24.10.2026 – Bodhana Sivanandan gehört nach dem Europäischen Club Cup zu den zehn jüngsten Spielern aller Zeiten mit einem IM-Titel und ist das jüngste Mädchen, das einen IM-Titel erreicht. Den Club Cup gewann Cercle d'Echecs de Monte-Carlo (u.a. mit Elisabeth Pähtz) in der Sektion der Frauen, dicht gefolgt von CE Gambit Bonnevoie (beide Teams mit 12 Punkten). Elisabeth Pähtz erreichte Einzelsilber für ihre Leistung an Brett 4. | Foto: Gerd Densing
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Sektion der Frauen: Cercle d'Echecs gewinnt erneut
Die Favoritinnen der Sektion der Frauen, das Team Cercle d'Echecs de Monte-Carlo (u.a. mit Elisabeth Pähtz), gewann erneut den Europäischen Club Cup. In der diesjährigen Ausgabe gab es einen Kopf an Kopf Kampf zwischen Cercle d'Echecs de Monte-Carlo aus Monaco und dem luxemburgischen Team CE Gambit Bonnevoie. Beide Mannschaften erreichten insgesamt 12 Mannschaftspunkte. Aufgrund der Zweitwertung musste Gambit Bonnevoie den zweiten Platz hinter dem Cercle d'Echecs einnehmen.
Gold für Cercle d'Echecs de Monte-Carlo | Foto: Gerd Densing
Silbermedaille für CE Gambit Bonnevoie | Foto: Gerd Densing
Platz 3 ging an das serbische Team Sirmium Sremska Mitrovica. Die Mannschaft mit Polina Shuvalova an Brett 1 erzielte 10 Mannschaftspunkte während des Turniers in Budva.
Platz 3: Sirmium Sremska Mitrovica | Foto: Gerd Densing
Das aserbaidjanische Team Odlar Yurdu verpasste den dritten Platz um Haaresbreite. Auch mit 10 Mannschaftspunkten, aber mit der schlechteren Zweitwertung mussten sie den vierten Platz hinter Sirmium Sremska Mitrovica einnehmen. In der letzten Runde traten die beiden Mannschaften im direkten Duell gegeneinander an. Das serbische Team setzte sich mit einem 3,5:0,5-Ergebnis gegen Odlar Yurdu durch.
Ergebnisse Runde 7
Nr.
Team
Team
Erg.
:
Erg.
1
Cercle d'Echecs de Monte-Carlo
Davit Jojua's chess club
4
:
0
2
Odlar Yurdu
Sirmium Sremska Mitrovica
½
:
3½
3
Crvena Zvezda
CE Gambit Bonnevoie
1½
:
2½
4
SG 1871 Loeberitz
SuperChess Romania
½
:
3½
5
Club Ajedrez Linares
Gambit ASEE
2
:
2
6
Velikova Chess Club
GASCO Pardubice
3
:
1
7
Zenski sahovski klub NAPREDAK Zenica
Klub Kolner Schachfreunde
2½
:
1½
8
Wasa SK
She Plays To Win Lionesses A
0
:
4
9
SK Radnicki
She Plays To Win Lionesses B
4
:
0
10
Accademia Scacchistica Romana
Gostivar
1½
:
2½
11
Klaipeda
Oslo Schakselskap
1
:
3
Durch den 4:0-Sieg gegen Davit Jojua's Chess Club schloss Cercle d'Echecs de Monte-Carlo das Turnier mit dem Turniersieg ab. CE Gambit Bonnevoie hatte sich den zweiten Platz mit dem 2,5:1,5-Sieg gegen Crvena Zvezda knapp erkämpft.
Dinara Wagner spielte mit SuperChess Romania in der letzten Runde gegen die deutsche Mannschaft SG 1817 Löberitz. SuperChess gewann 3,5:0,5 und der Klub Kölner Schachfreunde (u.a. mit Katharina Reinecke) verlor in der letzten Runde gegen Zenski Sahovski Klub Napredak Zenica.
