An der Klaus-Groth-Schule in Kiel haben Schülerinnen und Schüler eine ungewöhnliche Sportart für den Unterricht entdeckt: Unterwasserschach. Was im ersten Moment nach einem kuriosen Freizeitgag klingt, entpuppt sich für die Beteiligten als ein sportliches Experiment für den Schulalltag.
Anders als klassisches Schach, bei die schachlichen Fähigkeiten allein über den Ausgang entscheiden, verlangt Unterwasserschach den Teilnehmenden zusätzlich körperliche Leistung und ein großes Lungenvolumen ab. Jede Partie wird unter Wasser gespielt – jeweils ein Zug pro Tauchgang, bevor Luft geholt werden muss. Diese Kombination soll nicht nur taktisches Denken schulen, sondern auch Schwimm- und Tauchfähigkeiten fördern, soziale Interaktion stärken und Teamgeist erzeugen.
Die Grundidee ist leicht erklärt, gleichzeitig anspruchsvoll in der Umsetzung:
Diese Variante des Diving Chess hat ihren Ursprung nicht in Kiel: Weltweit gibt es bereits Wettbewerbe, inklusive Weltmeisterschaften und internationale Turniere, bei denen Strategiedenken und Atemtechnik verschmelzen.
Der inzwischen auch über seine eigene Schule hinaus so bekannte Schachlehrer Holger Hansen (Foto) hat schon ein weiteres Ziel vor Augen und möchte in Kiel die Deutsche Unterwassermeisterschaft ausrichten.
Dank Holger Hansens Initiative ist die Klaus-Groth-Schule als „Deutsche Schachschule“ ausgezeichnet worden. Hansen selbst wurde bei einem Schulschachprojekt auch mit dem „Goldenen Chesso“ – einer Auszeichnung für besonderes Engagement im Schulschach – geehrt.