Vom 15. bis zum 19. Juli findet in Lebu (Chile) zum 13ten Mal ein großes Schachfestival statt. An den fünf Turniertagen werden sieben Runden nach Schweizer System gespielt. Die Bedenkzeit beträgt 90 Minuten plus 30 Sekunden Zuschlag pro Zug. Die Organisatoren des Turniers sind die Schachfreunde Schachclubs „Gregorio Altamirano“ in Lebu mit ihrem Vorsitzenden Cristian Rossel Moraga.



Gut 70 Spieler haben sich für das Open angemeldet, die meisten aus dem Gastgeberland, darunter einige Titelträger. Die Argentinier IM Lucas Coro (Argentinien) und IM Cristian Vásquez (Chile) gehören zusammen mit den Chilenen GM Pablo Salinas (Chile) und IM Cristian Vásquez (Chile) zu den Topfavoriten auf den Turniersieg.
Zusätzlich zum klassischen Open wird an den Turniertagen ein Blitzturnier ausgetragen.
Lebu ist eine wunderschöne Gemeinde im Süden Chiles, die Hauptstadt der Provinz Arauco in der Region Biobío. Die Region ist historisch bekannt für ihre natürlichen Küstenlandschaften, die imposante Höhle von Benavides (ehemaliger Zufluchtsort aus der Zeit der Unabhängigkeit) und ihren Plaza de Armas, auf dem einzigartige nationale historische Denkmäler stehen. Auch wirtschaftlich ist der Ort bedeutsam, da hier etwa 30% des chilenischen Fischfangs abgewickelt wird.
Der Name der Stadt Lebu ist abgeleitet von dem gleichnamigen Fluss und stammt aus der Sprache der indigenen Mapuche, dem Mapudungun (Auraukanisch). Mapudungun gehört zu den isolierten Sprachen, das heißt, sie ist mit keiner anderen Sprache auf der Welt verwandt. Neben spanischen Jesuiten leisteten einige deutsche Sprachforscher große Beiträge zur Erforschung dieser Sprache.
Impressionen aus der Reportage „Lebu: Die Erfahrungen einer abgelegenen Gemeinde“ von Valentina Pérez Garbayo.

Morhuilla

Millaneco

Playa Larga, Millaneco
Das Schachturnier dient nicht nur der Förderung des Schachlebens in Lebu, sondern soll auch den Ort und die Region als Ziel für den internationalen Tourismus bekannt machen. Die Stadtverwaltung von Lebu unterstützt deshalb das Turnier großzügig.
Die Angaben der Preisgelder sind allerdings durch das voran gestellte Dollar-Zeichen etwas irreführend. Die Summen beziehen sich auf Chilenische Pesos: 1000 CLP = 0,95 Euro.