Pähtz kiebitzt bei Teamkolleginnen Goryachkina und Humpy | Foto: Gerd Densing
Bodhana Sivanandan: IM mit 11 Jahren, 7 Monaten und 16 Tagen
Ein eindeutiger Sieg gelang auch dem ersten Team der She Plays To Win Lionesses. Die erste Mannschaft der Lionesses gewann 4:0 gegen Wasa SK und die zweite Mannschaft verlor 0:4 gegen den SK Radnicki. Bodhana Sivanandan spielte erneut am ersten Brett der Lionesses in der ersten Mannschaft und erreichte mit ihrem Sieg gegen WIM Viktoria Johansson ihre letzte IM-Norm. Mit 5,5 Punkten aus 7 Spielen und einer Turnierperformance von 2504 kann Bodhana Sivanandan alle To-Dos von ihrer Liste für den Weg zum IM-Titel streichen. Ihr Liverating liegt bereits bei 2413, womit sie die 2400er Grenze für den Titel erreicht. Die dritte Norm, die sie durch dieses Turnier in der Tasche hat, ist die letzte, die sie brauchte.
Bei anderen Turnieren wie Open, die nach Schweizer System ausgelost werden, müssten Spieler für eine Norm mindestens neun Runden spielen. Dass die Engländerin beim Europäische Club Cup trotzdem eine Norm erzielen kann, liegt daran, dass es sich um eine Kontinentalmeisterschaft (d.h. in diesem Fall Europameisterschaft) handelt, die als Mannschaftsturnier ausgetragen wurde. Bei dieser Art von Turnier reichen sieben Runden aus.
Mit 11 Jahren ist Bodhana Sivanandan das jüngste Mädchen, das je einen IM-Titel erreicht hat. Damit bricht sie Judit Polgars Rekord, die damals mit 12 Jahren den IM-Titel erlangte. Im Sommer hatte Bodhana Sivanandan bei der Schacholympiade gerade die Rekorde gebrochen indem sie die jüngste WGM aller Zeiten wurde. Mit ihrer zweiter IM-Norm bei der Schacholympiade legte sie auch schon die Basis für den neuen Erfolg. Sie ist aber nicht nur das jüngste Mädchen, das den IM-Titel erreicht, sondern gehört auch zu den zehn jüngsten Kindern überhaupt, die den IM-Titel erreicht haben. Sie ist noch jünger als der amtierende Weltmeister Gukesh als dieser 2018 den IM-Titel erreichte.
Die Liste der jüngsten IMs aller Zeiten wird aktuell von Roman Shogdzhiev angeführt, der mit 10 Jahren, 3 Monaten und 21 Tagen im Jahr 2025 Internationaler Meister wurde und damit Faustino Oros vorherigen Rekord brach.
Viktoria Johansson 0 – 1 Bodhana Sivanandan
Weiß hatte den Materialnachteil für den Moment ausgeglichen (da Schwarz den Bauern auf g7 nicht zurückschlug) und war mit den Leichtfiguren in Richtung König gelaufen. Hoffnung, dass der Angriff in einem Vorteil resultieren würde, ging jedoch nicht auf.
Nachdem Weiß auf f7 schlug und die beiden aktiven Figuren für einen Turm und einen Bauern abgab und danach mit 26.Lxh6 noch den h-Bauern abholte, ergriff Schwarz die Initiative und griff an: 26...Lxh2+! 27.Kh1 Dd6 28.De2 Dd5 mit Mattdrohung, worauf 29.f3 folgte. Danach konnte Bodhana Sivanandan die Schwächen auf den schwarzen Feldern mit ihrem schwarzfeldrigen Läufer ausnutzen.
So gewann Bodhana Sivanandan ihre letzte Partie beim Europäischen Club Cup und erreichte ihre letzte IM-Norm und Überschritt die 2400er Grenze im Liverating.
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Am ersten Brett erreichte Aleksandra Goryachkina die Goldmedaille für ihre individuelle Leistung. Die Großmeisterin performte auf einem 2589er Niveau und setzte sich damit gegen Nino Batsiashvili und Polina Shuvalova durch. Bodhana Sivanandan erreichte den vierten Platz unter den Spielerinnen am ersten Brett mit ihrer 2504er Leistung und ließ damit u.a. die ukrainische Großmeisterin Anna Ushenina hinter sich, die eine Leistung von 2465 erreichte.
Rg.
