Es kehrt wieder Ruhe ein im kleinen, 8.000 Einwohner zählenden belgischen Wachtebeke. Das internationale Rundenturnier ist beendet und die Sieger stehen fest. Mit 7 Punkten sicherte sich der armenische FM Sargis A. Manukyan den Turniersieg. Mit seinem kompromisslosen Stil – er war der einzige Teilnehmer im Feld, der keine Partie remisierte – sicherte er sich nicht nur den Turniersieg und eine IM-Norm, sondern auch gleich eine GM-Norm.
IM- und GM-Norm für den Turniersieger FM Sargis A. Manukyan (l.) – für den deutschen Nachwuchsspieler Christian Glöckler (r.) lief es nicht so gut. Dritter wurde Elias Ruzhansky (u.). | Foto: Veranstalter
Letzteres war auch das Ziel von FM Hussain Besou. Der junge deutsche verfehlte die GM-Norm als alleinige Zweiter mit 6,5 Punkten aber um einen halben Zähler. Zwar hat er die 5 Punkte, die als Anforderung für eine IM-Norm nötig waren, deutlich übersprungen, doch den IM-Titel hat das deutsche Nachwuchstalent ohnehin schon in der Tasche: Im vergangenen Dezember erreichte er die dritte und letzte nötige Norm beim Open im spanische Benidorm. Zuvor hatte er beim GM-Turnier im tschechischen Marienbad (Januar 2025) und beim Young Masters in Weissenhaus (August 2024) bereits die IM-Normenanforderungen erfüllt. Nun wartet er also auf die Verleihung des Titels. Der drittplatzierte Belgier Elias Ruzhansky (oben, Foto: Veranstalter) ist IM und verpasste mit 5,5 Punkten ebenfalls die GM-Norm. Er ist im selben Jahrgang wie die beiden deutschen Nachwuchsspieler Besou und Glöckler, der als Dritter im Bunde der 14-Jährigen auf Rang 6 landete. Mit seinen 4 Punkten konnte der IM seiner kürzlich so souverän im Qualifier-Turnier des Tata Steel in Wijk an Zee erspielten ersten GM-Norm keine weitere hinzufügen. Somit war die GM-Norm des Turniersiegers die einzige, die in diesem Turnier erzielt wurde. Die übrigen IM und FM landeten auf den letzten Plätzen.
Hussain Besou (rechts, Foto: Veranstalter) verlor übrigens gleich in der ersten Runde gegen den Turniersieger. In Runde zwei schlug er Christian Glöckler und ließ weitere vier Siege folgen. Unterbrochen war die Siegesserie von drei Remis in den Runden 6 bis 8 gegen die drei GM Alexandre Dgebuadze, Vitaly Sivuk – er gewann um die Jahreswende das Staufer-Open – und den Routinier Eduardas Rozentalis. Über die knapp verpasste GM-Norm kann sich Besou mit einem Elozugewinn von 22,5 Punkten hinwegtrösten. Damit überspringt er die 2400er-Grenze deutlich. Glöckler hingegen konnte lediglich die erste und die letzte Runde gewinnen und büßte 9,4 Elo-Punkte ein.
Hier der Sieg von Besou in der letzten Runde: