Donchenko gewinnt Deutsche Schnellschachmeisterschaft

von ChessBase
23.06.2026 – Alexander Donchenko wurde bei der Deutschen Schnellschachmeisterschaft seiner Favoritenrolle gerecht und gewann den Titel. Bei der Frauenmeisterschaft setzte sich Olgy Babiya gegen die favorisierte Lara Schulze durch. Gastgeber des Turniers war das Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) in Paderborn. Bericht, Tabellen und Partien: | Fotos: Wolfgang Vullhorst/ DSB

Ihr persönlicher Schachtrainer - Egal, ob Sie Ihre ersten Schritte in die Welt des Vereinsschachs machen oder bereits auf Turnierniveau spielen: Mit FRITZ trainieren Sie effizienter, intelligenter und individueller als je zuvor.
FRITZ ist mehr als nur eine Schach-Engine – es ist eine Trainingsrevolution! Egal, ob Sie Ihre ersten Schritte in die Welt des Vereinsschachs machen oder bereits auf Turnierniveau spielen: Mit FRITZ trainieren Sie effizienter, intelligenter und individueller als je zuvor.

Donchenko und Babiya gewinnen Deutsche Schnellschachmeisterschaften

Das Heinz-Nixdorf-Museum in Paderborn war am vergangenen Wochenende Gastgeber der Deutschen Schnellschachmeisterschaften. Das Museum pflegt die Erinnerung an den in Paderborn geborenen deutschen Computerpionier Heinz Nixdorf (1925-1986) und sorgte vor etwas über 20 Jahren mit einem detailgetreuen Nachbau des Schachtürken für Aufsehen. Der 1770 vom österreichischen Ingenieur Wolfgang von Kempelen konstruierte Schachtürke war eine Maschine, die den Gegnern und Zuschauern vorgaukelte, selbstständige Schach spielen zu können, wie heutige Computer. In Wirklichkeit saß in der Konstruktion gut versteckt ein Schachmeister.

Die Beziehung zum Schach im Heinz-Nixdorf-Museum in Paderborn ist also enge und reicht weit zurück. Regelmäßig findet im Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) der Schachtürken Cup statt. Nun organisierte der örtliche SK Blauer Springer Paderborn 1926 anlässlich seines 100sten Gründungstages im Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) die noch einigermaßen jungen Deutschen Meisterschaften aus. Die offenen Deutschen Schnellschachmeisterschaften werden seit 1990 ausgetragen, die Schnellschachmeisterschaften der Frauen seit 1993. In der DDR gab es auch schon vorher Meisterschaften in dieser Disziplin.

Die Deutschen Schnellschachmeisterschaften 2026 wurden an zwei Tagen über 9 Runden nach Schweizer System ausgetragen. Der Gesamtpreisfonds betrug 4000 Euro.

An der mit 1600 Euro dotierten (1. Preis 600 Euro) Offenen Deutschen Schnellschachmeisterschaft nahmen 32 Spieler teil, zumeist Titelträger, allerdings nur ein Großmeister.

Mit seiner Schnellschach-Elo von 2586 nahm der deutsche Nationalspieler Alexander Donchenko den ersten Platz in der Setzliste ein und wurde seiner Favoritenrolle am Ende auch gerecht. Donchenko startete allerdings mit drei Remis zu Anfang etwas verhalten. Dann hatte er sich jedoch warmgespielt und gewann alle folgenden sechs Partien.

Alexander Donchenko, li.

Auf dem Weg zum Titelgewinn besiegte Donchenko unter anderem auch Zaur Hasanov und Oliver Stork, die beide besser gestartet waren und mit einem halben Punkt Rückstand auf den Plätzen zwei und drei ins Ziel kamen.

