Shenzhen Masters: Maxime Vachier-Lagrave beendet Ding Lirens Serie

von Johannes Fischer
12.11.2018 – Sechs Remis und ein Sieg - das ist die Bilanz von Maxime Vachier-Lagrave nach den ersten sieben Runden des Shenzhen Masters. Aber der bislang einzige Sieg des französischen Großmeisters beim Shenzhen Masters war etwas Besonderes: denn mit dieser Partie beendete Vachier-Lagrave die erstaunliche Serie seines Gegners Ding Liren, der zuvor 100 Partien in Folge auf Weltklasseniveau ungeschlagen geblieben war. | Foto: qipai.org.cn

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Das Ende einer Serie

Vor der Partie gegen Vachier-Lagrave hatte Ding Liren über ein Jahr lang keine einzige Niederlage erlitten. Am 9. August 2017 hatte die chinesische Nummer eins gegen Anish Giri verloren, danach blieb er in 100 Partien gegen die besten Spieler der Welt ungeschlagen und kletterte in der Weltrangliste weit nach oben. Im August 2017 war Ding Liren mit einer Elo-Zahl von 2777 die offizielle Nummer 11 der Welt, im November 2018 lag er mit einer Zahl von 2816 auf Platz vier der Weltrangliste, 19 Punkte hinter Magnus Carlsen, 16 Punkte hinter Fabiano Caruana und nur einen Punkt hinter der Nummer drei der Welt, Shakhriyar Mamedyarov.

Aber die lange Serie ohne Niederlage verleitete Ding Liren nicht dazu, seine Partien allzu vorsichtig und ängstlich anzulegen - im Gegenteil: auch in wichtigen Partien scheute er kein Risiko und so gelangen ihm eine Reihe bemerkenswerter Siege, z.B. bei der Olympiade 2018 in Batumi gegen Jan-Krzysztof Duda im Spitzenkampf Polen gegen China.

Auch in seiner Partie gegen Vachier-Lagrave in Runde sechs des Shenzhen Masters suchte Ding Liren mit Schwarz den offenen Schlagabtausch - doch dieses Mal brachte ihm diese Strategie kein Glück.

 

Mit diesem Sieg schob sich Vachier-Lagrave an die Spitze der Tabelle beim Shenzhen Masters. Drei Runden vor Schluss liegt er mit 4 aus 7 gemeinsam mit Yu Yangyi auf Platz eins.

Stand nach 7 Runden

 

Partien der Runden 1 bis 7

 

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Johannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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