24.08.2026 – Drama in der zweiten Runde des Halbfinals beim Finale der Grand Chess Tour: Vincent Keymer spielte mit Schwarz gegen Praggnanandhaa Rameshbabu und nach relativ ruhigem Auftakt wurde die Stellung immer komplizierter und die Zeit immer knapper. Keymer gelangte in eine Gewinnstellung, doch in fast hoffnungsloser Lage konnte Praggnanandhaa den Turm des deutschen Spitzenspielers mit einem Königszug gewinnen und anschließend den Punkt einfahren. Spannung auch in der zweiten Begegnung Wesley So stand nach einer Neuerung von Fabiano Caruana mit dem Rücken zur Wand, doch Caruana ließ ihn ins Remis entkommen. | Foto: Lennart Ootes / Grand Chess Tour
neu: Fritz 20
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Zwei klare Gewinnstellungen, die nicht gewonnen wurden
Zwei klare Sieger hätte es in der zweiten Runde des Halbfinales geben können: Sowohl Fabiano Caruana hatte mit seiner Neuerung schnell eine Gewinnstellung erreicht, als auch etwas später Vincent Keymer, der das ungenaue Spiel von Praggnandhaa Rameshbabu in akuter Zeitnot zunächst gut ausnutzte.
Doch nachdem Caruana So in ein Remis entkommen lassen hatte, verlor Keymer seine Gewinnstellung sogar:
Der Sieger kommentierte das Geschehene wie folgt:
Der Verlierer war verständlicherweise weniger begeistert (Fotos: Lennart Ootes):
In diesem Videokurs werden die möglichen Aufstellungen, die Schwarz wählen kann, in allen Einzelheiten vorgestellt. Sie werden die wichtigsten Konzepte und Strategien lernen, um diese fantastische Eröffnung in Ihr Repertoire aufzunehmen.
In der zweiten Partie des Tages entkorkte Caruana eine spektakuläre Neuerung in der Berliner Verteidigung der spanischen Eröffnung:
Doch Caruana zeigte sich – wie schon beim Sinquefield Cup – nicht so gefestigt wie üblicherweise. Er spielte zwar noch einige Züge aus seiner starken Vorbereitung, doch als So mit ...f5?! abwich und auch noch einige andere nicht optimale Züge folgen ließ, verbrannte Caruana trotz der immer besser werdenden Stellung sehr viel Bedenkzeit. Zwischen dem 24. und 33. Zug gab er seinen gesamten Stellungsvorteil ab und So konnte sich ins Remis flüchten. Nachdem So in der ersten Runde einen großen Eröffnungsvorteil nicht nutzen konnte, lief es in Partie 2 also genau umgekehrt.
So war nicht gerade zufrieden und musste hart kämpfen nach Caruanas Neuerung.| Foto: Lennart Ootes / GCT
Nach den beiden Remis zwischen So und Caruana spielten beide noch eine Blitzpartie. So vermied eine Wiederholung der Variante aus der gerade beendeten Partie, konnte aber trotzdem kein ausreichendes Gegenspiel erzielen. Auf diese Weise sollte ein Sieger der ersten Phase gefunden werden. Für seinen Sieg erhielt Caruana zwei Punkte. Er geht damit mit einem knappen 8:6-Vorsprung in die nächsten Phasen der Rapid- und Blitzpartien.
Während diese Paarung damit noch recht offen erscheint, steht Keymer bereits vor einer Mammutaufgabe: Praggnanandhaa für mit 9:3 und gilt als deutlich besserer Rapid- und Blitzspieler. Keymers Ergebnisse waren in den schnellen Varianten in diesem alles andere als gut. Sowohl bei der GCT als auch beim Norway Chess konnte er hier nicht viele Punkte sammeln.
Spanisch ist eine der ältesten Eröffnungen überhaupt und genießt von Clubebene bis hin zur Weltspitze unvermindert hohe Popularität. In dieser DVD-Reihe präsentiert der amerikanische Super-GM Fabiano Caruana im Gespräch mit Oliver Reeh ein komplettes Repertoire.
Italienisch gilt als gediegener Partieanfang, bei dem wenig Figuren getauscht werden und gehaltvolle Stellungen entstehen, in denen es mehr auf Pläne ankommt als auf forcierte Varianten. So zeigt hier die Pläne aus schwarzer Sicht.
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Das Grand Chess Tour Finale besteht aus zwei Halbfinal-Matches, einem Finale und dem Match um Platz 3. Jedes Match wiederum besteht aus zwei klassischen Partien, zwei Schnellschachpartien und vier Blitzpartien.
Bedenkzeiten
Klassische Partien: 90 Minuten für 40 Züge + 30 Minuten Rest + 30 Sekunden pro Zug ab dem ersten Zug (Inkrement)
Schnellschachpartien: 25 Minuten + 10 Sekunden pro Zug
Blitzpartien: 5 Minuten + 2 Sekunden pro Zug
Punkteverteilung
Klassische Partien: 6 Punkte für einen Sieg, 3 Punkte für ein Remis
Schnellschachpartien: 4 Punkte für einen Sieg, 2 Punkte für ein Remis
Blitzpartien: 2 Punkte für einen Sieg, 1 Punkt für ein Remis
Falls die beiden klassischen Partien eines Matches in einem Remis enden, gibt es ein Bonus Blitz-Match. Wenn ein Match nach den geplanten Partien weiterhin unentschieden ist, folgen Playoffs.
