Interview mit Kasparov in der FAZ

04.04.2013 – Einer der vielen Zuschauer beim Kandidatenturnier war Kasparov. Auch der  frühere Weltmeister war begeistert, sparte aber nicht mit Kritik an der FIDE. "Nun hat man Carlsen zum Herausforderer erklärt, weil er eine Partie mehr als Kramnik verloren hat?". Kasparov hatte seinem Landsmann die Daumen gedrückt. Doch der 13. Weltmeister weiß: "Carlsen ist die Zukunft des Schachs!" Zum Interview...

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Kasparov und Carlsen zu ihrer gemeinsamen Trainingszeit, in Oslo

Einer der eifrigsten Zuschauer beim Kandidatenturnier in London war Garry Kasparov. Der 13. Weltmeister war nicht vor Ort, schaute sich aber jeden Tag die Partien im Internet an. Da Kasparov dafür den Fritzserver nutzt, weiß man immer genau, wann der einst beste Spieler aller Zeiten da ist: Er loggt sich mit seinem richtigen Namen ein, und da Kasparov einen Sonderstatus hat, wird sein Besuch für alle sichtbar gemeldet.

Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zeigte sich Kasparov begeistert von den Partien des Kandidatenturniers "Das Kandidatenturnier hat bewiesen, dass es dem Schach prima geht. Die Geschichte vom Tod des klassischen Schachs ist widerlegt."

Er spart aber auch nicht an Kritik an der FIDE. So wurde beim Kandidatenturnier mit der heute fast unüblich gewordenen ganz klassischen Bedenkzeit gespielt: " Heute gibt es kaum noch ein Turnier ohne 30-Sekunden-Bonus pro Zug. Ausgerechnet das wichtigste Turnier des Jahres wurde ohne Bonus gespielt."

Auch die praktizierte Tiebreakregelung hält Kasparov für unangebracht: "Eigentlich müssten wir jetzt einen Stichkampf zwischen Carlsen und Kramnik über mindestens vier Partien sehen. Nun hat man Carlsen zum Herausforderer erklärt, weil er eine Partie mehr als Kramnik gewonnen hat. Oder - was nämlich aufs Gleiche herauskommt - weil er eine mehr verloren hat?"

Im kommenden Match gegen Anand räumt Kasparov Carlsen gute Chancen ein, aber: "... das wird kein Spaziergang. Schauen Sie, gegen wen Carlsen bei fast jedem Wettbewerb seine Punkte holt: gegen die Spieler aus der unteren Tabellenhälfte. Das war auch in London so. Aber in einem WM-Match gibt es keine untere Hälfte."

 

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