Per Zoom können Interessierte an den ab 8. Oktober wöchentlich stattfindenden, digitalen Fortbildungsangeboten teilnehmen. Der Deutsche Schachbund (DSB) gab auf seiner Internetseite das diesjährige Programm von WissenSchach Kompakt bekannt:
Termine
- Donnerstag, 08.10.2026, 19.45 Uhr:
Effektives Schachtraining und verschiedene Trainingsformen (GM Artur Jussupov)
- Mittwoch, 04.11.2026, 19.00 Uhr:
Wieso spielen so wenige Frauen Schach? (Sara Marinovic)
- Donnerstag, 10.12.2026, 19.00 Uhr:
Frauenschach in Deutschland (Nadja Jussupov)
- Montag, 11.01.2027, 19.00 Uhr:
Inklusiv im Schachverein, es geht mehr als ihr glaubt! (Gert Schulz)
- Mittwoch, 17.02.2027, 19.00 Uhr:
Was Schachspieler von Ausdauerathleten lernen können (Marco Prillwitz)
- Mittwoch, 10.03.2027, 19.00 Uhr:
Mentale Stärke im Schach (WGM Melanie Lubbe)
Details zu den Terminen
Donnerstag, 08.10.2026, 19.45 Uhr:
Effektives Schachtraining und verschiedene Trainingsformen
mit GM Artur Jussupov | Schachgroßmeister, -trainer und -buchautor, ehemaliger Dritter der FIDE-Weltrangliste (Foto: Cathy Rogers)
Effektives Schachtraining sollte abwechslungsreich und zielgerichtet gestaltet werden. Neben dem individuellen Training – etwa durch Partieanalyse, Lösen und Ausspielen von Stellungen und Studien, Intuitionstraining, Trainingspartien sowie Arbeit am Eröffnungsrepertoire – spielt auch das Training in der Gruppe eine wichtige Rolle. Gruppentraining bietet zusätzliche Möglichkeiten wie Lektionen und Tests, Simultan- und Studienspiele, gemeinsames Lösen von Stellungen sowie Trainingspartien mit anschließender Analyse. Die Kombination verschiedener Trainingsformen ermöglicht es, unterschiedliche schachliche Fähigkeiten gezielt und effektiv zu entwickeln.
DIE SCHACH-HORIZONT-ERWEITERUNG
In ChessBase gibt es immer wieder Ansätze, die typischen Pläne einer Eröffnungsvariante zu zeigen. Zwar ist Schach im Zeitalter der Engines viel konkreter als früher gedacht. Doch gerade Amateure lieben Eröffnungen mit klaren Plänen, siehe Londoner System. In ChessBase ’26 beschäftigen sich gleich drei Funktionen mit der Darstellung von Plänen. Im neuen Eröffnungsreport wird für jede wichtige Variante untersucht, welche Figurenzüge oder Bauernvorstöße darin wichtig sind. In der Referenzsuche sieht man jetzt auf dem Brett, wo die Figuren üblicherweise hingehen. Und startet man die neue Monte-Carlo-Analyse, zeigt auch hier das Brett die häufigsten Figurenpfade.
Mittwoch, 04.11.2026, 19.00 Uhr:
Wieso spielen so wenige Frauen Schach?
mit Sara Marinovic | Vorsitzende der Kommission für Frauenschach im Österreichischen Schachbund (Foto: chess.at)
Habt ihr euch schon einmal gefragt, wieso es dazu kommt, dass es so wenige Mädchen und Frauen im Schach gibt? Ja, sicherlich. Falls eure Meinung aber auf Bauchgefühl oder Hörensagen basiert, dann bin ich da, um euch ein kompaktes wissenschaftliches Fundament dazu zu geben. In meiner Arbeit „Frauen und Mädchen im Schachsport – eine Genderanalyse“ habe ich darüber hinaus eine Umfrage mit über 400 Teilnehmenden ausgeführt – rund 100 davon aus Deutschland! – und werde mit euch meine Erkenntnisse daraus betrachten. Spoiler: Manche davon sind ziemlich überraschend. Ich freue mich auf einen angenehmen Abend eine offene Diskussion mit jedem und jede Interessierte von euch!
In diesem Videokurs untersuchen Experten die Partien von Judit Polgar. Lassen Sie sich von ihnen zeigen, welche Eröffnungen Polgar wählte, wo ihre Stärken im Mittelspiel lagen oder wie sie ihre Gegner im Endspiel überspielte.
