Sinquefield Cup, Runde 6: Giri gewinnt gegen Van Foreest

von Carlos Colodro
17.08.2026 – Wesley So bleibt auch nach der sechsten Runde alleiniger Spitzenreiter des Sinquefield Cups. Vier Remis änderten an der Spitze nichts, den einzigen Sieg des Tages erzielte Anish Giri im niederländischen Duell gegen Jorden van Foreest. So führt mit 4 Punkten vor Fabiano Caruana, Vincent Keymer, Praggnanandhaa und Maxime Vachier-Lagrave, die jeweils einen halben Punkt zurückliegen. Nach seinem Remis gegen Samuel Sevian liegt Keymer drei Runden vor Schluss weiter einen Punkt vor Javokhir Sindarov und hat gute Chancen, ins prestigeträchtige und lukrative Finale der Grand Chess Tour zu kommen. | Foto: Lennart Ootes / Grand Chess Tour

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Ergebnisse

Wesley So, Maxime Vachier-Lagrave

Tabellenführer Wesley So und Maxime Vachier-Lagrave diskutierten einmal mehr die Vor- und Nachteile der Berliner Verteidigung und trennten sich nach 67 Zügen mit Remis. | Foto: Lennart Ootes

Keymer stand in der sechsten Runde gegen Sevian von Beginn an etwas schlechter, konnte aber alle Gefahren abwehren und einen wichtigen halben Punkt retten. Denn für Keymer geht es in den letzten drei Runden des Sinquefield Cups um mehr als eine gute Platzierung. Vor dem Turnier lag er mit 21 Punkten auf Rang vier der Gesamtwertung der Grand Chess Tour, hinter Caruana (25), Praggnanandhaa (24,5) und Wesley So (23,5), aber nur einen halben Punkt vor Javokhir Sindarov. Die vier Besten qualifizieren sich für das GCT-Finale.

Nach seinem Remis gegen Sevian liegt Keymer mit 3,5 aus 6 einen halben Punkt hinter Spitzenreiter So. Damit hat er weiterhin gute Chancen auf das Finale. Caruana, Praggnanandhaa und So haben durch ihren Vorsprung in der Tourwertung die besten Aussichten auf die Qualifikation. Für Keymer geht es vor allem darum, seinen Platz unter den ersten Vier gegen Sindarov zu verteidigen, der drei Runden vor Schluss einen ganzen Punkt hinter ihm liegt.

Im Finale der Grand Chess Tour, das gleich im Anschluss an den Sinquefield Cup vom 22. bis 27. August in Saint Louis gespielt wird, treffen die vier erfolgreichsten Spieler der Saison aufeinander und spielen um 450.000 Dollar Preisgeld. Der Sieger erhält 200.000 Dollar, der Zweite 125.000, der Dritte 75.000 und der Vierte 50.000 Dollar.

Javokhir Sindarov, Fabiano Caruana

Sindarov und Caruana trennten sich nach 42 Zügen mit Remis. | Foto: Lennart Ootes

Jorden van Foreest

Für Jorden van Foreest läuft es in Saint Louis bislang gar nicht gut. | Foto: Lennart Ootes /Grand Chess Tour

Gegen Giri kam Van Foreest mit Schwarz gut aus der Eröffnung und hatte zunächst keine Probleme. Mit einem ambitionierten Vorstoß am Königsflügel schwächte er jedoch seine eigene Königsstellung und geriet zunehmend unter Druck. Giri verstärkte diesen geduldig, während van Foreest seine Figuren kaum noch zur Verteidigung heranziehen konnte. Schließlich wurde der Angriff zu stark, und van Foreest gab auf. Giri kommt damit auf 2,5 aus 6, während Van Foreest weiter am Tabellenende liegt.

Anish Giri, Jorden van Foreest

Anish Giri und Jorden van Foreest | Foto: Lennart Ootes

Stand nach der 6. Runde

Partien

Turnierseite


Carlos Colodro stammt aus Bolivien und ist Spanisch-Philologe. Seit 2012 arbeitet er als freier Übersetzer und Autor. Schach, Literatur und Musik sind seine großen Leidenschaften.
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