Weltklasse trifft Wirtschaft und Wissenschaft

von ChessBase
06.11.2026 – Nach der erfolgreichen ersten Auflage des Schachevents „Weltklasse trifft mitteldeutsche Wirtschaft und Nachwuchs“ in Halle im vergangenen Jahr fand die Veranstaltung zum Netzwerken und Schachspielen am 30. Oktober zum zweiten Mal statt. Die IHK Leipzig und Halle-Dessau sowie die SG Leipzig und die Landesschachverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unterstützten die Veranstaltung. | Fotos: Hermann Sonntag, Gerhard Köhler | Titelfoto (v.l.n.r.): Artur Jussupow, Rainer Knaak, Dr. Gerhard Köhler, Gert Kleint

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Schulschachstiftung trifft Mitteldeutsche Wirtschaft und Wissenschaft

„Es ist hoch anzuerkennen, dass mit den weltbekannten Großmeistern Artur Jussupow und Rainer Knaak Protagonisten bereitstehen, unser Ziel mit umsetzen zu helfen“, so Dr. Gerhard Köhler. Mit seiner Schachstiftung GK gGmbH ist er Initiator der zweiten Auflage der gemeinsamen Veranstaltung von Schach und Wirtschaft.

Köhlers Stiftung unterstützt die frühkindliche Bildung in Deutschland durch Schachspielen in Kindergärten und Grundschulen. Hauptanliegen der Stiftung ist es, das Schachspielen in Kindergärten und Grundschulen in Deutschland flächendeckend zu etablieren mit dem Ziel, Kindern Logik, Konzentration und strategisches Denken zu vermitteln – Kernkompetenzen, die in der Wirtschaft gern gesehen sind. Womit auch schon die gemeinsame Motivation gefunden ist ...

     

Artur Jussupow überreicht Prof. Dr. Thomas Brockmeier von der IHK Halle-Dessau und Beiratsmitglied der Schachstiftung GK sein neues Buch „Legenden des Schachs“. Der Vortrag von Prof. Brockmeier „Schach und Unternehmertum – Treffen von Entscheidungen unter Unsicherheit“ ist hier nachlesbar. | Foto: Gerhard Köhler

Rebekka Schuster, Vorstandsmitglied der Emanuel Lasker Gesellschaft und eines Berliner Energieunternehmens, warb für Frauenschach, da der Frauenanteil im Deutschen Schachbund lediglich 10 Prozent beträgt. Hier besteht ein erheblicher Aufholbedarf zu anderen Sportarten, die im Schnitt bei etwa 39 Prozent liegen. Zudem warb Schuster für die Nutzung schachlicher Erkenntnisse und Kompetenzen durch die Wirtschaft. Sie nannte den Mut zum Risiko, die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, oder Schlussfolgerungen für die Entwicklung eines erfolgreichen Plans zu ziehen.

 V.l.n.r.: Jussupow, Brockmeier, Schuster und FM Christoph Natsidis von der SG Leipzig, die die Veranstaltung organisatorisch unterstützt hat. | Foto: Hermann Sonntag

Schachturnier mit Jussupow und Knaak

Im Anschluss an das Vortragsprogramm fand ein besonderes Schachturnier statt: 33 Teilnehmer von 8 bis 78 Jahre spielten ein Rapidturnier mit einer Bedenkzeit von 10 Minuten zzgl. 2 Sekunden Bonus je Spieler. Das Besondere daran: An dem Turnier nahmen auch die beiden Altmeister Artur Jussupow und Rainer Knaak teil. Es bestand also die Möglichkeit, gegen einen ehemaligen Weltklassespieler gelost zu werden.

Und das man dabei keineswegs chancenlos ist, stellte ein Jugendlicher unter Beweis: Dem 15-jährigen Arthur Herrmann von der SG Leipzig gelang das Wunder: Er rang Artur Jussupow ein Remis ab.

Zum Schluss wurden die drei Spieler geehrt, die die Plätze hinter den beiden Großmeistern belegten. Arthur Herrmann (SG Leipzig), Aaron Gröbel (SF Hettstedt) und Kevin Dannhäuser (Zwickauer SC) erhielten wertvolle Schachbücher aus der Feder der Großmeister.

Ebenso wurden die drei besten Nachwuchsspieler U10 und U16 mit Büchern aus Artur Jussupows Buchreihe „Tigersprung“ ausgezeichnet. Besonders für die Jüngsten war die Teilnahme am Turnier ein unvergessliches Erlebnis. Sie konnten sich noch eine persönliche Buchwidmung der Großmeister oder ein gemeinsames individuelles Erinnerungsfoto abholen.

Die Besten der Altersklasse U10: Clara Baumgärtel, Felix Richter, Eduard Alberto Maak. | Foto: Hermann Sonntag

U16: Noah Bruder, Eddy Finn Weber, Yuri Ivashchenko. | Foto: Hermann Sonntag

Bücherpreise der Weltklassespieler Artur Jussupow und Rainer Knaak und die von Konrad Reiss verfasste Biografie über Dr. Robert Hübner sowie der Kinderschachkalender 2027 „Schach und Politik“. Konrad Reiß vom Schachmuseum Löberitz hat zur Würdigung der schachlichen Leistungen von Dr. Robert Hübner (†2025) jüngst eine Biografie verfasst. Er nahm das Schachevent zum Anlass, Artur Jussupow ein Exemplar zukommen zu lassen. | Foto: Hermann Sonntag

Die Schachgemeinschaft Leipzig stellte für die Veranstaltung mit dem Denksportzentrum das eigene Vereinsheim zur Verfügung. Die SG Leipzig hatte im Jahr 2023 mit breiter Unterstützung durch Spenden und Fördergelder ein eigenes Vereinsheim errichtet. Der Verein konnte seit Fertigstellung des Baus seine Mitgliederzahl auf knapp 200 steigern, davon über 60 aktive Spieler im Nachwuchsbereich. Das anspruchsvolle Projekt wurde mit viel Eigeninitiative und Engagement der eigenen Vereinsmitglieder umgesetzt. Mit der Außenwirkung des Schachevents „Weltklasse trifft mitteldeutsche Wirtschaft und Nachwuchs“ soll die exzellente Nachwuchs- und Talentförderung der SG Leipzig weiter unterstützt werden. 

Quelle: Gert Kleint, Turnierleiter und Schiedsrichter

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