Ullrich Krause ist neuer DSB-Präsident

von Klaus Besenthal
27.05.2017 – Auf dem Bundeskongress des Deutschen Schachbundes (DSB) in Linstow (Mecklenburg-Vorpommern) wurde heute Nachmittag der Lübecker Ullrich Krause zum neuen DSB-Präsidenten gewählt. Krause war als Präsident des Schachverbands Schleswig-Holstein nach Linstow gekommen, um in einer Kampfkandidatur gegen den bisherigen DSB-Präsidenten Herbert Bastian anzutreten. Im ersten Wahlgang hatte Krause dann einen deutlichen Vorsprung erreicht, die absolute Mehrheit aber noch verfehlt. Bastian zog sich daraufhin zurück - und machte Krause so zum einzigen Kandidaten für die zweite Runde. Dort wurde der Lübecker dann - erwartungsgemäß - auch gewählt.

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Ullrich Krause war mit einigem Optimismus nach Linstow gereist. Mit der Ausrichtung der Deutschen Einzelmeisterschaft in Lübeck im vergangenen Jahr hatte er bereits gezeigt, dass er ein großes Projekt nicht nur akquirieren, sondern auch umsetzen kann - gestützt auf ein starkes Team. Die Kandidatur als DSB-Präsident hatte er anschließend groß angelegt vorbereitet; ChessBase hatte im Februar, u.a. mit einem exklusiven Video-Interview, ausführlich darüber berichtet. Bei der Gelegenheit wurde auch Krauses Wahlprogramm veröffentlicht (hier).  

Die Wahl verlief dann aber zunächst etwas holprig - zu diesem Schluss könnte man jedenfalls bei einem Blick auf die Resultate des ersten Wahlgangs gelangen:

Herbert Bastian allerdings sah nach diesem Durchgang wohl keine Chancen mehr, das Blatt noch zu wenden. Der Saarländer zog sich zurück. Das war es aber noch nicht ganz für Krause:

Jetzt war der Weg endgültig frei für Ullrich Krause - gegen 17.30 gab es auf Twitter die Meldung "Ullrich Krause ist gewählt"!

Ullrich Krause hat sich also in demokratischer Wahl durchgesetzt und kann jetzt zunächst zwei Jahre lang daran arbeiten, diejenigen, die heute noch Zweifel hatten, von seinen Qualitäten zu überzeugen. Als ersten Schritt muss der Multifunktionär nun aber wohl erst einmal seine persönlichen Prioritäten neu definieren - neben seinem Amt als Präsident des Schachverbands Schleswig-Holstein besetzt Krause derzeit auch noch mehrere Vorstandsämter in seinem Heimatverein Lübecker SV. 

Ullrich Krause - der 49jährige Lübecker ist im Hauptberuf IT-Spezialist. Auch als Schachspieler hat er sich einen Namen gemacht - der FIDE-Meister-Titel zeugt davon. In der abgelaufenen Saison fand Krause auch noch die Zeit, achtmal für seinen Lübecker SV in der Oberliga anzutreten. Dabei schonte er vielleicht schon seine Kräfte für Höheres; jedenfalls produzierte er dort acht Remisen.

Herbert Bastian - der 64jährige Saarländer war seit 2011 DSB-Präsident. Im Hauptberuf ist er Physik- und Mathematiklehrer; am Schachbrett hat er es bis zum Internationalen Meister gebracht. 



Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.
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Billy11 Billy11 29.05.2017 10:55
Das was der EX - Präsident geleistet hat ,dass müssen andere erst nach machen.
Er hat seine Arbeit immer zu 200 % gegeben.
Viel Erfolg dem neuen Präsidenten.
Der Maßstab steht sehr weit oben, daran zu kommen bedarf sehr viel Mühe.
Jetzt läßt den Mann doch in Ruhe .
Er äußert sich jetzt , da er es zuvor in dieser Art nicht tat,ist doch verständlich.
Kann nur sagen, so wie Sie den Job erledigt haben und Ihre Freizeit immerzu geopfert haben, dass lässt daraus schließen das Sie mit vollem Herzen dem DSB angehörten.
Ein großer Lob für Ihre geleistete EHRENAMTLICHE Leistung. Danke dafür
jochen21075 jochen21075 29.05.2017 09:12
Herr Bastian,
die Art und Weise ihrer verbalen Äußerungen im Nachgang zum Bundeskongress sind eines (Ex-) Präsidenten UNWÜRDIG und deutlich abweichend insbesondere von Ihren Vorgängern mit dem Status „Ehren-Präsident“. Von einem solchen Format sind sie weit entfernt und somit auch nicht geeignet als Internationales Aushängeschild des Deutschen Schachbundes, z.B. bei der FIDE. Bitte begeben Sie sich und bleiben Sie im „Ruhestand“. Es zeigt auch wie wichtig die neue Zielsetzung des gewählten Präsidenten ist und ich wünsche dem neuen Präsidium eine glücklicheRE Hand!
Ein „nur aktives, spielendes DSB-Mitglied“.
RevTiberius RevTiberius 29.05.2017 06:42
Herbert Bastian zeigt auch hier in seinen Kommentaren wieder einmal einen voelligen Mangel an Sozialkompetenz. Wenn unter seiner Fuehrung im DSB alles so prima geklappt hat, warum wurde er dann seiner Meinung nach abgewaehlt?
Ansonsten schliesse ich mich hier der Meinung von AWSoP an, die Kommentare von HB sind inakzeptabel.
Herbert Bastian ist einfach nur ein schlechter Verlierer; mit Anstand verlieren ist eine Sache, die vielen Schachspielern schon immer schwer gefallen ist. Ich wuensche Herrn Bastian alles Gute fuer seine nun zum Glueck private Zukunft.
schachkauf schachkauf 29.05.2017 04:02
DSB > Deutscher Schulschachbund
herbert bastian herbert bastian 29.05.2017 01:55
Wenn ich als arrogant und überheblich rüberkomme, dann möchte ich mich entschuldigen. Arrogant und überheblich war allerdings auch das, was mir auf dem Wahlkongress vorgeworfen wurde. Nur das geschah hinter geschlossenen Türen. Mir geht es nicht um meine Person, sondern um den Zerfall des Leistungsgedankens. Diesen kann ich im DSB nicht mehr erkennen. Und drohen möchte ich auch nicht. Aber darauf hinweisen, dass es mich erhebliche Anstrengungen gekostet hat, eine Spitzenveranstaltung nach Deutschland zu bekommen. Wenn man dann so mit mir umgeht, sehe ich keinen Sinn mehr darin, diese Anstrengungen weiter aufrecht zu erhalten. Das sollen dann bitte andere tun.
Das war´s.
Ich wünsche dem neuen Präsidium eine glückliche Hand.
Daniel Hendrich Daniel Hendrich 29.05.2017 01:10
Ich kenne Herrn Krause nicht und vermag mir daher noch kein Urteil über ihn und seine Arbeit erlauben.

Gefährlich finde ich jedoch die Schwerpunktsetzung in Richtung Schulschach. Was hat der DSB mit Schulschach zu tun? Das ist Aufgabe der Vereine und meinetwegen noch der Schachjugend und der Regionalverbände. Aber nicht Aufgabe des DSB. Ich hoffe, dass durch diese aus meiner Sicht falsche Prioritätensetzung keine Kräfte gebunden werden, die dann bei anderen - wichtigeren - Projekten fehlen. Das wäre in der Tat ein deutlicher Rückschritt gegenüber der Amtszeit von Herbert Bastian, der es aufgrund seiner Leistungen und seines Engagements allemal verdient gehabt hätte, wiedergewählt zu werden.

Aber leider ging es bei DSB-Kongressen schon länger nicht mehr um Inhalte, sondern meistens nur noch um (Schach-)Politik. Es ist doch bezeichnend, wenn Gerhard Meiwald seinen Eindruck vom letztjährigen Hauptausschuss wiedergibt, sinngemäß: "Am Tag vorher entscheidet der AKLV, was gemacht wird und das Präsidium wird bei der eigentlichen Sitzung dann davon in Kenntnis gesetzt und mit der Umsetzung beauftragt." Diese völlig verschobene Machtstruktur ist aus meiner Sicht das Kardinalproblem im DSB, an dem jeder scheitern wird, der denn Herren Landespräsidenten zu unbequem wird.