Name
Elo
Land
Team
Wtg1
Wtg2
Wtg3
Wtg4
1
GM
Goryachkina, Aleksandra
2536
FID
Cercle d'Echecs de Monte-Carlo
2589
6
75
1
2
GM
Batsiashvili, Nino
2459
GEO
SuperChess Romania
2568
6
75
5
3
IM
Shuvalova, Polina
2509
FID
Sirmium Sremska Mitrovica
2563
6
75
3
4
FM
Sivanandan, Bodhana
2382
ENG
She Plays To Win Lionesses A
2504
7
78,6
11
5
GM
Ushenina, Anna
2403
UKR
CE Gambit Bonnevoie
2465
6
58,3
2
6
WGM
Toncheva, Nadya
2378
BUL
Velikova Chess Club
2391
7
64,3
9
7
WIM
Kirtadze, Anastasia
2228
GEO
Davit Jojua's chess club
2388
7
71,4
8
8
WGM
Kazarian, Anna-Maja
2295
NED
Klub Kolner Schachfreunde
2349
7
64,3
14
9
WGM
Sliwicka, Alicja
2302
POL
Club Ajedrez Linares
2336
7
50
10
10
IM
Badelka, Olga
2408
AUT
Gambit ASEE
2311
7
42,9
6
Einzelergebnisse Brett 2
Auf das Podium für die Einzelergebnisse an Brett 2 durften Humpy (Gold), Leya Garifullina (Silber) und Klaudia Kulon (Bronze) steigen. Dinara Wagner nahm Platz 9 in diesem Ranking ein. Bei diesem Turnier hatte sie eine Performance von 2241 Elopunkten.
Rg.
Name
Elo
Land
Team
Wtg1
Wtg2
Wtg3
Wtg4
1
GM
Koneru, Humpy
2518
IND
Cercle d'Echecs de Monte-Carlo
2539
6
75
1
2
IM
Garifullina, Leya
2418
FID
Sirmium Sremska Mitrovica
2484
6
66,7
3
3
IM
Kulon, Klaudia
2378
POL
CE Gambit Bonnevoie
2444
7
64,3
2
4
WGM
Berzina, Ilze
2217
LAT
SG 1871 Loeberitz
2332
7
57,1
13
5
WGM
Rapport, Jovana
2248
SRB
Crvena Zvezda
2281
6
58,3
7
...
9
IM
Wagner, Dinara
2392
GER
SuperChess Romania
2241
6
41,7
5
10
WIM
Kantane, Anna
2210
POL
Klub Kolner Schachfreunde
2233
7
57,1
14
Einzelergebnisse Brett 3
Noch vor Stavroula Tsolakidou auf Platz 3 der Spielerinnen an Brett 3 nahmen Nurgyul Salimova (Gold) und Elina Danielian (Silber) ihre Plätze auf dem Einzel-Podium ein. Katharina Reinecke stand in diesem Ranking auf Platz 18.
1
IM
Salimova, Nurgyul
2429
BUL
Sirmium Sremska Mitrovica
2504
6
75
3
2
GM
Danielian, Elina
2385
ARM
CE Gambit Bonnevoie
2429
7
71,4
2
3
IM
Tsolakidou, Stavroula
2451
GRE
Cercle d'Echecs de Monte-Carlo
2407
7
71,4
1
4
IM
Daulyte-Cornette, Deimante
2385
FRA
SuperChess Romania
2349
5
70
5
5
WIM
Velikic, Adela
2195
SRB
Crvena Zvezda
2323
7
71,4
7
6
WIM
Ter-Avetisjana, Agnesa Stepania
2198
LAT
SG 1871 Loeberitz
2308
7
64,3
13
...
18
WCM
Reinecke, Katharina
1911
GER
Klub Kolner Schachfreunde
1796
7
14,3
14
Einzelergebnisse Brett 4
Unter den Spielerinnen, die an Platz 4 gemeldet wurden, nahm Elisabeth Pähtz den ersten Platz mit einer 2527er Leistung ein. Die Preise für die besten Einzelergebnisse wurden nach Turnierordnung aber so vergeben, dass die Spielerinnen, die an Brett 4 und Brett 5 (Ersatz) gemeldet waren, in einem gemeinsamen Ranking aufgestellt werden und die besten drei dieser Gruppe auf das Podium treten. Bei den anderen Gruppen mussten die Spielerinnen mindestens 70% der Partien ausgetragen haben, um ins Einzelranking gezählt zu werden. In dieser vierten Gruppe reichten 50% aus. Aus diesem Grund überholte Gulnar Mammadova mit ihrer 2794er Performance die deutsche Großmeisterin. Gold ging an Mammadova (Brett 5 bei Odlar Yurdu), Silber ging an Elisabeth Pähtz und Bronze ging an Aleksandra Maltsevskaya (CE Gambit Bonnevoie).
