Zwei klare Sieger hätte es in der zweiten Runde des Halbfinales geben können: Sowohl Fabiano Caruana hatte mit seiner Neuerung schnell eine Gewinnstellung erreicht, als auch etwas später Vincent Keymer, der das ungenaue Spiel von Praggnandhaa Rameshbabu in akuter Zeitnot zunächst gut ausnutzte.

Doch nachdem Caruana So in ein Remis entkommen lassen hatte, verlor Keymer seine Gewinnstellung sogar:
Der Sieger kommentierte das Geschehene wie folgt:
Der Verlierer war verständlicherweise weniger begeistert (Fotos: Lennart Ootes):

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In der zweiten Partie des Tages entkorkte Caruana eine spektakuläre Neuerung in der Berliner Verteidigung der spanischen Eröffnung:
Doch Caruana zeigte sich – wie schon beim Sinquefield Cup – nicht so gefestigt wie üblicherweise. Er spielte zwar noch einige Züge aus seiner starken Vorbereitung, doch als So mit ...f5?! abwich und auch noch einige andere nicht optimale Züge folgen ließ, verbrannte Caruana trotz der immer besser werdenden Stellung sehr viel Bedenkzeit. Zwischen dem 24. und 33. Zug gab er seinen gesamten Stellungsvorteil ab und So konnte sich ins Remis flüchten. Nachdem So in der ersten Runde einen großen Eröffnungsvorteil nicht nutzen konnte, lief es in Partie 2 also genau umgekehrt.
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So war nicht gerade zufrieden und musste hart kämpfen nach Caruanas Neuerung.| Foto: Lennart Ootes / GCT
Nach den beiden Remis zwischen So und Caruana spielten beide noch eine Blitzpartie. So vermied eine Wiederholung der Variante aus der gerade beendeten Partie, konnte aber trotzdem kein ausreichendes Gegenspiel erzielen. Auf diese Weise sollte ein Sieger der ersten Phase gefunden werden. Für seinen Sieg erhielt Caruana zwei Punkte. Er geht damit mit einem knappen 8:6-Vorsprung in die nächsten Phasen der Rapid- und Blitzpartien.
Während diese Paarung damit noch recht offen erscheint, steht Keymer bereits vor einer Mammutaufgabe: Praggnanandhaa für mit 9:3 und gilt als deutlich besserer Rapid- und Blitzspieler. Keymers Ergebnisse waren in den schnellen Varianten in diesem alles andere als gut. Sowohl bei der GCT als auch beim Norway Chess konnte er hier nicht viele Punkte sammeln.
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So unterlag Caruana in der Blitzpartie. Jetzt geht es in die Rapid- und Blitzphasen des GCT-Finals. | Foto: Lennart Ootes / GCT
Das Grand Chess Tour Finale besteht aus zwei Halbfinal-Matches, einem Finale und dem Match um Platz 3. Jedes Match wiederum besteht aus zwei klassischen Partien, zwei Schnellschachpartien und vier Blitzpartien.
Falls die beiden klassischen Partien eines Matches in einem Remis enden, gibt es ein Bonus Blitz-Match. Wenn ein Match nach den geplanten Partien weiterhin unentschieden ist, folgen Playoffs.
Spielplan
| Tag | Uhrzeit | Spielmodus | |
| Sa, 22. August |
ab 19 Uhr |
Halbfinale | Klassische Partien, Runde 1 |
| So, 23. August |
ab 19 Uhr |
Halbfinale | Klassische Partien, Runde 2 (mit Bonus Blitzmatch bei Bedarf) |
| Mo, 24. August |
ab 19 Uhr |
Halbfinale | Schnell- und Blitzschach (mit Playoff-Partien bei Bedarf) |
| Di, 25. August |
ab 19 Uhr |
Finale & Spiel um Platz 3 | Klassische Partien, Runde 1 |
| Mi, 26. August |
ab 19 Uhr |
Finale & Spiel um Platz 3 | Klassische Partien, Runde 2 (mit Bonus Blitzmatch bei Bedarf) |
| Do, 27. August |
ab |
Finale & Spiel um Platz 3 |
Schnell- und Blitzschach |
Die Runden beginnen um 12 Uhr lokaler Zeit in Saint Louis, dies entspricht 19 Uhr deutscher Zeit.
Es wird insgesamt um 340.000 $ gespielt. 200.000 $ gehen an den Erstplatzierten, 125.000 $ gehen an den Zweitplatzierten, 75.000 $ an den Drittplatzierten und 50.000 $ an den Viertplatzierten.