Herbert Bastian war und ist im besten Sinne ein "unbequemer" Funktionär, da er sich mit dem Status Quo nicht zufriedengab und viele neue Projekte anstieß und auf den Weg brachte. Man mag nicht von allen Ideen begeistert sein, aber bekanntlich macht nur der nichts verkehrt, der überhaupt nichts macht. Ich wünsche Herbert Bastian, dass er seinen verständlichen Ärger über die Abwahl bald wieder in konstruktive Energie umwandelt, zum Wohle des Schachsports in Deutschland.
AWSoP AWSoP 29.05.2017 12:57
Ich bin jetzt kein besonders wichtiger Mensch und auch kein bekannter Professor, wie Herr Althöfer. Ich bin lediglich ein einfaches DSB-Mitglied und verstehe auch ziemlich wenig vom Spitzenschach. Deswegen bin ich mir nicht sicher, ob sich Herr Bastian über meine Meinung überhaupt interessieren wird. Ich versuche es trotzdem.
Ich habe Hr. Bastian bis jetzt geschätzt, weil er für mich einen kompetenten und aktiven Eindruck gemacht hat. Seine heutigen Posts hier haben mich aber total enttäuscht. Manche seiner Aussagen sind an Arroganz und Überheblichkeit nicht zu überbieten. Wenn dies sein Führungsstil war und er in dieser Art u. Weise mit anderen Meinungen umgegangen ist, dann braucht er sich überhaupt nicht zu wundern, warum er klar und deutlich abgewählt wurde. Und das ist auch gut so.
Zitat:
"Bei solchen Partner weiß ich nicht, ob ich meinen Kollegen im Presidential Board noch empfehlen, kann, den Deutschen Schachbund als verlässlichen Partner zu sehen, der am Leistungssport interessiert ist."
Das ist INAKZEPTABEL. Dem deutschen Schachsport damit zu "drohen", d.h. seine Position in der FIDE zu MISSBRAUCHEN ist armselig und grenzt an Amtsmissbrauch. Hr. Bastian, Sie haben Ihre Position nicht vom Gott bekommen, sondern indirekt durch die "einfachen" DSB-Mitglieder. Denken Sie bitte darüber nach!
Den Untergang des Abendlandes zu prophezeien ("Armes Deutschland"), weil nicht mehr die eigenen Konzepte die höchste Priorität haben, finde ich sehr arrogant. Es gibt auch andere Meinungen, die von der Mehrheit unterstützt werden und das muss man einfach akzeptieren können.
Den Bereich des Schulschachs zu diskreditieren und lächerlich zu machen und das Interesse dazu gleichbedeutend mit niedrigem Niveau zu setzen ("...Das derzeitige Niveau des Deutschen Schachbundes sieht man am besten an der Zusammensetzung seines aktuellen Präsidiums: Drei Schulschachleute, die die Mehrheit haben...") ist überheblich. Stil und Ton sind eines ehemaligen DSB-Präsidenten nicht würdig.
Als ich die Nachricht der Abwahl von Hr. Bastian gehört habe, war ich eher enttäuscht. Jetzt bin ich mir davon nicht mehr so sicher.... Armer DSB.
Anton46 Anton46 29.05.2017 10:22
Gutes Essen für Funktionäre, stimmt das wirklich- Das wäre ein Beispiel dieser Verwöhngesellschaft.
Trotzdem Herbert würde ich U.K.nicht Ideenlosigkeit vorhersagen
herbert bastian herbert bastian 29.05.2017 09:31
Lieber Ingo Althöfer, vielen Dank für die freundlichen Worte. Vielleicht bin ich verbittert, ich kann das noch nicht ordnen, aber ich werde nicht schweigen. Das habe ich viel zu lange getan. Es ist zu einfach, meine Worte auf Verbitterung zurückzuführen, dann braucht man sich nicht mit der inhaltlichen Auseinandersetzung zu beschäftigen. Wegen einer realistischen Einschätzung meines Werkes mache ich mir keine Gedanken, die wird es in meiner Lebenszeit nicht mehr geben. Ich weiß, dass meine Zeit vorbei ist, doch nun bin ich wieder einfaches Mitglied und kann als solches meine Meinung über meinen Verband frei äußern ohne die Selbstbeschränkung, die ich mir vorher auferlegt habe. In wenigen Tagen sind die Ereignisse schon Vergangenheit, deswegen warte ich nicht damit, mich zu äußern, bis sich niemand mehr dafür interessiert. Meine Gegner scheuen sich ja auch nicht, nach wie vor mit Unwahrheiten und tendenzieller Berichterstattung meine Leistungen und die meines Teams totzuschweigen oder zu verfälschen.
Oder glauben Sie, dass irgendjemand schreiben wird, dass dieses Präsidium, und da nehme ich keinen meiner Kollegen aus, die beste Arbeit und das beste Ergebnis vorlegt hat, das es in den letzten Jahren nach der Olympiade gegeben hat?
Mir war klar, dass ich diese Wahl verlieren werde, deshalb habe ich in den letzten Wochen nach der schweren Erkrankung von Uwe Bönsch meine gesamte Freizeit in die Organisation dieses Kongresses gesteckt, damit er nicht zum einem kein Fiasko wird. Während mein Herausforderer nichts dazu beigetragen hat, außer an meiner Demontage zu feilen.
Mir war das Wichtigste, dass endlich die Ehrenmitgliedschaft von Christian Zickelbein vollzogen wurde, die seit Jahren überfällig war. Der DSB hat gesunde Finanzen und mit dem Lasker-Jahr, für das ich ein umfangreiches Programm aufgestellt habe, beste Perspektiven. Falls es jetzt noch zum Kandidatenturnier im März in Berlin kommt, braucht auch der Bereich Öffentlichkeitsarbeit nur noch die Früchte zu ernten.
Mein Herausforderer bläht sich ständig auf mit der Forderung, Dinge gemeinsam zu tun. Verschwiegen hat er, dass er genau zu der Gruppe gehört, die jegliches gemeinsames Handeln im AKLV schon im Ansatz erstickt hat. Nun kann er die Früchte meiner Arbeit ernten und sich darin sonnen.
Es sei ihm gegönnt. Aber bitten lassen Sie mir auch das Recht, meine Wahrheit zu sagen, ohne sie mit Verbitterung weg zu erklären. Es wird es nämlich niemand anderes tun.
flachspieler flachspieler 29.05.2017 08:40
Lieber Herr Bastian,

