Legends & Prodigies: Anton Guijarro gewinnt souverän – Oro Dritter

von Stefan Liebig
14.09.2026 – Mit einem Punkt Vorsprung von 1,5 Punkten gewann David Anton Guijarro (Titelfoto) ungeschlagen die zweite Auflage des Legends & Prodigies-Turniers in Madrid. Fünf Siege und fünf Remis bedeuteten eine Weltklasse-Performance von 2756. Dem Vorjahressieger Faustino Oro ging in der Rückrunde etwas die Luft aus und er musste Jose Martinez Alcantara Platz 2 überlassen. | Fotos: ECU (Titelbild), ChessBase India / Amruta Mokal

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Anton Guijarro enteilt dem Feld  

David Anton Guijarro legte beim zweiten „Leyendas y Prodigios“-Turniers in Madrid einen sauberen Start-Ziel-Sieg aufs Parkett: Gleich in der ersten Runde gewann er gegen Jose Cuenca Jiminez. Bis zur fünften Runde lag der 31-Jährige gleichauf mit dem argentinischen Riesentalent Faustino Oro. Mit dem Sieg gegen Ivan Sokolov konnte der zweifache spanische Meister Oro, der gleichzeitig gegen Jose Martinez Alcantara remisierte, abschütteln.

Faustino Oro bei einem Blitzmatch im Frühjahr gegen Jose Eduardo Martinez Alcantara. In Madrid schob sich der Mexikaner vor den Argentinier auf Rang 2. | Foto: ChessBase India / Amruta Mokal

Letzterer schob sich noch zwischen Anton Guijarro und Oro, da der erstmals als Großmeister in ein Turnier gestartete Zwölfjährige zum Auftakt der Rückrunde des Turniers gegen seinen Landsmann Diego Flores verlor und die restlichen Partien unentschieden spielte. Wenngleich dies nicht für die Titelverteidigung reichte – Anton Guijarro spielte einfach zu stark und zu konstant – war es auch für Oro ein starkes Turnier. Mit seiner 2618er-Performance zeigte er erneut, dass er keine Probleme hat, sich in einem starken Großmeisterfeld zu behaupten. Mit 5,5 aus 10 lag er eineinhalb Punkte vor Ivan Sokolov und Diego Flores, dem Spitzenbrett der argentinischen Olympiamannschaft, zu der Oro als Brett 5 in diesem Jahr erstmals gehört. 

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Für Turniersieger Anton Guijarro wird es bereits die sechste Olympiade in Samarkand. Er spielt an Brett 1 des spanischen Teams und seine Teamkollegen Maksim Chigaev, Jaime Santos Latasa, Alexei Shirov und Daniil Yuffa können sich auf ein Spitzenbrett in Topform freuen. In der letzten Runde des Legenden- und Talenteturniers schlug Anton Guijarro den 58-jährigen Senior des Turniers, Ivan Sokolov. Wie gegen Diego Flores konnte der Spanier auch gegen Sokolov beide Turnierpartien gewinnen, was einen großen Teil seines Vorsprungs ausmachte. Gegen seine direkten Verfolger remisierte er alle vier Partien. 

Sokolov konnte in der Schlussrunde lange mithalten. Das Damengambit mündete in ein ausgeglichenes Mittelspiel. Um den 27. Zug herum konnte Anton Guijarro mit Weiß seinen minimalen Vorsprung leicht vergrößern. Bei genauem Spiel hätte Sokolov aber durchaus noch Remischancen gehabt. Doch kurz vor der Zeitkontrolle unterliefen ihm zwei Fehler:

Runde 8

Runde 9

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B-Turnier

Zeitgleich zum Hauptturnier fand noch ein neunrundiges B-Turnier statt. Auch hier gab es einen Sieger mit deutlichem Vorsprung. Der Argentinier Francisco Fiorito lag nach neun Runden einen Punkt vor den beiden Spaniern Diego Macias Pino und Pablo Almagro Llamas:

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Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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