In der zweiten Runde des TePe Sigeman & Co-Schachturniers in Malmö gab es nur eine entschiedende Partie, doch in allen vier Partien waren Entscheidungen in der Luft. Magnus Carlsen besiegte Nils Grandelius und schloss damit zu den Siegern der ersten Runde, Andy Woodward und Nodirbek Abdusattorov, die jetzt gemeinsam an der Spitzeliegen. Nach zwei Runden führen Carlsen, Woodward und Abdusattorov mit jeweils 1½ Punkten.
Im Duell der beiden bisherigen Spitzenreiter spielte Abdusattorov mit Weiß gegen Woodward. Der usbekische Großmeister, der das Turnier 2024 gewonnen hatte, erarbeitete sich an mehreren Stellen klare Gewinnchancen, fand jedoch nicht die präzisesten Fortführungen. Woodward hielt stand und die Partie endete schließlich mit einem Remis, wodurch beide Spieler an der Tabellenspitze blieben.
Auch die beiden anderen Partien, die mit einem Remis endeten, waren hart umkämpft. Arjun Erigaisi erreichte gegen Yagiz Kaan Erdogmus ein überlegenes Endspiel mit Dame und Springer gegen Dame und Läufer, doch der türkische Teenager verteidigte sich einfallsreich und schuf immer wieder praktische Hindernisse. Die Partie endete schließlich nach 78 Zügen mit einem Remis.
Jorden van Foreest übte noch länger Druck auf Zhu Jiner aus, doch sein zusätzlicher Bauer reichte letztlich nicht zum Sieg. Zhu verteidigte sich mehr als fünf Stunden lang, und nach 93 Zügen wurde das Remis vereinbart.
Runde 2 Ergebnisse
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Zhu Jiner verteidigt gegen Jorden van Foreest mit großer Widerstandskraft | Foto: Petter Doggers / Official website
Carlsens Sieg über Grandelius war das einzige entschiedene Ergebnis des Tages. Der Norweger, der mit Schwarz spielte, traf auf einen Gegner, den er gut kennt: Grandelius war zuvor als einer seiner Sekundanten tätig. Die Partie begann mit einer Benoni-Verteidigung und entwickelte sich bald zu einer taktisch anspruchsvollen Partie, in der das Kalkül schon früh eine zentrale Rolle spielte.
Der Norweger meisterte die komplizierte Stellung überzeugender als sein 32-jähriger Rivale und ging vorbildlich mit der Initiative um. Die Partie endete nach 36 Zügen und bescherte der Nummer eins der Welt seinen ersten Sieg bei diesem Turnier, nachdem er in der ersten Runde gegen Arjun Erigaisi ein unspektakuläres Remis erzielt hatte.
Anschließend sagte Carlsen, er habe es genossen, eine Partie zu spielen, die er als „unterhaltsames Spiel“ bezeichnete, und fügte hinzu, dies sei eine gute Möglichkeit gewesen, „den Rost abzuschütteln“. Seine Äußerung spiegelte seine in letzter Zeit eher geringe Aktivität im klassischen Schach wider: Seit dem Norway Chess im Juni 2025 hatte er vor seiner Ankunft in Malmö nur eine einzige offizielle Partie im klassischen Schach bestritten, und zwar im November bei der norwegischen Mannschaftsmeisterschaft gegen einen Gegner mit deutlich niedrigerer Wertungszahl.
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Gemeinsam mit Magnus Carlsen auf dem ersten Platz – Nodirbek Abdusattorov und Andy Woodward | Foto: Petter Doggers / Official website
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