Ihre Arbeit habe ich immer geschätzt und tue es noch.
Ihre momentare Enttäuschung, Verletztheit und Verbitterung
kann ich nachvollziehen. Mein Ratschlag (natürlich ist es
immer einfach zu raten, wenn man selbst nicht im Grillfeuer
stand und seht): Lassen Sie die ganze Sache erst einmal sacken.

Es wird nicht lange dauern, bis die deutsche Schach-Allgemeinheit
merkt, was sie an Ihnen und Ihrer Arbeit hatte.

Mit herzlichen Grüssen der Aufmunterung, Ihr
Ingo Althöfer
herbert bastian herbert bastian 29.05.2017 07:42
Ich habe fünf deutsche Meisterschaften in Saarbrücken ausgerichtet, jedes Mal mit vollem Preisfonds und vielen Großmeistern. Die Beschaffung des Preisgelds war immer Sache des Ausrichters, also auch in Lübeck. In Lübeck hat der DSB zusätzlich 3.000,- Euro (über Frank Neumann) organisiert. Aber Arkadij Naiditsch war ein Visionär und hat schon 2011 vorhergesagt: Im Deutschen Schachbund geht es nicht um hohes schachliches Niveau, sondern um gutes Essen für die Funktionäre. Das war es auch, was von der DEM in Lübeck übrig bleibt: gutes Essen. Es hat offensichtlich im Wahlkampf geholfen.

