Tata Steel, Runde 10: Caruana, Carlsen und Xiong punkten

von Johannes Fischer
22.01.2020 – Magnus Carlsen und Fabiano Caruana, die Nummer 1 und die Nummer 2 der Welt, haben sich in Runde 10 des Tata Steel Turniers an die Spitze gesetzt. Wobei Caruana mit 7 aus 10 einen halben Punkt vor Carlsen liegt. In Runde 10 behandelte Caruana eine komplizierte Stellung besser als Alireza Firouzja und Carlsen überrannte Vladislav Kovalev aus der Eröffnung heraus. Der dritte Sieg des Tages gelang Jeffery Xiong gegen Vladislav Artemiev. Im Challengers ist jetzt David Anton Guijarro nach einem Sieg gegen Pavel Eljanov alleiniger Spitzenreiter, Vincent Keymer liegt nach einem Remis gegen Erwin l'Ami weiter bei 50 Prozent. | Fotos: Alina l'Ami für Tata Steel Chess

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Tata Steel, Runde 10: Carlsen gewinnt weiter, Caruana führt

F. Caruana 1-0 A. Firouzja

In Runde 9 hatte Alireza Firouzja eine bittere Niederlage gegen Magnus Carlsen einstecken müssen - Firouzja hatte Weiß, aber wurde von Carlsen positionell überspielt. Trotzdem suchte Firouzja auch gegen Caruana den Kampf: in einer zweischneidigen Variante des Königsinders brachte er noch in der Eröffnung ein interessantes Figurenopfer, das ihm vier Bauern für die Figur einbrachte und zu einer komplizierten Stellung mit beidseitigen Chancen führte. Doch die behandelte Caruana einfach besser und kam so zu einem wichtigen Sieg.

 

Die Spitzenpaarungen der 10. Runde | Foto: Alina l'Ami

Mit diesem Sieg verteidigte Caruana die alleinige Tabellenführung und liegt nach 10 von 13 Runden weiter einen halben Punkt vor Magnus Carlsen, der Vladislav Kovalev aus der Eröffnung heraus überrannte und seine dritte Partie in Folge gewann.

M. Carlsen 1-0 V. Kovalev

 

Magnus Carlsen setzte seine Gewinnserie fort | Foto: Alina l'Ami

J. Xiong 1-0 V. Artemiev

Für den dritten Sieg des Tages sorgte Jeffery Xiong, der gegen Vladislav Artemiev gewann. Nach frühem Damentausch geriet Artemiev nach einer Ungenauigkeit in Schwierigkeiten und konnte die Partie nicht mehr halten.

 

D. Dubov ½-½ A. Giri

Anish Giri gilt als ein Spieler, der stets gut vorbereitet ist und seine Eröffnungen sehr genau und gründlich kennt. Umso überraschender, dass ihm gegen Daniil Dubov bereits im sechsten Zug eine Ungenauigkeit unterlief, mit der er sich selbst Probleme bereitete. Doch Dubov konnte seinen Vorteil nicht nutzen und so endete die Partie nach 22 Zügen mit Remis.

 

Anish Giri | Foto: Alina l'Ami

V. Anand ½-½ N. Vitiugov

Ein recht schnelles Remis gab es auch in der Partie zwischen Vishy Anand und Nikita Vitiugov. Allerdings hatte Anand Glück, dass Vitiugov ihn nicht stärker auf die Probe stellte.

 

Nikita Vitiugov | Foto: Alina l'Ami

J. van Foreest ½-½ J. Duda

Ein lebhaftes Remis gab es in der Partie zwischen Jorden van Foreest und Jan-Krzysztof Duda. Van Foreest hielt dem c3-Sizilianer die Treue und probierte es im Mittelspiel in ungefähr ausgeglichener Stellung mit einem Bauernopfer, um Chancen zu bekommen. Doch als die weiße Kompensation geringer zu werden drohte, rettete sich van Foreest mit einem Damenopfer, das zum Dauerschach führte, ins Remis.

 

Yu Yangyi ½-½ W. So

Ein Remis gab es auch in der Partie zwischen Yu Yangyi und Wesley So. Die besseren Chancen auf mehr hatte allerdings Yu Yangyi. Er gewann bald nach Ende der Eröffnung einen Bauern, aber konnte diesen Materialvorteil gegen Sos hartnäckige Verteidigung nicht verwerten.

 

Ergebnisse

 

Partien

 

Stand

 

Challengers

Im Challengers übernahm David Anton Guijarro mit einem Sieg gegen Pavel Eljanov die alleinige Tabellenführung. Vincent Keymer kam mit Schwarz gegen Erwin l'Ami ohne größere Probleme zu einem Remis.

Ergebnisse

 

Partien

 

Stand

 

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Johannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".

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