Universal Event Promotion, Kramnik, Topalov, Kaissa Chess Management, FIDE

18.11.2005 – In der Frage eines möglichen bzw. nicht zustande kommenden Wettkampfes zwischen Kramnik und Topalov um die wiedervereinigte Schachweltmeisterschaft wurde eine Presseerklärung der Universal Event Promotion (UEP) und eine Antwort darauf von Topalovs Management Kaissa Chess Management, Silvio Danailov veröffentlicht. Gestern folgte eine Erklärung von FIDE-Vizepräsident Georgios Makropoulos, die den Standpunkt der FIDE erläutert. Kramniks Manager Carsten Hensel hat nun den Verlauf der vorausgegangenen Verhandlungen in seiner Stellungsnahme dargestellt und weist u.a. darauf hin, dass die FIDE Vladimir Kramnik in den Prager Verträgen als Weltmeister im Klassischen Schach vertraglich bindend anerkannt habe. Im Folgenden sind die bisher schon veröffentlichten und neuen Presseerklärungen im Zusammenhang aufgeführt. Mehr...

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Schon in San Luis hat es Gespräche zwischen Silvio Danailov, Manager von Veselin Topalov und Carsten Hensel, Manager von Vladimir Kramnik, über einen WM-Kampf zwischen den beiden Spielern gegeben, mit dem schließlich doch noch die Prager Verträge aus dem Jahr 2002 über eine Wiedervereinigung der Weltmeisterschaften realisiert werden könnte.


Silvio Danailov und Carsten Hensel beim "Waldspaziergang" in San Luis, Argentinien.


Zur Vorgeschichte:

Im Jahr 1993 beschlossen der amtierende FIDE-Weltmeister Garry Kasparov und sein von der FIDE im Kandidatenzyklus ermittelter Herausforderer Nigel Short, ihren WM-Kampf außerhalb der FIDE durchzuführen. Der damalige FIDE-Präsident Campomanes reagierte umgehend und organisierte einen alternativen FIDE-WM-Kampf zwischen Karpov und Timman, den Karpov gewann. Dieser verteidigte den FIDE-Titel 1996 in einem Match gegen Kamsky in Elista. Seit 1997 organisierte die FIDE mit ihrem neuen Präsidenten Kirsan Illymshinov WM-Turniere im K.o.-Modus. Später reduzierte man auch die Gesamtbedenkzeit der Partien. Dort gewannen nacheinander Karpov, Khalifman, Anand, Ponomariov und Kasimdzhanov. Kasparov verteidigte seinen Titel 1995 erfolgreich gegen Anand, 1998 organisierte er einen Qualifikationswettkampf zwischen Kramnik und Shirov, den Shirov gewann. Der geplante WM-Kampf kam dann aber mangels Geld nicht mehr zustande. Im Jahr 2000 spielte Kasparov dann einen Wettkampf um den Titel gegen Kramnik und verlor. Um sich vom FIDE-Titel abzugrenzen, nannte Kramnik sich Weltmeister im klassischen Schach. Im Gegensatz zur FIDE wollte er seinen Titel in Zweikämpfen und Partien mit klassischer Bedenkzeit verteidigen. 2002 setzten sich einige wichtige Leute in Prag zusammen und schlossen Verträge, mit denen eine Wiedervereinigung der beiden Weltmeistertitel herbeigeführt werden sollte. Danach sollte Kramnik seinen Titel gegen einen Herausforderer verteidigen, der bei einem Qualifikationsturnier in Dortmund zu ermitteln wäre. Die FIDE würde einen WM-Kampf zwischen ihrem Weltmeister Ponomariov und Kasparov, der sich als Führender der Eloliste ins Spiel gebracht hatte, organisieren. Die beiden Sieger sollten einen Wettkampf um den absoluten, von allen anerkannten Weltmeistertitel spielen.

