Die Schachklubs dieser Universitäten bestehen seit mehr als 150 Jahren. Ihre Mannschaften repräsentieren nicht nur einige der renommiertesten Hochschulen der Welt, sondern auch eine lange Tradition des Universitätsschachs.
Mit der Ausrichtung des Turniers setzt Kasachstan seine enge Zusammenarbeit mit der FIDE fort. Im November 2025 traf Präsident Kassym-Jomart Tokayev mit FIDE-Präsident Arkady Dvorkovich zusammen, um über den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit, die Austragung internationaler Spitzenturniere in Kasachstan und gemeinsame Schachprojekte zu sprechen. Tokayev betonte dabei, Schach sei nicht nur ein Sport, sondern ein wichtiger Bestandteil der intellektuellen Kultur sowie der Erziehung und Bildung. Besonderes Augenmerk gelte dem Ausbau der Schachinfrastruktur und der Förderung des Schachs bei Kindern und Jugendlichen.
„Die Ausrichtung der ersten FIDE-Weltmeisterschaft dieser Art ist eine große Ehre und zugleich eine große Verantwortung. Dass die Wahl auf Kasachstan gefallen ist, zeigt das Vertrauen, das unser Land heute international genießt. Zugleich ist das Universitätsschach eine Grundlage für Zusammenarbeit, die weit über den Sport hinausreicht. Die Studierenden, die heute an den Brettern sitzen, werden in zehn Jahren führende Positionen in Unternehmen und staatlichen Institutionen einnehmen. Kontakte, die während des Studiums entstehen, erweisen sich oft als besonders dauerhaft – und vielleicht ist genau das das wichtigste Ergebnis dieses Turniers, auch wenn es in keiner Tabelle erscheint. Almaty ist der ideale Austragungsort. Die Stadt ist das größte Hochschulzentrum des Landes und versteht es, junge Menschen anzusprechen. Wir möchten, dass die Teilnehmer nicht nur ein hervorragend organisiertes Turnier erleben, sondern auch die Gastfreundschaft Kasachstans kennenlernen. Vielleicht werden einige von ihnen in einigen Jahren darüber entscheiden, wo sie ein Unternehmen gründen oder ein Projekt verwirklichen. Es wäre schön, wenn sie sich dann mit positiven Erinnerungen an unser Land zurückerinnern“, sagte Timur Turlov, Präsident des Kazakhstan Chess Federation.
In Almaty treffen Vertreter von Universitäten aus Nord- und Südamerika, Europa und Asien aufeinander. Die Organisatoren arbeiten zudem daran, die geografische Vielfalt der Teilnehmer weiter auszubauen, damit in der Endrunde Hochschulmannschaften aus allen Kontinenten vertreten sind.
„Diese Meisterschaft bringt Universitäten mit einer herausragenden akademischen und schachlichen Tradition zusammen. Almaty wird Vertreter von Hochschulen begrüßen, deren Schachklubs seit mehr als 150 Jahren bestehen. Insgesamt nahmen 79 Mannschaften aus 49 Ländern an der Qualifikation teil. Dieses große Teilnehmerfeld unterstreicht den hohen internationalen Stellenwert des Turniers und stärkt Kasachstans Position als Austragungsort bedeutender internationaler Denksportveranstaltungen“, erklärte Darmen Sadvakasov, Erster Vizepräsident der Kazakhstan Chess Federation.
Besondere Aufmerksamkeit gilt den amerikanischen Universitäten mit ihren erfolgreichen Hochschulschachprogrammen. Die Saint Louis University, die Webster University und die University of Texas at Dallas haben in den vergangenen Jahren zahlreiche bedeutende Hochschulmeisterschaften in den USA gewonnen. Gastgeber Kasachstan wird durch die Al-Farabi Kazakh National University und die Kazakh National University of Sports vertreten.
„Kasachstan schafft gute Voraussetzungen dafür, dass junge Menschen eine hochwertige Ausbildung erhalten, ihre Fähigkeiten entwickeln und Spitzenleistungen erreichen können. Schach fördert strategisches Denken, Disziplin, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen. Für unsere Studierenden ist eine Weltmeisterschaft im eigenen Land eine einmalige Gelegenheit, Erfahrungen auf höchstem Niveau zu sammeln und zu zeigen, dass die kasachische Jugend mit den Studierenden der führenden Universitäten der Welt auf Augenhöhe konkurrieren kann“, sagte Gulmira Dauletova, Executive Director der Kazakhstan Chess Federation.
An der Endrunde nehmen 16 Mannschaften teil. Acht Teams qualifizierten sich über die Online-Vorrunde, acht weitere erhielten Einladungen der FIDE und der Organisatoren.
In der ersten Turnierphase werden die Mannschaften in vier Vierergruppen eingeteilt. Die jeweils zwei besten Teams erreichen die K.-o.-Runde mit Viertelfinale, Halbfinale und den Medaillenspielen.
Jeder Mannschaftskampf wird an vier Brettern ausgetragen. Nach den Turnierbestimmungen muss jede Mannschaft mindestens einen Mann und eine Frau in ihrer Aufstellung haben. Der Preisfonds beträgt 50.000 Euro.
Parallel zur Universitäts-Mannschaftsweltmeisterschaft findet am 4. und 5. August in Almaty ein weiterer internationaler Wettkampf statt: Die Nationalmannschaft Kasachstans trifft auf die U18-Weltauswahl.
Jede Mannschaft besteht aus sieben Spielern – sechs Stammspielern und einem Ersatzspieler. Jungen und Mädchen sind in den Altersklassen U8, U10, U12, U14, U16 und U18 vertreten.
Insgesamt nehmen 24 Nachwuchsspieler teil und spielen an zwölf Brettern. Für die kasachischen Talente bietet der Wettkampf die Gelegenheit, sich mit den stärksten Gleichaltrigen der Welt zu messen. Die Zuschauer erhalten zugleich einen Einblick in die nächste Generation des Spitzenschachs.
Die Universitäts-Mannschaftsweltmeisterschaft soll nicht nur den Weltmeister ermitteln, sondern auch junge Talente der führenden Hochschulen der Welt zusammenbringen. Die Ausrichtung des Turniers soll die Stellung Almatys und Kasachstans auf der internationalen Schachbühne weiter stärken und dem Universitätssport im Land neue Impulse verleihen.
Veranstaltet wird das Turnier von der FIDE, dem Ministerium für Tourismus und Sport der Republik Kasachstan, der Kazakhstan Chess Federation, der Stadt Almaty, Freedom Holding Corp. und Lichess.org.
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