In der Podcastfolge „Als ein ARD‑Reporter für 7 Minuten mit Carlsen nach Norwegen reiste“ gewährt Niklas Schenk Einblicke in seine Tätigkeit als Schachexperte für die ARD‑Sportschau und reflektiert die Herausforderungen, Schach in der öffentlich‑rechtlichen Berichterstattung zu verankern, obwohl hohe Klickzahlen und großes Zuschauerinteresse existieren. Er schildert Anekdoten wie etwa die Umsetzung einer lang erwarteten Begegnung mit Magnus Carlsen. Dabei ging es um medienwirksame Ereignisse wie die Niemann‑Affäre.
Screenshot vom Schachtalk mit Niklas Schenk und den Interviewern Michael Busse und IM Jonathan Carlstedt.
Schenk, laut eigenen Angaben selbst ein Spieler mit etwa 1500 Elo, sieht sich nicht nur als Sportkommentator, sondern auch als Beobachter, der Schach in Gesellschaft und Sportwelt einordnet. Er betont, wie Ereignisse mit hohen Reichweiten das Publikum emotional stärker binden als klassische Berichterstattung. Zudem geht er auf aktuelle Strukturdebatten der Schachwelt ein, etwa neue Formate und Kooperationen in der FIDE‑Szene, die erklärungsbedürftig und gleichzeitig medienfreundlich seien.
Im Podcast wird auch die Beziehung zu deutschen Spitzenspielern thematisiert: Schenk beschreibt seine professionelle Nähe zu Matthias Blübaum, Deutschlands erfolgreichstem Großmeister der letzten Jahre, und betont die Balance zwischen journalistischer Distanz und sachlicher Nähe zur Szene. Er gewährt auch Einblicke in seine mediale Begleitung von Vincent Keymer über die letzten Jahre. Schenks Einordnungen verdeutlichen immer wieder seinen Anspruch, Schach nicht nur als Sport, sondern als kulturelles Phänomen im medialen Kontext verständlich zu machen.
Hier der Schachtalk mit Niklas Schenk zum Anschauen:
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Liste von Schenks ARD-Schachbeiträgen