Außerdem habe ich durch Verhandlungen mit der FIDE erreicht, dass die Blitz- und Schnellschach-WM auf Kosten von AGON in Berlin organisiert wurde.
Und aktuell die Austragung des Kandidatenturniers im März 2018 in Berlin, ebenfalls auf Kosten von AGON. Das Einzige, was der Kongress dazu zu sagen hatte, war die Frage von Carsten Schmidt, der Hauptorganisator meiner Abwahl, wieso der Berliner Schachverband nicht befragt wurde, ob ihm diese Ausrichtung recht sei. Bei solchen Partner weiß ich nicht, ob ich meinen Kollegen im Presidential Board noch empfehlen, kann, den Deutschen Schachbund als verlässlichen Partner zu sehen, der am Leistungssport interessiert ist.
Das derzeitige Niveau des Deutschen Schachbundes sieht man am besten an der Zusammensetzung seines aktuellen Präsidiums: Drei Schulschachleute, die die Mehrheit haben und nichts vom Spitzenschach verstehen außer rosa Balla-Balla-Spielchen. Bei der Eröffnung der Deutschen Meisterschaft 2002 - das DSB-Präsidium tagte damals zeitgleich in Nürnberg - habe ich meinen Spielerkollegen diese Entwicklung vorhergesagt und ihnen empfohlen, sich zu engagieren, wenn es in Deutschland noch Spitzenschach geben soll.
Um 1970, als Christian Zickelbein und Ernst Robert Kadesreuther die Deutsche Schachjugend gründeten und das Schulschach im DSB etablierten, hatte der DSB ca. 50.000 Mitglieder und sportlich ein ganz anderes Gewicht. Jetzt hetzt man aufgeblähten Mitgliederzahlen im Schulschachbereich nach, obwohl jeder weiß, dass man dort weder die Schachkunst selbst weiterentwickeln noch viele bleibende Mitglieder erzeugen kann. Vielmehr gibt es große Fluktuationen und man muss ständig hohen Einsatz bringen, um den Stand zu halten. Das ist eine große Blase, die bald wieder platzen kann.
Der neue Präsident ist ein idealer Repräsentant der inhaltlichen Ideenlosigkeit. Bösartige persönliche Angriffe gegen meine Person, die Idee des Schulschachs von der bisher eifersüchtig über ihre alleinige Zuständigkeit wachenden DSJ übernommen, und die Erwähnung des Namen Jussupows haben gereicht, ihm die Zukunft des deutschen Schachs in die Hand zu legen und einen aktiven und erfolgreich agierenden Präsidenten zu eliminieren. Eine Ehrung meiner Tätigkeit fand nicht statt, und warme Worte am Grab des soeben ermordeten sind Heuchelei. Meine Freunde haben bis auf wenige Beispiele den Hasskommentaren das Feld überlassen, und so wird es auch jetzt sein. Ich habe nicht die Illusion, mit meinen Worten endlich eine inhaltliche Diskussion über die Zukunft des deutschen Schachs auszulösen. Wir wissen ja schon: Schulschach ist die Zukunft des Schachs, und wenn die Kinder vielleicht schon die Regeln kennen und bunte Blätter bemalen können, reicht das aus.
Armes Deutschland.
Billy11 Billy11 28.05.2017 02:47
Das was alles Herbert Bastian für den Schachbund geleistet hat und mit was für Herzblut, dass kann niemand hinbekommen.
Er opferte sich total in seinem Amt.
Und das mit voller Liebe zum Schach.
Sein Aktivität war das , was den Schach in Deutschland weitergebracht hat.
Na dann gutes gelingen dem neuen Präsidenten.
Er wird es nicht so weit bringen wie Herbert Bastian es getan hat.
Schelz-Brandenbu Schelz-Brandenbu 28.05.2017 01:53
Die Situation im DSB war so, dass alles besser war, als es zu lassen, wie es war. Man denke nur an die widerlichen Ränkespiele von Bastian mit Iljumschinow, wo er die eindeutige Ablehnung des mafiösen Kirgisen durch den DSB in eine Unterstützung desselben verwandelte. Krause wird keine Wunder tun, aber er ist eine Chance.
raffgier raffgier 28.05.2017 11:24
Zur DEM 2016: Der Begriff "akquirieren" ist stark übertrieben. Der Verband hatte schlichtweg Probleme einen Ausrichter zu finden. Bei einem nicht kostendeckenden Ansatz ist das auch kein Wunder. Auch dieses Turnier fällt in die Amtszeit von Herbert Bastian.
alexm76 alexm76 28.05.2017 11:09
Der Autor verschweigt nichts. Er legt lediglich den Fokus auf den neuen Präsidenten, wie man das halt in einem guten Artikel tut, um ihn bei der Leserschaft vorzustellen. Dass der alte Präsident ebenfalls einiges geleistet hat, erschließt sich eigentlich auch schon aus der Tatsache, dass er zum Präsidenten gewählt und auch zweimal wiedergewählt wurde. Eine Aufrechnung der Leistungen ist wenig zielführend.
WernerBerger WernerBerger 27.05.2017 09:04
Herr Besenthal zeigt sich beeindruckt, dass Herr Krause die Deutsche Einzelmeisterschaft im Vorjahr in Lübeck zu akquirieren und auszurichten vermochte, wenn auch ohne Preisfonds. Leider verschweigt er, wie oft Herbert Bastian bei der Ausrichtung der DEM federführend war - wenn ich mich nicht verzählt habe, dreimal, nämlich 2009, 2013 und 2015, jeweils in Saarbrücken. Und jedesmal gab es - anders als im Vorjahr in Lübeck - einen Preisfonds, der immerhin ein halbes Dutzend Großmeister zur Teilnahme bewegen konnte.
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