Lazavik besiegt Nepomniachtchi, Nihal schlägt Duda
Die Gruppenphase des Esports World Cups endete am Donnerstag in Paris. Die verbliebenen zwölf Spieler kämpften um vier Playoff-Plätze. Die beiden Achtergruppen wurden im Doppel-K.-o.-System mit einer Bedenkzeit von 10+0 Minuten ausgetragen.
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Alireza Firouzja, Nodirbek Abdusattorov, Magnus Carlsen und Hikaru Nakamura hatten sich bereits am Mittwoch durch jeweils zwei Siege im Gewinnerbaum für die nächste Runde qualifiziert. Der Donnerstag war daher dem Verliererbaum in jeder Gruppe gewidmet, wo eine weitere Niederlage das Ausscheiden des Unterlegenen bedeutete.

Der Playoff-Spielplan
Gruppe A: Nihal und Erigaisi kommen weiter
Wei Yi und Benjamin Bok schieden als erstes aus Gruppe A aus.
Nihal Sarin besiegte Wei im Armageddon. Er erhielt im Entscheidungsspiel Weiß, weil Wei die niedrigere Bedenkzeit wählte. Nihal erzielte den benötigten Weißsieg. Betrachtet man die klassische Wertungszahl war das Ergebnis zwar eine Überraschung, aber Nihal genießt im Online-Schach seit Langem Respekt wegen seiner Spielstärke bei kurzen Bedenkzeiten.
Pranesh Munirethinam holte im zweiten Match der ersten Runde des Lower Brackets den zweiten Sieg für Indien – er warf Bok aus dem Rennen. Die Spieler gewannen jeweils ihre Weißpartie, sodass auch hier die Entscheidung im Armageddon fallen musste. Pranesh bot unter sieben Minuten Bedenkzeit, was ihm die schwarzen Steine brachte. Er konnte die Partie Remis halten und blieb somit im Wettbewerb.
Damit traf Nihal auf Jan-Krzysztof Duda, während Pranesh gegen seinen Landsmann Arjun Erigaisi antrat. Erigaisi gewann das rein indische Duell mit 2:0, obwohl der erste Durchgang alles andere als einfach war.
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Gegen die Sizilianische Verteidigung muss es nicht kompliziert zugehen. Die Alapin-Variante (1.e4 c5 2.c3) bietet eine einfache, aber äußerst effektive Lösung für alle wichtigen Sizilianisch-Varianten, indem sie mit 2.c3 ausweicht. Unabhängig davon, ob Ihr Gegner die Najdorf-, Taimanov- oder Drachenvariante spielt, können Sie mit der Alapin-Variante bereits im zweiten Zug die Kontrolle über das Spiel übernehmen.
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Erigaisi, der mit Weiß spielte, erreichte dieses Endspiel mit einem Bauern mehr, wobei beide Spieler weniger als zwei Minuten auf der Uhr hatten. Die Stellung ist objektiv ausgeglichen, doch Erigaisi konnte sich letztendlich durchsetzen.
Das Duell zwischen Nihal und Duda war knapper. In der ersten Partie vergab Nihal mit Schwarz eine plötzliche Gewinnchance, wobei beide Spieler unter starkem Zeitdruck standen. Nihal hatte noch sechs Sekunden, Duda 15.
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Nachdem er die Gewinnchance verpasst hatte, gelang dem indischen Großmeister eine Zugwiederholung, die ihm das Remis sicherte – in einer Partie, die er wahrscheinlich auf Zeit verloren hätte. Nihal gewann dann die zweite Partie überzeugend mit Weiß und qualifizierte sich damit für die Playoffs.
Viertelfinals stehen fest
it den Ergebnissen stehen die vier Qualifikanten der Gruppe A fest: Firouzja, Abdusattorov, Erigaisi und Nihal. Im Viertelfinale am Freitag trifft Erigaisi auf Nakamura, während Nihal gegen Carlsen, den Titelverteidiger und Dauerfavoriten, antritt.
Partien - Losers Bracket (Gruppe A)
Gruppe B: Lazavik und Niemann überstehen die Verliererrunde
Ian Nepomniachtchi startete am Donnerstag mit einem 1,5:0,5-Sieg gegen Andrey Esipenko. Nepomniachtchi gewann die erste Partie mit Weiß und spielte die zweite mit Schwarz remis. Durch sein gewohnt schnelles Spiel erarbeitete er sich immer wieder deutliche Zeitvorteile. Da es im 10-Minuten-Format keine Zeitzugabe gibt, ist gutes Zeitmanagement ein entscheidender Faktor.
Im anderen Auftaktmatch eliminierte der 16-jährige Sina Movahed per Armageddon Alexey Sarana. Movahed, dessen klassische Wertungszahl bei 2595 liegt, ist ein weiterer Spieler, dessen Ergebnisse in schnellen Online-Turnieren oft klar über seine klassische Wertungszahl hinausgehen. Er spielte im Entscheidungsspiel Schwarz und sicherte sich das für den Einzug ins Finale der Trostrunde notwendige Remis.
Nepomniachtchi traf anschließend auf Denis Lazavik, während Movahed gegen Hans Niemann antrat. Beide Partien endeten 0,5:1,5 wodurch sich Lazavik und Niemann die letzten beiden Playoff-Plätze sicherten.
Lazavik erreichte zunächst mit Weiß gegen Nepomniachtchi ein solides Remis, bevor er die zweite Partie mit Schwarz gewann. In der entscheidenden Partie schlug Lazavik im 35. Zug einen Bauern in einer komplizierten Stellung, in der auf beiden Seiten noch Damen und drei Leichtfiguren standen.
Zu diesem Zeitpunkt hatte Lazavik 2 Minuten und 43 Sekunden Vorteil gegenüber Nepomniachtchis 4 Minuten und 11 Sekunden. Doch er behielt in schwieriger Stellung einen kühlen Kopf und verwandelte den materiellen Vorteil in einen Gewinn.
Die Partie dauerte bis zum 68. Zug. Als Nepomniachtchi aufgab, hatte Lazavik noch 38 Sekunden Bedenkzeit.
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Niemann eröffnete unterdessen sein Duell gegen Movahed mit dem Gewinn eines Turmendspiels mit drei Bauern gegen zwei, obwohl die Stellung objektiv haltbar gewesen wäre.
Spielstile im Schach sind ein wichtiges und entsprechend oft diskutiertes Thema. GM Dr. Karsten Müller und GM Luis Engel greifen ein auf 4 Spielertypen beruhendes Modell von GM Lars Bo Hansen auf – und zwar ‘Aktivspieler’, ‘Pragmatiker’, ‘Theoretiker’ und
Der US-Star behielt auch mit Schwarz den Überblick in dem komplexen Kampf, der sich in der zweiten Partie entwickelte. So sicherte er sich das benötigte Remis und eliminierte den iranischen Teenager.
Viertelfinals stehen fest
Das achtköpfige Teilnehmerfeld der Playoffs steht damit fest. Lazavik trifft am Freitag auf Abdusattorov, während Niemann gegen Firouzja antritt. Die Playoffs finden am Freitag und Samstag statt und ermitteln den zweiten Esports-Weltmeister im Schach.
Partien - Losers Bracket (Gruppe B)
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