Frauenweltmeisterschaft: Ju Wenjun ist im Finale

von Johannes Fischer
16.11.2018 – Titelverteidigerin Ju Wenjun (Bild) hat sich bei der Frauenweltmeisterschaft 2018 für das Finale qualifiziert. Mit einem ungefährdeten Remis in der zweiten Partie des Halbfinale setzte sich die Chinesin mit 1,5-0,5 gegen Alexandra Kosteniuk durch. In der zweiten Begegnung des Halbfinales trennten sich Kateryna Lagno und Mariya Muzychuk ebenfalls Remis, und damit müssen die beiden morgen einen Stichkampf um den Einzug ins Finale spielen. | Fotos: Eteri Kublashvili (Turnierseite)

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Ein sicheres Remis

Ju Wenjun hatte die erste Partie ihres Halbfinalwettkampfs über zwei Partien mit Schwarz gegen Alexandra Kosteniuk gewonnen und brauchte deshalb mit Weiß nur ein Remis, um ins Finale einzuziehen. Dementsprechend sicher legte Ju Wenjun ihre Partie auch an. Sie spielte solide, zurückhaltend und sicher und vermied alle Komplikationen. Kosteniuk fand keinen Weg, die Partie zu verschärfen und musste nach 73 Zügen im Turmendspiel ins Remis einwilligen. Damt gewann Ju Wenjun den Wettkampf mit 1,5-0,5 und qualifizierte sich für das Finale.

 

Alexandra Kosteniuk | Foto: Turnierseite

Ein unspektakuläres Remis

Wenig schachliche Aufregung bot auch die Partie zwischen Kateryna Lagno und Mariya Muzychuk. Zwar opferte Lagno, die mit Weiß spielte, in einem Offenen Spanier zwar früh einen Bauern, aber Muzychuk gab diesen Bauern schnell zurück und im 23. Zug verflachte die Stellung zu einem Doppelturmendspiel mit ungleichfarbigen Läufern. 30 Züge später endete die Partie mit Remis. Die Entscheidung, wer gegen Ju Wenjun im Finale der Frauen-WM antritt, fällt deshalb erst in einem Stichkampf.

 

Kateryna Lagno | Foto: Turnierseite

Mariya Muzychuk | Foto: Turnierseite

Partien

 

Turnierseite...




Johannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
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