"What a game!" - Anish Giris Analyse der 6. Partie

von ChessBase
04.12.2021 – 136 Züge haben Magnus Carlsen und Ian Nepomniachtchi am Freitag gespielt, dann stand es fest: Die 6. Partie des Wettkampfes um die Weltmeisterschaft hat nicht etwa das sechste Remis erbracht, sondern den ersten Sieg für Carlsen! Großmeister Anish Giri, aktuelle Nummer sieben der Weltrangliste, erklärt in seiner Expertenanalyse, wie es dazu kommen konnte. | Foto: Alina L'Ami

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Anish Giri analysiert die 6. Wettkampfpartie Carlsen - Nepomniachtchi

 

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Karsten Müller Karsten Müller 04.12.2021 01:36
Sehr instruktive Variante von Krennwurzn! Das hätte ich am Brett mit Schwarz gegen Magnus natürlich auch verloren. Im höheren Sinne ist dann in der Tat schon 118...Da5?! der Fehler, wie von Anish Giri ja auch angegeben...
Krennwurzn Krennwurzn 04.12.2021 11:59
Ich vermute, Nepo wollte Carlsen zeigen, dass er vor solchen Stellungen keine Angst hat und er auch technisch sehr gut spielen kann. Nun der Praxischeck hat nicht funktioniert ;-) Jetzt bleibt Nepo nur mehr Attacke ...

@Sturmaske Es geht nicht darum, ob Karsten Müller Chancen hätte, sondern ob es Literatur bzw. Handlungsanweisungen für dieses Endspiel gibt - das war meine Frage. Weil die Tablebase Information REMIS ist für uns Menschen oft einfach zu wenig - wir brauchen zusätzlich Erklärungen ...
herbert bastian herbert bastian 04.12.2021 11:17
Ohne Zweifel eine beindruckende Partie mit einer technischen Meisterleistung von Carlsen. Ermöglicht wurde sie erst durch den groben Fehler 25...Tac8?, der zwar die Remisbreite im Sinne des Computerschachs nicht überschreitet, aber unter Berücksichtigung des menschlichen Faktors zu tadeln ist. Nepomniachti aktiviert damit eine von Carlsen's ureigensten Stärken: das geduldige Lavieren in Endspielen mit mehreren Asymmetrien, ohne eigenes Verlustrisiko. In diesem Fall hat Carlsen mit drei gegen zwei Figuren das größere Angriffspotential, mit dem Springer die in diesem Stellungstyp etwas bessere Leichtfigur, die bessere Bauernstruktur und letztlich auch den aktiveren König. Der Vormarsch des schwarzen e Bauern hat die Lage nicht verbessert und hätte vermieden werden müssen, wenn möglich. Wenn Nepomniachti Weltmeister werden will, muss er eine neue Dimension in das Spiel einbringen, und er darf die Auseinandersetzung nicht in Stellungstypen führen, wo Carlsen ihm überlegen ist. Bisher habe ich in diese Richtung noch nichts gesehen.
Sturmaske Sturmaske 04.12.2021 10:44
Auch jeder Superendspielprofi würde dieses Endspiel in einer praktischen Partie bei begrenzter Bedenkzeit verlieren. Weiß wurstelt nämlich so lange bis Schwarz ungenau zieht. Ein Karsten Müller hätte da mit Sicherheit erst recht keine Chance.
Krennwurzn Krennwurzn 04.12.2021 10:44
Hier der Link zum Nachspielen der Analyse

https://share.chessbase.com/SharedGames/share/?p=kkwC2ytPcKulVraFafovps8ktQLUweGPJC4gS5b3lj7uPbOlwkXVbQU22d6yHB8r
Krennwurzn Krennwurzn 04.12.2021 10:00


130... Qc2 131. Rf6 Qd1 {einziger Remiszug} 132. Kh4 Qe1 {wieder
einziger - die Springerfesselung ist ein Motiv um Weiß bei Fortschritten zu
behindern} 133. Rg6 Qf2 134. Rg4 Qh2+ 135. Kg5 Qh7 {mit Dh8 wieder die einzige
Verteidigungsmöglichkeit} 136. Nh5 (136. Nf5 Qg8+ {und es droht schon eine
Stellungswiederholung}) 136... Kf7 {wieder der einzige Remiszug} 137. f5 Qg8+ {
logisch der einzige Remiszug} 138. Kf4 Qb8 {der einzige Remiszug - Schwarz
muss immer wieder Fesselmotive ausnutzen} 139. Rg7+ Kf8 {da muss man einziger
Zug kaum dazuschreiben} 140. f6 Qb5 141. Re7 Qf1+ 142. Kg5 Qg1+ 143. Kh6 Qc1+
144. Kh7 Qg5 145. Ng7 Qh5+ $3 {ja es gibt Pattmotive} 146. Nxh5 PATT

In der Realität und am Brett noch viel komplizierter als in dieser Krennwurzn-Analyse.
Das ist ganz klar ein Fall für die Superendspielprofis a la Karsten Müller & Co!!
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