Im Sommer 2002 fand das Qualifikationsturnier in Dortmund statt, das Peter Leko im Finale knapp gegen Topalov gewann. Rechteinhaber der Kasparov/Kramnik-Linie war 2000 noch die von Raymond Keene gegründete Firma Braingames. Dieser verkaufte dann die WM-Rechte an den Privat-TV-Sender Einstein Group. Nachdem Einstein insolvent war, übernahm anscheinend Kramnik selbst die Rechte. Nach Klärung der Rechtsfrage wurde mit Hilfe von Dannemann in Brissago 2004 das Match zwischen Kramnik und Leko durchgeführt, bei dem Kramnik nach einem 7:7 seinen Titel behielt.

Parallel schaffte es die FIDE nicht, einen Wettkampf zwischen Ponomariov und Kasparov zu organisieren. Nachdem Ponomariov von Kasimdzhanov als FIDE-Weltmeister abgelöst wurde, kam auch ein Wettkampf zwischen Kasparov und Kasimdzhanov nicht zustande. Kasparov zog sich schließlich Anfang 2005 vom Profischach zurück. Im Oktober 2005 organisierte die FIDE ein WM-Turnier, dass Veselin Topalov gewann. Kramnik hatte seine Einladung zu diesem Turnier mit Hinweis auf den Inhalt der Prager Verträge abgelehnt, erklärte sich aber bereit gegen den Sieger zu spielen.

Soweit die reinen Fakten der Vorgeschichte.

Nachdem in San Luis offenbar Gespräche zwischen den Vertretern von Topalov und Kramnik stattgefunden hatten, wurde Topalov ein entsprechender Vertragsentwurf der neu gegründeten Dortmunder UEP vorgelegt. Topalov und sein Management ließen den Termin zur Unterzeichnung jedoch verstreichen. Danach wendete sich die UEP als erste der beteiligten Gruppen mit einer Presseerklärung und einem Kramnik-Statement an die Öffentlichkeit. Darauf reagierte Silvio Danailov, Manager von Topalov mit einer Erklärung, die Topalovs Entscheidung erläuterte.  Ihm folgte Georgios Makropolous, FIDE-Vizepräsident, der die Rolle der FIDE erklärte. Kramniks Manager Carsten Hensel hat in einer weiteren Erklärung heute den Verlauf der Verhandlungen darstellt und Kramniks Anspruch begründet.

André Schulz

Die Wortlaute der Presseerlärungen:


1. Universal Event Promotion und Vladimir Kramnik

Press Release
Source: Universal Event Promotion


Kramnik vs. Topalov: Proposal declined

The newly founded German event agency Universal Event Promotion (UEP) submitted a written offer to FIDE World Champion Veselin Topalov as well as to the Classical World Chess Champion Vladimir Kramnik.

This offer guaranteed a fee of US $500,000 (net) for each of the two players – together US $1,000,000 (net). In addition, both players were to participate in specified sponsoring revenue. The match was to be organised from 25 November to 17 December 2006 under the title “World Chess Match of the Champions“. There were to be 14 classical games.

With regard to a possible reunion of both titles the draft contract contained a clause that would have made the unification under the umbrella of the FIDE after conclusion of the contract possible.

The offer, which was accepted by Mr Kramnik, has now been rejected by Mr Topalov, via his management. Intensive negotiations, which involved the management of both players as well as the main investor of the UEP, originally brought agreement on all issues. A golden bridge was built in order to avoid any conflict with FIDE. On this basis the written UEP offer was submitted to the players, with an acceptance deadline (14 November 2005, 18.00h CEST). The Topalov side has allowed this period to expire and finally rejected the offer.

It is obviously clear that the drastic change in Mr. Topalov’s stand was caused by FIDE. This can be seen from a message in which Mr. Topalov’s manager stated that FIDE were not happy with the match organised by UEP and the terms and conditions agreed in principle between the parties. In this message the Topalov side voiced FIDE reservations about a possible defeat of Mr. Topalov and possibly resulting consequences in chess politics. As compensation Mr. Topalov’s manager requested a fee of US $1,000,000 (net) for Mr. Topalov and an additional net sum of US $300,000 for FIDE. After the announcement of these demands by the Topalov management UEP made it clear that at the present stage UEP did not consider such demands as realistic, and repeated the existing offer.

It is regrettable that such material reasons are obviously used to avoid a fair and sporting comparison in a direct duel between the two players, which therefore will not take place.

