Statement der FIDE zum Carlsen-Niemann-Streit

von ChessBase
26.09.2022 – Die FIDE, namentlich deren Präsident Dvorkovich, hat eine Mitteilung veröffentlicht, die sich mit der schwelenden Auseinandersetzung zwischen Magnus Carlsen und Hans Niemann beschäftigt. Der (FIDE-!) Weltmeister bekommt darin einen Rüffel verpasst für sein nicht wirklich nachvollziehbares Verhalten und wir erfahren, dass es sich bei den betroffenen Turnieren nicht um FIDE-Veranstaltungen gehandelt habe (bei denen die Sicherheitsvorkehrungen gemeinhin hervorragend seien). Aber der Weltverband bietet auch seine Hilfe an: Ein neues Expertengremium könne im Kampf gegen "Cheating" für einen Schritt in die richtige Richtung sorgen.

ChessBase 17 - Megapaket ChessBase 17 - Megapaket

ChessBase ist die persönliche Schach-Datenbank, die weltweit zum Standard geworden ist. Und zwar für alle, die Spaß am Schach haben und auch in Zukunft erfolgreich mitspielen wollen. Das gilt für den Weltmeister ebenso wie für den Vereinsspieler oder den Schachfreund von nebenan.

Mehr...

Mitteilung der FIDE auf ihrer Website vom 23.09.2022:

 

"Letzte Woche gab Weltmeister Magnus Carlsen in einer Partie in einem Online-Wettbewerb gegen GM Hans Niemann auf, bevor er seinen zweiten Zug machte. In der Woche zuvor verließ er ein Over-the-Board-Turnier, nachdem er die Partie gegen denselben Herrn Niemann verloren hatte.

Dies waren keine FIDE-Veranstaltungen; als Weltschachverband ist es jedoch unsere Pflicht, die Integrität des Spiels und sein Image zu schützen, und angesichts der Tatsache, dass der Vorfall immer weiter eskaliert, halten wir es für notwendig, einen Schritt nach vorne zu machen.

Zunächst einmal sind wir der festen Überzeugung, dass der Weltmeister eine moralische Verantwortung trägt, die mit seinem Status verbunden ist, da er als weltweiter Botschafter des Sports angesehen wird. Seine Handlungen wirken sich auf den Ruf seiner Kollegen und die sportlichen Ergebnisse aus und können letztendlich unserem Spiel schaden. Wir sind der festen Überzeugung, dass es bessere Möglichkeiten gegeben hätte, mit dieser Situation umzugehen.

Gleichzeitig teilen wir seine tiefe Besorgnis über den Schaden, den der Betrug dem Schachspiel zufügt. Die FIDE steht seit vielen Jahren an der Spitze des Kampfes gegen Betrug, und wir bekräftigen unsere Null-Toleranz-Politik gegenüber Betrug in jeglicher Form. Ob online oder "am Brett", Betrug bleibt Betrug. Wir sind in diesem Kampf sehr engagiert und haben in die Bildung einer Gruppe von Spezialisten investiert, die ausgeklügelte Präventivmaßnahmen entwickelt haben, die bereits bei FIDE-Spitzenveranstaltungen Anwendung finden.

Wie bereits zuvor ruft die FIDE dazu auf, die Zusammenarbeit zwischen großen Online-Plattformen, privaten Veranstaltungen und Spitzenspielern zu verstärken, von denen die meisten bereits ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der FIDE bekundet haben.

Die FIDE ist bereit, ihre Fairplay-Kommission mit einer gründlichen Untersuchung des Vorfalls zu beauftragen, wenn die entsprechenden ersten Beweise vorgelegt werden und alle beteiligten Parteien die ihnen zur Verfügung stehenden Informationen offenlegen. Wir sind uns voll und ganz bewusst, dass Unsicherheit in manchen Fällen die Leistung der Spieler beeinträchtigen kann. Sie kann auch dem Ruf eines Spielers schaden - deshalb bestehen wir darauf, dass die Anti-Betrugs-Protokolle eingehalten werden.

Wir hoffen, dass diese ganze Situation einen langfristigen positiven Effekt haben könnte, wenn sie richtig angegangen wird. Wir schlagen vor, ein spezielles Gremium ins Leben zu rufen, dem Vertreter der führenden Schachplattformen, Großmeister, Experten für Betrugsbekämpfung und FIDE-Beamte angehören würden, um dieses Risiko zu bekämpfen und zu verhindern, dass es zu einer echten Plage wird."

Arkady Dvorkovich
FIDE Präsident

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

Das Statement der FIDE im englischen Original