Das königliche Spiel gehört als wöchentliche Schach-AG mit Schulturnieren oder besonderen Schach-Veranstaltungen wie Tauchschach inzwischen ganz selbstverständlich zum Schulalltag. In der fünften Klasse steht Schach sogar ein halbes Jahr lang fest im Lehrplan. Als reguläres Unterrichtsfach lernen die Schüler dort Strategie, Konzentration und Fairness. Und auch in den Pausen können die Kinder, die nicht toben wollen ihr Gehirn angestrengen – bei den sogenannten Schachpausen kann man dann auch gegen die älteren Schüler oder Lehrer antreten. „Dabei finden Begegnungen statt, die es sonst gar nicht geben würde", sagt Holger Hansen, der vom Schachlehrer Luke Nelson tatkräftig unterstützt wird.
Dabei können beide auf die Rückendeckung von Christian Bornhalm setzen. Der Schulleiter der Klaus-Groth-Schule ist überzeugt vom pädagogischen Mehrwert des Projekts und steht mit vielen Entscheidungsträgern in Kontakt: „Wir sind im stetigen Austausch mit den Ministerien und Lehrer anderer Schulen melden sich bei mir. Sie fragen: ‚Könnt ihr den Holger Hansen nicht mal bei uns vorbeischicken?‘“
Der inzwischen auch über seine eigene Schule hinaus so begehrte Schachlehrer (Foto) nennt einen wichtigen Grund, warum solche Projekte in der heutigen Zeit so wichtig sind: „Eine größere Motivation eine Sprache zu lernen, als jemanden kennenzulernen, gibt es nicht. Das geht beim Schach perfekt. Da kommen die Kinder ins Gespräch.“ Wer auf diese Weise sprachlich dazulernt, dem nutzt das laut Hansen auch in allen anderen Fächern.
Dank Holger Hansens Initiative ist die Klaus-Groth-Schule als „Deutsche Schachschule“ ausgezeichnet worden. Hansen selbst wurde bei einem Schulschachprojekt auch mit dem „Goldenen Chesso“ – einer Auszeichnung für besonderes Engagement im Schulschach – geehrt.