UEP regrets deeply that Mr Topalov or his management, respectively, rejected this offer which contained financial guarantees for both players for approximately US $1,400,000 (after payment of all taxes) and further possibilities for revenue from certain sponsorships. Especially considering that after the announcement and early marketing of the event there would have been an excellent opportunity for upgrading the match to an unification event and so satisfy the interests of all the parties involved.”

After the latest developments World Chess Champion Vladimir Kramnik made the following statement to UEP and authorised its publication:

“The commitment of UEP and my readiness to play against Veselin Topalov were a further attempt to take the decisive step towards a final unification of the chess world. However, it has once again become obvious that currently the opposite side does not show any serious interest in realising this aim in a concerned and professional manner.

It is generally known that I have completely fulfilled my part of the obligations for the unification agreed in Prague. It is all the more surprising that FIDE has not made any contribution towards a unification of the chess world and, furthermore, obviously has never had any interest in an implementation of the Prague Agreement. This has been made perfectly clear by the non-organization of repeatedly announced – but never realized – matches between my predecessor Gary Kasparov and the former FIDE title holders Ruslan Ponomariov and Rustam Kasimdshanov, and again now.


Classical chess world champion Vladimir Kramnik

Very soon after the contract was signed in Prague I entertained serious doubts that FIDE was supportive of unification because the agreement was not fulfilled, which now must be obvious to anyone. These considerations may serve as an explanation for my interviews and public stand on these procedures in the past.

I am disappointed that FIDE remains inactive, and in addition Veselin Topalov is turning down a serious proposal which could easily have led to a solution. Therefore the unification of the chess world will be postponed for an uncertain period of time.

In the current situation my main objective will be to continue working on staging Classical World Chess Championship events in order to defend my title, in accordance with the 120 year history and tradition of Classical World Championship Matches. In my opinion respect for chess history and pursuance of its inherent values are essential. I am absolutely convinced that chess enjoys the still existing deep respect within our society only because of its own history. This is linked especially to the personalities of the World Chess Champions who emerged from the great duels for the title of World Champion.”

UEP Press release dated 14 November 2005

Universal Event Promotion GmbH
CEO Stefan Koth
Eicktelgenweg 18
D-44309 Dortmund/Germany


Silvio Danilov, Kaissa Chess Management:

Press Release
Source: Kaissa Chess Management

Kaissa Chess
Management

The World Chess Champion Veselin Topalov
will defend his title under the auspices of FIDE only

We regard Mr. Kramnik as a challenger, and nothing more.

In regard to the UEP press release, we would like shed clarity on several points:

We shall not accept the offer for a match against Mr. Kramnik due to several reasons:

1. We do not recognise Mr. Kramnik as a champion. The World Champion’s title belongs by law to FIDE and, after his refusal to participate in the official World Championship in San Luis, Mr. Kramnik automatically lost his right to be designated the World Champion. However, by the looks of it, he has decided to seize the title for the rest of his life. Let us remember that he’s only 7th in the World Ranking list, scoring quite mediocre results recently. At the same time, in addition to being the official World Champion, Veselin Topalov is Number 1 in the World Ranking List of 1 January 2006.

2. We proposed to UEP the match to be an official one under the auspices of FIDE. According to the new rules of FIDE, due to be published very soon, each grandmaster with Elo of over 2700 can officially invite the World Champion to a match for the title if he provides an appropriate prize fund and pays a 20% charge to FIDE as designated by law. Of course, our proposal to the organizer UEP was rejected.

3. We have never made any preliminary arrangements with UEP. Agreement exists only when there are signed papers; everything else is just words.

In conclusion, we would like to stress once again that the World Champion Veselin Topalov is ready to play the challenger Mr. Kramnik, as well as any other grandmaster with a rating of over 2700 in an official match for the title under the auspices of FIDE.

Silvio Danailov,
Manager of the World Champion Vesellin Topalov

 

 

 


Georgios Makropoulos, FIDE-Vizepräsident:
 

Dear ChessBase,

I read with surprise the announcement of Universal Events Promotion, together with the statement of GM Vladimir Kramnik, which were trying to hold FIDE culpable for the collapse of the negotiations for a match Topalov-Kramnik.