Endstand 

Rg. Name Pkt.  Wtg1 
1 Donchenko, Alexander 7,5 44
2 Hasanov, Zaur 7 50
3 Stork, Oliver 7 48
4 Heider, Martin 6,5 48,5
5 Grafl, Florian,Dr. 5,5 40
6 Gschnitzer, Adrian 5 49
7 Schenderowitsch, Michael 5 46,5
8 Moeller, Maurin 5 44,5
9 Kueppers, Timo 5 44
10 Brunke, Pascal 5 41,5
11 Weber, Samuel 5 41
12 Langrock, Hannes 5 38,5
13 Boehme, Markus 5 37,5
14 Hesse, Henrik 5 35,5
15 Reichmann, Hendrik 4,5 44,5
16 Beyer, Lorenz 4,5 44
17 Malinowsky, Levi 4,5 43,5
18 Renner, Kai 4,5 43
19 Peng, Xiang-Tobias 4 43,5
20 Belezky, Alexander 4 42,5
21 Aepfler, Christian 4 42
22 Kitze, Alexander 4 40,5
23 Neuhoff, Laertes 4 32
24 Felczer, Kevin 4 31
25 Bredemeier, Dirk 3,5 40
26 Bracker, Frank 3,5 36,5
27 Koppe, Connor 3,5 32
28 Braeuning, Rudolf Wilhelm 3 35,5
29 Braun, Michael 3 35
30 Hundack, Rolf 3 35
31 Schuh, Felix 2,5 31
32 Lorscheid, Gerhard 1,5 40

Partien

Olga Babiy gewinnt Schnellmeisterschaft der Frauen

Im Wettbewerb der Frauen war Nationalspielerin Lara Schulze die Nummer eins der Setzliste, hatte aber mit Olga Babiy, Kateryna Dozhykova und Carmen Voicu-Jagodzinsky Konkurrentinnen, die mit ihren Schnellschach-Ratings nicht weit entfernt waren. Insgesamt 26 Spielerinnen bewarben sich um den Titel.

Olga Babiy,li.

Aus dem knappen Rennen ging Olga Babiy als Siegerin hervor. Nach vier Siegen verlor sie in Runde fünf gegen Lara Schulze, gab dann aber nur noch ein weiteres Remis in der Schlussrunde ab. Lara Schulze hatte in der ersten Turnierhälfte gegen Elisa Staerk und Kateryna Dolzhykova jeweils einen halben Punkt abgegeben, verlor dann aber in Runde sieben auch noch gegen Carmen Voicu-Jagodzinsky.

Endstand

Rg. Name Pkt.  Wtg1 
1 Babiy Olga 7,5 48
2 Schulze Lara 7 47
3 Voicu-Jagodzinsky Carmen 6,5 45,5
4 Dolzhykova Kateryna 6 48
5 Zschischang Marine 5,5 45,5
6 Anissimova Mariya 5,5 45
7 Wulf Constanze 5,5 38
8 Staerk Elisa 5 49
9 Klahold Rona 5 42,5
10 Skibbe Diana 5 39
11 Braeutigam Katerina 5 39
12 Schirmbeck Lilian 5 37,5
13 Albayrak Berrak 4,5 41
14 Giebel Christine 4,5 37,5
15 Gheng Simona 4 49
16 Buente Kirsten 4 43
17 Juszczak Anna 4 34
18 Reich Elisabeth 4 31,5
19 Zimmer Elke 3,5 42,5
20 Albayrak Nese Pinar 3,5 41
21 Iosif-Hoellenriegel Daniela 3,5 40,5
22 Kosovska Olena 3,5 35
23 Shynkar Daria 3,5 34
24 Hopp Celina 2,5 32,5
25 Struebel Katharina 2,5 32
26 Albayrak Aylin 1 35,5

Partien

Bericht beim DSB...

Ergebnisse bei Chess-results...


Die ChessBase GmbH, mit Sitz in Hamburg, wurde 1987 gegründet und produziert Schachdatenbanken sowie Lehr- und Trainingskurse für Schachspieler. Seit 1997 veröffentlich ChessBase auf seiner Webseite aktuelle Nachrichten aus der Schachwelt. ChessBase News erscheint inzwischen in vier Sprachen und gilt weltweit als wichtigste Schachnachrichtenseite.
Diskussion und Feedback Senden Sie Ihr Feedback an die Redakteure