Spielplan
Tag
Uhrzeit
Spielmodus
Sa, 22. August
ab 19 Uhr
Halbfinale
Klassische Partien, Runde 1
So, 23. August
ab 19 Uhr
Halbfinale
Klassische Partien, Runde 2 (mit Bonus Blitzmatch bei Bedarf)
Mo, 24. August
ab 19 Uhr
Halbfinale
Schnell- und Blitzschach (mit Playoff-Partien bei Bedarf)
Di, 25. August
ab 19 Uhr
Finale & Spiel um Platz 3
Klassische Partien, Runde 1
Mi, 26. August
ab 19 Uhr
Finale & Spiel um Platz 3
Klassische Partien, Runde 2 (mit Bonus Blitzmatch bei Bedarf)
Do, 27. August
ab 19 Uhr
Finale & Spiel um Platz 3
Schnell- und Blitzschach (mit Playoff-Partien bei Bedarf)
Die Runden beginnen um 12 Uhr lokaler Zeit in Saint Louis, dies entspricht 19 Uhr deutscher Zeit.
Preisgeld
Es wird insgesamt um 340.000 $ gespielt. 200.000 $ gehen an den Erstplatzierten, 125.000 $ gehen an den Zweitplatzierten, 75.000 $ an den Drittplatzierten und 50.000 $ an den Viertplatzierten.
Wesley So hat bei ChessBase 2 Eröffnungs-DVD veröffentlicht: 1.b3, der so genannte Nimzowitsch-Larsen-Angriff, aus weißer Sicht und seine Geheimnisse im modernen Italienisch (mit c3 und d3) aus schwarzer Sicht.
Stefan LiebigStefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
23.08.2026 – In der ersten Runde des Halbfinals der Endrunde der Grand Chess Tour trafen Vincent Keymer und Praggnanandhaa Rameshbabu aufeinander. Keymer gab im Mittelspiel eine Qualität ab, danach wurden genügend Figuren abgetauscht, so dass Keymer eine schlechtere Stellung auf dem Brett hatte. Am Ende rettete er sich in ein Endspiel mit Springer gegen Turm und die Spieler trennten sich mit einem Remis. Wesley So und Fabiano Caruana spielten auch Remis. | Foto: Lennart Ootes / Grand Chess Tour
20.08.2026 – Wesley So hat den Sinquefield Cup 2026 gewonnen, es war sein dritter Sieg beim Sinquefield Cup überhaupt. Da alle fünf Partien der neunten Runde mit Remis endeten, waren Praggnanandhaa und So am Ende punktgleich Erste und mussten im Stichkampf um den Turniersieg spielen. So gewann im Armageddon. Vincent Keymer hatte in der letzten Runde Schwarz gegen Jorden van Foreest, der ihn mit dem Königsgambit überraschte. Doch Keymer umschiffte alle Klippen der zweischneidigen Eröffnung und sicherte sich mit einem Remis die Teilnahme am Finale der Grand Chess Tour. | Foto: Lennart Ootes / Grand Chess Tour
Königsindisch-Fans, die zum Mar del Plata Angriff (7...Sc6) greifen, wenn Weiß das klassische System spielt (1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 Lg7 4.e4 d6 5.Sf3 0-0 6.Le2 e5 7.0-0), streben komplexe Stellungen mit beidseitigen Angriffen an offenen Flügeln an, in denen langfristige strategische Planung und taktische Aufmerksamkeit in kritischen Momenten gefragt ist. Computer wissen oft nicht, was in den entstehenden komplexen strategischen Stellungen zu tun ist, und das kommt Spielern entgegen, die gerne selber denken, anstatt lange theoretische Varianten auswendig zu lernen. Aber der zur Zeit moderne Bajonett-Angriff (9.b4) stört die schwarzen Pläne. Denn nach der schwarzen Hauptfortsetzung 9...Sh5 öffnet sich die Stellung und es kommt zu langen, forcierten Varianten, die man mit Computerhilfe analysieren kann. Diese DVD bietet ein gutes Mittel gegen den weißen Bajonett-Angriff: 9...a5! Dieser Zug führt zu gesunden Stellungen, in denen es nur wenig konkrete Varianten gibt und in der Strategie wichtiger als Taktik ist. Objektiv sind die Chancen ausgeglichen, aber wenn Schwarz die Stellung kennt, kann die Lage schnell kritisch für Weiß werden.
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Italian Game Powerbase 2026 ist eine Datenbank und enthält 8571 hochklassige Partien aus der Mega 2027 bzw. der Correspondence Database 2026, davon sind 479 kommentiert.
Videos: Nico Zwirs zeigt Sizilianisch mit 2…e6 3.d4 cxd4 4.Dxd4 Sc6 5.De3 Sf6 6.Sc3, Mihail Marin prüft Sindarovs 6.Se5 im Damenbauernspiel. Dazu die „Wundertüte“ mit 41 Analysen von Berg, Ftacnik, Gupta u.v.a.
Wenn du eine Alternative zu Slawisch oder dem Damengambit suchst, bietet dir die Tschigorin-Verteidigung genau das, was moderne Turnierspieler brauchen.
Michael Kotyk präsentiert ein komplettes Repertoire nach 1.e4 e5, das auf kreativen Ideen, überraschenden Zugfolgen und praktischen Waffen basiert.
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