Wer hat's erfunden?

16.04.2021 – Die Schweizer waren es diesmal nicht. Im ChessBase Magazin stellte Robert Ris kürzlich ein "neues" Gambit gegen den Klassischen Sizilianer vor. "Moment mal", meldete sich Stefan Kindermann. "Das habe ich doch schon 1978 erfunden."

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Das ChessBase Magazin enthält in jeder neuen Ausgabe neben vielen anderen Trainingsthemen auch eine Reihe von Eröffnungsbeiträgen. 

ChessBase Magazin 199

Spezial: Themenschwerpunkt AVRO 1938. "All in One": Anish Giri und Igor Stohl sezieren zwei topaktuelle Eröffnungsabspiele. Analysen von Duda, Firouzja, Nielsen u.a. Videos von Erwin l'Ami, Daniel King und Mihail Marin. 11 Eröffnungsartikel u.v.m.

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ChessBase Magazin 200

Jubiläumsausgabe mit diversen Extras! "Meine Lieblingspartie des jungen Carlsen": 22 Autoren kommentieren. Perlen aus Wijk: Jorden van Foreest und Anish Giri analysieren. Plus 11 Eröffnungsartikel, 3 Eröffnungsvideos, "Carlens Strategie" und vieles mehr!

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Unter den Repertoirevorschlägen befinden sich viele solide Varianten, aber auch manche interessante Gambitidee. 

Robert Ris stellte beispielsweise kürzlich in einem seiner Beiträge das Gambit 1. e4 c5 2. Nf3 Nc6 3. d4 cxd4 4. Nxd4 Nf6 5. Nc3 d6 6. Nd5!? vor. 

 

Das ist erlaubt?

Immerhin haben einige starke Spieler, darunter Jorden van Foreest und Alexey Shirov, sich jüngst bei verschiedenen Online-Turnieren dieser Idee bedient und damit einige Erfolge erzielt. 

Die ChessBase Magazin Redaktion hatte nun die Idee, dass die Autoren von Eröffnungsbeiträgen ihre Thesen und Vorschläge mit der Teilnahme an einem Thematurnier gegen ChessBase Magazin Abonnenten einem "Elchtest" unterziehen. "Play the Author" lautet das Motto.

Robert Ris war der erste der sich stellte. Sein Ergebnis von sieben aus sieben zeigte, dass der niederländische IM und Schachtrainer sich bestens auskennt - mit beiden Farben.

Bericht vom Thematurnier...

"Moment mal", meldete sich nun GM Stefan Kindermann, als er den Bericht vom Turnier auf der ChessBase-Seite las. "Das ist ja mein Gambit!" Tatsächlich! Im Jahr 1978 hatte Stefan Kindermann die Idee zu diesem Gambit und brachte es in einer Partie gegen Richard Schreiner als Weltneuheit aufs Brett.

 

Stefan Kindermann zeigte die Gambitidee und Schlüsselvarianten auch seiner Freundin Barbara Hund, die es dann bei der Schacholympiade 1978 in Buenos Aires und im nächsten Jahr beim Interzonenturnier der Frauen in Rio de Janeiro mit Erfolg (1,5 aus 2) ausprobierte.

 

 

 

Danach geriet das Kindermann-Gambit allmählich in Vergessenheit und wurde nun von einer Generation von Spielern, deren 1978 noch gar nicht geboren waren, wiederentdeckt. 


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