Donnerstag, 10.12.2026, 19.00 Uhr:
Frauenschach in Deutschland
mit Nadja Jussupov | FIDE-Meisterin, Referentin für Frauenschach im DSB (Foto: privat)
Projekte und Entwicklungen im Bereich Frauenschach im Deutschen Schachbund. Gewinnung neuer weiblicher Mitglieder sowie Aufbau des Frauenspielbetriebs für Vereine und Bezirke. Anschließend eine Diskussion und ein Erfahrungsaustausch.
Montag, 11.01.2027, 19.00 Uhr:
Inklusiv im Schachverein, es geht mehr als ihr glaubt!
mit Gert Schulz | Referent für Inklusion im DSB (Foto: privat)
Das große Interesse an den Deutschen Meisterschaften der Schachspieler mit Behinderung und der Zulauf zum neu gegründeten Förderkreis Inklusion zeigen, dass es hier ein reichhaltiges Betätigungsfeld gibt. Das Wort „Inklusion“ ist in aller Munde – aber was bedeutet Inklusion konkret? Wo liegen unsere Grenzen? Und was ist vielleicht einfacher, als wir glauben? Inklusion bedeutet Vielfalt. Lasst uns bei allen Herausforderungen nach Lösungen suchen, die manchmal ganz einfach sein können.
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- Erweiterte Notation: Fügen Sie Kommentare, Symbole, Varianten, Pfeile und Markierungen zu Ihren Partien hinzu
- Erweiterte Freigabeoptionen: Teilen Sie Partien und Stellungen per Link, Bild, GIF, FEN oder QR-Code
- PGN-Kompatibilität: Hoch- und Herunterladen von Spielen oder Datenbanken als PGN-Dateien
Mittwoch, 17.02.2027, 19.00 Uhr:
Was Schachspieler von Ausdauerathleten lernen können
mit Marco Prillwitz | Schachspieler und -funktionär, Ingenieur für Informationstechnik (Foto: privat)
Dieser Workshop beschäftigt sich grundsätzlich mit der Frage, was Schach und Sport eigentlich gemeinsam haben. Ausgehend von dem Standpunkt, dass eine Ermüdung unseres Körpers gleichzeitig zu einem Einbruch unserer Konzentrationsfähigkeit führt, möchte dieser Vortrag in erster Linie die Vorgänge in unserem Körper erklären, die Ausdauerathleten bei enormen Anstrengungen erleben. Woher bezieht eigentlich unser Körper Energie? Was passiert mit unserem Körper nach mehreren Stunden Ausdauersport? Wie halte ich meinen Körper langfristig leistungsfähig? Dass dabei natürlich das Thema Ernährung nicht zu kurz kommen darf, wird in diesem Workshop auch aufgezeigt. Darüber hinaus gibt der Vortrag auch Einblicke in eine Ernährungsstrategie und wichtige Tipps, wie man die Ermüdungswiderstandsfähigkeit des eigenen Körpers nachhaltig beeinflussen kann. Frei nach dem Credo: „Der Mensch ist, was er isst“.
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Mittwoch, 10.03.2027, 19.00 Uhr:
Mentale Stärke im Schach
mit WGM Melanie Lubbe | Schachgroßmeisterin, mehrfache Deutsche Meisterin und Nationalspielerin, Psychologin (Foto: Arne Jachmann)
Erfolg im Schach hängt nicht allein von Eröffnungswissen und guter Variantenberechnung ab. Auch mentale Stärke spielt eine wichtige Rolle - und zwar auf jedem Leistungsniveau. Denn Zeitdruck, Konzentrationsschwierigkeiten und die Angst, Fehler zu machen, kennen vermutlich die meisten Schachspielenden. In diesem Vortrag schauen wir gemeinsam darauf, wie man mit solchen Situationen konstruktiv umgehen kann. Im Mittelpunkt stehen unter anderem ein hilfreicher Umgang mit Fehlern sowie Strategien, um Nervosität und Frust zu regulieren. Die Referentin Melanie Lubbe verbindet dabei ihre Erfahrung als Schach-Nationalspielerin mit ihrem fachlichen Hintergrund aus der Psychologie. Anhand konkreter Beispiele und praktischer Impulse zeigt sie, wie mentale Stärke im Training und im Turnier gezielt entwickelt werden kann.
„Angreifen mit Dh5!!“ – Taktiktraining mit Oliver Reeh, „6…g5 – wer nicht wagt, der nicht …“ – Le Quang Liem kommentiert eine seiner Siege aus Biel, „Grischuks Geniestreich“ – Petra Papp zeigt eine Überraschung in der Kan-Variante u.v.m.!
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Link zum Programm: WissenSchach Kompakt