I would therefore like to clarify the following:

  1. FIDE hasn't received yet any official proposal concerning such a match.
  2. When we were informed by Mr Danailov, the manager of World Champion V. Topalov, that negotiations were starting I immediately expressed the view that such a match should be for the World Championship Title and it should be organized under FIDE's auspices and in accordance with regulations which everyone should agree.
  3. To this direction I suggested a meeting with all parties concerned.
  4. To the question of Mr Danailov about FIDE's financial demands, I referred to the relative FIDE regulations which state that FIDE receives a 20% share of or above the prize fund.

Two days ago I was informed by Mr Danailov that the Kramnik side rejected the idea of holding the match within FIDE's authority and the proposal for a meeting of all sides was rejected as well.

After all these developments, it's strange how FIDE can be accused for the collapse of negotiations between UEP, Topalov and Kramnik.

Before today I believed that Kramnik was willing to play a match for the World Championship under FIDE's auspices. Unfortunately, recent developments show that he might not want to return to the official World Chess Championship cycle and is, at the same time, trying to hold FIDE responsible for his decision.

Best regards
Georgios Makropoulos
FIDE Deputy President


Deputy FIDE President Georgios Makropoulos


Carsten Hensel, Manager von Vladimir Kramnik:


Vladimir Kramnik und Carsten Hensel

In reply to the statement of Deputy President of FIDE, Georgios Makropoulos, I respond as follows:

In his statement Mr Makropoulus claims that the World Chess Champion Vladimir Kramnik was not prepared to play a world championship match under the auspices of FIDE. That is false. The Kramnik side has never rejected a world championship match against Mr Topalov under FIDE auspices.

It is correct that Universal Event Promotion GmbH (UEP) made an offer to the players. UEP strove to reach complete agreement both with Mr Topalov and with Mr Kramnik regarding the general financial and organisational conditions of the match. This procedure was accepted by both players. The necessary agreement was reached – at least at the level of the managers of the two sides.

During these negotiations UEP expressed its interest in making the “World Chess Match of the Champions”, which both sides had agreed on, a reunification match, with the participation of FIDE. Vladimir Kramnik agreed to this plan.

At a later time the Topalov side made extended demands and ruled out any match being held without the participation of FIDE, even for the case that no agreement with FIDE would be reached. This news was surprising, since previously agreement had been reached to stage the match under any circumstances. In any event UEP was not willing to fulfil the new financial demands. Incidentally the FIDE fee, quoted in the UEP press release, was brought into the discussion by Mr Danailov, and did not come directly from FIDE.

It is further incorrect that FIDE “suggested a meeting with all parties concerned.” I did not receive an invitation, either directly from FIDE or from the Topalov management.

It is remarkable that Mr Danailov, in his statement of 16.11.2005, declares that he does not recognise any champion other than Mr Topalov. It is possible that the use of the title “GM Kramnik” in the statement of Mr Makropolous indicates a similar view on the part of FIDE. We would like to point out that in Prague FIDE recognised Vladimir Kramnik as the Classical Chess World Champion [LINK]. This remains the current situation – also from a legal point of view. The same applies to Mr Toplaov, who participated in the Dortmound Candidates Toournament in 2002 and signed a contract to play a match against Classical Chess World Champion Kramnik in case of a victory in this tournament. Even in May 2005 Topalov’s manager signed up Vladimir Kramnik as the Classical Chess World Champion to play in the Mtel Masters in Sofia. Immediately after Topalov’s victory in San Luis Mr Danailov, when discussing the prospect of a match, referred to Vladimir Kramnik as the Classical Chess World Champion in an interview (quote: “He is, in spite of everything, the successor of the Classical Chess World Title. Kramnik defeated Kasparov and defended his title in the match against Leko”). Until a few days ago the status of Vladimir Kramnik was never cast into doubt by Mr Danailov, not even in the negotiations with UEP. It is quite unclear to me what reasons have led to this sudden change of opinion.

In the name of Vladimir Kramnik I would like to thank chess fans for the countless emails, Telephone calls and messages we received from all over the world.

