Carlsen machte Anfang 2026 da weiter, wo er 2025 bei den Blitz- und Schnellschachweltmeisterschaften aufgehört hatte: Er gewann, wenn auch knapp. Er begann den ersten Titled Tuesday des Jahres mit neun Siegen in Folge, verlor dann aber gegen Hikaru Nakamura und spielte in der letzten Runde in einem dramatischen Zeitnotduell gegen Vincent Keymer remis.
Doch das reichte zum Turniersieg. Am Ende teilten sich Carlsen, Keymer und Jan-Krzysztof Duda die Plätze 1 bis 3, aber Carlsen gewann nach Wertung. Platz 2 ging an Keymer, Duda wurde Dritter. Faustino Oro landete mit 7,5 aus 11 auf dem 40. Platz.
Nach seinem knappen Sieg war Carlsen gut gelaunt und im anschließenden Gespräch im Take Take Take Studio entspannt und offen mit Faustino Oro. Mit fast väterlicher Fürsorge lobte er dessen Schachverständnis und Schachleidenschaft und erinnerte sich dabei mit amüsierter Ironie und einem Schuss Melancholie an seine eigene Schachkarriere.
Der zwölfjährige Oro, der noch bis März dieses Jahres Zeit hat, der jüngste Großmeister der Schachgeschichte zu werden, verriet, was er vom Wetter in Norwegen hält, warum er sich nicht auf mögliche Erfolge konzentriert, sondern darauf, möglichst gut Schach zu spielen, und sprach über den argentinischen Fußballstar Lionel Messi, mit dem Oro gern verglichen wird.