08.09.2026 – Die Alpine APL Pipers, die mit Carlsen am Spitzenbrett spielen, haben am dritten Spieltag der Global Chess League in Bangalore die alleinige Tabellenführung übernommen. Im ersten Match des Tages gewann Carlsen gegen Anand auf Zeit (Bild), aber trotzdem verloren die Pipers den Kampf gegen die PBG Alaskan Knights. Doch danach gewann Carlsens Team mit 15:3 gegen die bis dahin führenden FYERS American Gambits. Nach vier von zehn Mannschaftskämpfen liegen die Pipers mit neun Matchpunkten allein an der Spitze, dahinter folgen vier Mannschaften mit sechs Punkten. | Fotos: Global Chess League
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PBG Alaskan Knights – Alpine APL Pipers 9:7
Im ersten Mannschaftskampf des Tages trafen Viswanathan Anand und Magnus Carlsen am Spitzenbrett aufeinander. Carlsen hatte Schwarz und stand lange gut, aber entschieden wurde die Partie durch die Uhr: Im 64. Zug überschritt Anand in Remisstellung die Zeit.
ChessBase India hat die Schlussphase der Partie in einem Video festgehalten:
Vishy Anand | Foto: Global Chess League
Dieser Schwarzsieg brachte den Pipers vier Punkte, reichte aber nicht zum Mannschaftssieg. Denn auch Vidit verlor auf Zeit. Er stand gegen den 15-jährigen Yagiz Kaan Erdogmuş ausgeglichen, aber verlor im 43. Zug auf Zeit. Den entscheidenden Sieg für die Alaskan Knights erzielte Nino Batsiashvili gegen Humpy Koneru.
Foto: Global Chess League
Weiß
Schwarz
Ergebnis
GCL-Punkte
Viswanathan Anand
Magnus Carlsen
0–1
0:4
Yağız Kaan Erdoğmuş
Vidit
1–0
3:0
Arjun Erigaisi
Anish Giri
½–½
1:1
Nino Batsiashvili
Humpy Koneru
1–0
3:0
Kateryna Lagno
Divya Deshmukh
½–½
1:1
Abhimanyu Mishra
Volodar Murzin
½–½
1:1
Ergebnis
9:7
CheQ Mumba Masters – Ganges Grandmasters 12:3
Deutlicher verlief der zweite Mannschaftskampf. Die Mumba Masters gewannen drei Partien und verloren keine.
Für eine Überraschung sorgte Pranesh M, der Levon Aronian besiegte. Der junge indische Großmeister war erst kurzfristig für Vladimir Fedoseev ins Team gerückt, aber spielt bislang stark. Carissa Yip gewann nach drei Niederlagen zum Auftakt ihre erste Partie. Den dritten Sieg erzielte Bardiya Daneshvar gegen Leon Luke Mendonca.
Weiß
Schwarz
Ergebnis
GCL-Punkte
Maxime Vachier-Lagrave
Ian Nepomniachtchi
½–½
1:1
Shakhriyar Mamedyarov
Leinier Dominguez
½–½
1:1
Pranesh M
Levon Aronian
1–0
3:0
Carissa Yip
Stavroula Tsolakidou
1–0
3:0
Harika Dronavalli
Polina Shuvalova
½–½
1:1
Bardiya Daneshvar
Leon Luke Mendonca
1–0
3:0
Teamergebnis
12:3
Alpine APL Pipers – FYERS American Gambits 15:3
Wenige Stunden nach ihrer Niederlage gelang den Pipers der höchste Sieg des Tages. Sie hatten an allen sechs Brettern Schwarz und profitierten damit bei ihren drei Siegen vom GCL-Punktesystem.
Humpy Koneru gewann in nur 29 Zügen gegen Sara Khadem, Volodar Murzin besiegte Marc'Andria Maurizzi und Vidit schlug Daniil Dubov.
Am Spitzenbrett traf Carlsen auf Javokhir Sindarov. Carlsen überraschte bereits im dritten Zug mit 3...f6!?, einer Idee, die nach seinen Worten auf einen Fehlklick seines Sekundanten Peter Heine Nielsen zurückging. Carlsen hatte im Endspiel gute Chancen, die er jedoch nicht nutzen konnte, und so endete die Partie nach 57 Zügen mit Remis. Nach der Partie lobte Carlsen seinen Gegner: "Sindarov ist sehr gut. Er hat ein sehr, sehr gutes positionelles Verständnis ... ist vielseitig und hat keine offensichtlichen Schwächen."
