswiederholung remis.
Keymer bleibt damit alleiniger Spitzenreiter und liegt einen halben Punkt vor Giri, Van Foreest und Praggnanandhaa.
Bogdan-Daniel Deac zu Beginn seiner Partie gegen Fabiano Caruana | Foto: Lennart Ootes
Tabellenführer Vincent Keymer | Foto: Lennart Ootes
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Carlos ColodroCarlos Colodro stammt aus Bolivien und ist Spanisch-Philologe. Seit 2012 arbeitet er als freier Übersetzer und Autor. Schach, Literatur und Musik sind seine großen Leidenschaften.
15.05.2026 – In der Auftaktrunde des Super Chess Classic in Bukarest spielte Vincent Keymer mit Schwarz gegen Wesley So, und diese Partie entwickelte sich schnell zu einem strategisch und taktisch interessanten Schlagabtausch, der jedoch mit einer Punkteteilung endete. Auch die anderen Begegnungen der Runde waren umkämpft und endeten mit Remis. Die beste Chance auf einen Sieg verpasste dabei Praggnanandhaa gegen Alireza Firouzja. | Foto: Lennart Ootes
– Vor der letzten Runde teilen sich Vincent Keymer und Fabiano Caruana mit 5 Punkten aus 8 Partien die Tabellenspitze beim Super Chess Classic Romania. Keymer tritt mit Weiß gegen Jorden van Foreest an und Caruana spielt mit Schwarz gegen Maxime Vachier-Lagrave. Die direkten Verfolger mit 4,5 aus 8 haben noch Chancen auf den Turniersieg, diese sind: Javokhir Sindarov, Van Foreest und Wesley So. Sindarov und So können sich im direkten Duell gegeneinander beweisen. | Live mit Kommentar ab 13 Uhr | Foto: Lennart Ootes
‘Neue Ideen im Najdorf-Sizilianer – ein Power Play 18 Update’ ergänzt Daniel Kings beliebte DVD ‘Sizilianisch Najdorf – ein Schwarzrepertoire’, die letztes Jahr erschienen ist. Eine so dynamische und beliebte Eröffnung wie der Najdorf-Sizilianer entwickelt sich die ganze Zeit weiter. Auf diesem Download aktualisiert Daniel King Varianten, die er auf seiner DVD vorgestellt hat und beantwortet Leserfragen nach Varianten, die nicht Teil des ursprünglichen Repertoires waren. Dies sind die auf dem Update untersuchten Varianten:
• 1. e4 c5 2. Sf3 d6 3. d4 cxd4 4. Sxd4 Sf6 5. Sc3 a6 6. h3 e5 7. Sde2
• 5….a6 6. Lc4 in Verbindung mit dem Englischen Angriff (Le3, f3 etc.)
• 5…a6 6. Le3, die Variante mit …a5
• 5…a6 6 Le2 und 9 Te1
• 5 f3 (anstelle von 5 Sc3)
Es ist nicht notwendig, die ursprüngliche Najdorf-DVD zu kennen, um die hier untersuchten Varianten zu verstehen – aber es hilft, da diese Varianten Teil eines umfassenden Repertoires bilden.
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Nach den Zügen 1.e4 c5 2.Sf3 werden alle schwarzen Antworten außer 2…d6 und 2…Sc6 behandelt. In den meisten Varianten setzt Weiß auf 3.c3 – eine moderne, flexible Form der Alapin-Idee.
In diesem Band widmen wir uns den zentralen Aspekten der Schachtechnik. u.a. Präzise Endspieltechnik, Aktivität vor Material oder auch Taktischer Wachsamkeit!
Videos: Nico Zwirs untersucht Russisch-Experimente vom Kandidatenturnier. Robert Ris hat einen Tipp gegen die Caro-Kann-Vorstoßvariante mit 3…c5. Fiona Sieber zeigt eine Überraschungswaffe gegen Najdorf. „Wundertüte“ mit 40 Analysen von Berg, L'Ami u.a.
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In diesem neuen Kurs bündeln Karsten Müller und Leon Mendonca ihr Wissen, um das zu vermitteln, worauf es im Endspiel wirklich ankommt: 10 essenzielle Regeln, die jeder Schachspieler kennen muss.
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