Carsten Hensel

(Manager of Vladimir Kramnik, Classical World Chess Champion)        

 

Original

Zum abgegebenen Statements des Deputy Presidenten der FIDE, Georgios Makropoulos, nehme ich wie folgt Stellung:

Herr Makropoulus behauptet in seinem Statement, dass Schach-Weltmeister Vladimir Kramnik nicht bereit gewesen sei, einen Weltmeisterschaftskampf unter der Schirmherrschaft (auspices) der FIDE zu spielen. Das ist falsch. Die Kramnik-Seite hat niemals einen Weltmeisterschaftskampf unter FIDE-Schirmherrschaft (auspices) abgelehnt.

Richtig ist, dass die UEP den Spielern ein Angebot unterbreitet hatte. UEP wollte eine komplette Einigung sowohl mit Herrn Topalov als auch mit Herrn Kramnik hinsichtlich der Rahmenbedingungen in finanzieller und organisatorischer Hinsicht erreichen. Dieses Verfahren wurde von Spielerseite akzeptiert. Die erwünschte Einigkeit hat – zumindest auf der Ebene der beiden Manager und der UEP – bestanden.

UEP hatte im Rahmen dieser Verhandlungen Interesse daran bekundet, das vereinbarte „World Chess Match of the Champions“ als Vereinigungskampf unter Beteiligung der FIDE zu organisieren. Vladimir Kramnik wäre einverstanden gewesen.     

Zu einem späteren Zeitpunkt hat die Topalov-Seite erhöhte Forderungen gestellt und ein Match ohne die FIDE ausgeschlossen, auch für den Fall, dass keine Einigung mit der FIDE zu erzielen sei. Diese Nachricht kam überraschend, da vorher Einigkeit bestand, dieses Match auf jeden Fall zu realisieren. UEP war nicht bereit die finanziellen Forderungen zu erfüllen. Der im UEP-Pressedienst benannte FIDE-Betrag wurde übrigens von Herrn Danailov benannt, nicht von der FIDE direkt.

Falsch ist weiterhin, dass die FIDE zu einem Treffen eingeladen hat. Eine Einladung habe ich weder von der FIDE direkt noch über das Topalov-Management erhalten.

Es ist bemerkenswert, dass Herr Danailov in seinem Statement vom 16.11.2005 erklärt, dass er keinen anderen Champion neben Herrn Topalov akzeptieren würde. Möglicherweise deutet die Bezeichnung „GM Kramnik“ im Statement von Herrn Makropolous auf eine ähnliche Sichtweise der FIDE hin. Dazu ist zu sagen, dass die FIDE Vladimir Kramnik als klassischen Schach-Weltmeister in Prag anerkannt hat. Dies ist – auch im rechtlichen Sinne – aktueller Stand. Gleiches hat Herr Topalov mit seiner Teilnahme am Dortmunder Kandidatenturnier 2002 und der Unterzeichnung einer Vereinbarung getan, im Falle des Sieges gegen den klassischen Schach-Weltmeister Kramnik anzutreten. Noch im Mai des Jahres 2005 hat der Topalov-Manager einen gültigen Vertrag mit Kramnik als klassischen Schach-Weltmeister zur Teilnahme am Mtel Masters in Sofia erfüllt. Unmittelbar nach Topalov’s Sieg in San Luis wurde Vladimir Kramnik von Herr Danailov als klassischer Titelträger im Rahmen eines Interview im Hinblick auf einen möglichen Zweikampf bezeichnet. Bis vor wenigen Tagen ist der Status Vladimir Kramnik’s von Herrn Danailov niemals angezweifelt worden, auch nicht im Rahmen der Verhandlungen mit UEP. Mir ist absolut unerklärlich, welche Gründe zu dieser Umkehr geführt haben.         

Für die unzähligen Emails, Telefonanrufe und Nachrichten aus aller Welt, die in den vergangenen Tagen an uns gerichtet wurden, möchte ich mich an dieser Stelle bei allen Schachfans im Namen von Vladimir Kramnik herzlich bedanken.

Carsten Hensel

(Manager von Vladimir Kramnik, Classical World Chess Champion)        

 

 

 

 

 



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