Spitzenduell: Javokhir Sindarov gegen Magnus Carlsen
Im letzten Mannschaftskampf des Tages gelang den Triveni Continental Kings nach drei Niederlagen der erste Sieg. Wei Yi gewann gegen Arjun Erigaisi, Aravindh Chithambaram gegen Yagiz Kaan Erdoğmuş und Alexandra Kosteniuk gegen Nino Batsiashvili.
Für die Knights gewann Kateryna Lagno mit Schwarz gegen Zhu Jiner und holte damit vier Punkte. Alireza Firouzja und Anand sowie Pranav und Mishra spielten remis.
Weiß
Schwarz
Ergebnis
GCL-Punkte
Alireza Firouzja
Viswanathan Anand
½–½
1:1
Wei Yi
Arjun Erigaisi
1–0
3:0
Aravindh Chithambaram
Yağız Kaan Erdoğmuş
1–0
3:0
Zhu Jiner
Kateryna Lagno
0–1
0:4
Alexandra Kosteniuk
Nino Batsiashvili
1–0
3:0
Pranav
Abhimanyu Mishra
½–½
1:1
Ergebnis
11:6
Pipers allein an der Spitze
Nach dem dritten Spieltag haben alle Mannschaften vier Begegnungen absolviert. Die Alpine APL Pipers sind das einzige Team mit drei Siegen und führen mit neun Matchpunkten. Dahinter folgen gleich vier Mannschaften mit sechs Punkten.
Rang
Team
Matches
Siege
Niederlagen
MP
GP
1
Alpine APL Pipers
4
3
1
9
43
2
CheQ Mumba Masters
4
2
2
6
36
3
FYERS American Gambits
4
2
2
6
34
4
PBG Alaskan Knights
4
2
2
6
30
5
Ganges Grandmasters
4
2
2
6
28
6
Triveni Continental Kings
4
1
3
3
34
Am Dienstag endet die erste Hälfte der Vorrunde. Unter anderem treffen die Triveni Continental Kings auf die führenden Alpine APL Pipers. Am Spitzenbrett kommt es so zum Duell Alireza Firouzja gegen Magnus Carlsen.
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Johannes FischerJohannes Fischer, Jahrgang 1963, ist FIDE-Meister und hat in Frankfurt am Main Literaturwissenschaft studiert. Er lebt und arbeitet in Nürnberg als Übersetzer, Redakteur und Autor. Er schreibt regelmäßig für KARL und veröffentlicht auf seinem eigenen Blog Schöner Schein "Notizen über Film, Literatur und Schach".
06.09.2026 – Fyers American Gambits (mit Sindarov) und Triveni Continental Kings (mit Firouzja) traten als einzige Teams am ersten Spieltag zweimal an. Fyers American Gambits besiegte zuerst PBG Alaskan Knights 10-4, Anand stellte eine Figur gegen Sindarov ein. Danach besiegte Sindarovs Team die Triveni Continental Knights 14-5. Zuvor hatte das Team um Firouzja 9-10 gegen Ganges Grandmasters mit Nepomniachtchi verloren. Das Team Alpine APL Pipers mit Carlsen gewann 10-8 gegen CheQ Mumba Masters. Carlsen spielte nur Remis gegen Vachier-Lagrave. | Foto: ChessBase India Livestream
31.08.2026 – Levon Aronian beeindruckt auch in seinem fünften Lebensjahrzehnt noch mit Weltklasseleistungen. Seiner beeindruckenden Titelsammlung fügte der 43-Jährige kürzlich noch den Biel-Titel hinzu. Die neue Ausgabe des Schach-Magazin 64 blickt natürlich auf viele Turniere zurück: Dortmund, Biel und viele mehr und wir schauen auf die Olympiade und die Schachbundesliga voraus. Und auch der September wird wieder ein schachgefüllter Monat sein: Wir können mit unseren Nationalteams in Samarkand mitfiebern oder einfach neutral beobachten. | Foto: Lennart Ootes
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