Niemann gegen Nepomniachtchi 4:4
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Acht klassische Partien, kein Sieger: Das Duell zwischen Hans Niemann und Ian Nepomniachtchi endete in Belgrad mit einem 4:4-Unentschieden. Sportlich bleibt das Ergebnis ausgeglichen – in der Bewertung jedoch nicht.
Denn insbesondere Niemann setzt im direkten Vergleich ein Zeichen. Dem leicht favorisierten US-Großmeister, der vor dem Match in der Weltrangliste acht Plätze weiter vorne lag, gelang im letzten Spiel ein Sieg und damit das Match auszugleichen. Vor allem aber demonstrierte er, dass er auf Augenhöhe mit einem zweifachen WM-Herausforderer konkurrieren kann – „ohne jeden Hinweis“ auf dessen frühere Betrugsvorwürfe, die Niemanns Karriere lange überschatteten.
In Partie 1 hatte Nepomniachtchi dominiert und Niemann gab im Endspiel Turm gegen Dame auf. Nach sechs umkämpften, meist sehr ausgeglichenen Unentschieden, gelang es Niemann in der letzten Partie auszugleichen. Die größte Chance auf den Gesamtsieg hatte Nepomniachtchi in der siebten Runde als die Engine nach einem Fehler Niemanns im 13. Zug +3 anzeigte, der Russe aber umgehend patzte und die Stellung wieder ausglich.
Hier die letzte Partie, die zum 4:4 führte:
Weniger Theorie. Mehr Möglichkeiten im Mittelspiel.
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Das Duell war nicht nur sportlich aufgeladen, sondern auch persönlich. Niemann sprach nach dem Match offen über die belastete Beziehung zu seinem Gegner. „Für mich persönlich ist er ein schwieriger Gegner. Denn er hat vieles getan, um meiner Schachkarriere zu schaden. Es gab einige Turniere, bei denen er von meiner Teilnahme erfahren hat und meine Ausschlussforderung gestellt hat. Beim Gashimov-Gedenkturnier war er damit erfolgreich“, sagte er und verwies auf frühere Vorfälle, die seiner Karriere geschadet hätten.
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Gerade diese Mischung aus sportlicher Rivalität und gestörtem persönlichen Verhältnis verlieh dem Match eine besondere Brisanz. Zwar verlor Nepomniachtchi das Match nicht, doch Niemann gelang es, sich im direkten Vergleich zu behaupten und in der letzten Partie gleichzuziehen.
Partien
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