Elisabeth Pähtz, Gulnar Mammadova und Aleksandra Maltsevskaya | Foto: Gerd Densing
DIE SCHACH-HORIZONT-ERWEITERUNG In ChessBase gibt es immer wieder Ansätze, die typischen Pläne einer Eröffnungsvariante zu zeigen. Zwar ist Schach im Zeitalter der Engines viel konkreter als früher gedacht. Doch gerade Amateure lieben Eröffnungen mit klaren Plänen, siehe Londoner System. In ChessBase ’26 beschäftigen sich gleich drei Funktionen mit der Darstellung von Plänen. Im neuen Eröffnungsreport wird für jede wichtige Variante untersucht, welche Figurenzüge oder Bauernvorstöße darin wichtig sind. In der Referenzsuche sieht man jetzt auf dem Brett, wo die Figuren üblicherweise hingehen. Und startet man die neue Monte-Carlo-Analyse, zeigt auch hier das Brett die häufigsten Figurenpfade.
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Martina GerdtsMartina Gerdts studierte portugiesische und spanische Sprachwissenschaft und arbeitet heute als Sprachdozentin und schreibt über Schach und Sprachen. Einmal für ein Turnier in Paris mit Schach angefangen, ist sie heute als Spielerin aber auch durch ihr Engagement neben dem Brett und ihre schreibenden Aktivitäten im Schach aktiv.
18.10.2026 – In der ersten Runde des Europäischen Club Cups gab es nur wenige Überraschungen. Die Favoriten gewannen 6:0 bzw. 5,5:0,5 an den ersten vier Tischen. Gambit Bonnevoie erreichte am fünften Tisch immerhin ein 1:5 gegen Novy Bor durch einen Sieg von Slobodan Filipovic (2157) gegen Nils Grandelius (2603). Matthias Blübaum gewann seine Partie gegen Alexandra Zherebtsova. In der Frauensektion kam Pia Cramling für Titelverteidiger Cercle d'Échecs de Monte-Carlo gegen Anusha Subramanian (Lionesses) nicht über ein Remis hinaus. Das Team gewann trotzdem 3,5:0,5. | Foto: Mark Livshitz / ECU
29.09.2026 – Die erst elfjährige Bodhana Sivanandan spielt bei der Frauenolympiade für England am ersten Brett, war beste Spielerin ihres Teams und eine der besten Spielerinnen an Brett 1. Mit diesem Ergebnis erzielte sie ihre dritte WGM-Norm und ist damit die jüngste Frauengroßmeisterin (WGM) der Geschichte. | Foto: Rafal Oleksiewicz/FIDE
Die Vorstoßvariante 3.e5 gegen die Französische Verteidigung ist ein gern gesehener Gast in der heutigen Turnierpraxis. Weiß nimmt sofort Raum ein und versucht die Aktivität des Gegners einzuschränken und dem Spiel mit energischen Zügen seinen Stempel aufzudrücken. Die vorgestellte Spielweise sichert Schwarz ausreichendes Gegenspiel, um dem Anliegen des Gegners entgegenzuwirken. Der Damenflügel wird zumeist mit dem Bauernzug c5-c4 abgeriegelt und diese Struktur bietet dem Nachziehenden zuverlässiges und solides Spiel. Welche Strategien und Möglichkeiten ihm hierbei zur Verfügung stehen, erklärt Ihnen das Duo Luther/Jordan in unterhaltsamer Weise.
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Den meisten Spielern fehlt nicht die Lust am Angriff, sie schlagen nur im falschen Moment zu, und GM Sipke Ernst zeigt Ihnen, welche Signale für den Angriff auf den König sprechen und wann ein anderer Plan gefragt ist.
Wie Großmeister ohne Feuerwerk gewinnen: GM Jan Markos zeigt Ihnen 11 sehr praktische Tipps, von „Wie man in verlorener Stellung spielt“ bis „Geduldig sein wie Carlsen“, die Ihr Turnierschach verbessern werden.
Der Nimzo-Inder hat sich seit über einem Jahrhundert bewährt: Bis heute ist er eine erste Wahl der Weltelite, von Magnus Carlsen bis Praggnanandhaa, und er bleibt eine der zuverlässigsten Möglichkeiten für Schwarz, nach 1.d4 2.c4 3.Sc3 um echte Chancen zu
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