Lhamsuren Myagmarsuren wurde 1938 im Distrikt Sum (Buyant Sum), in der Provinz Chovd (Chovd Aimag), im Westen der Mongolei geboren. Nach der Schulzeit studierte er am Polytechnischen Institut der Staatlichen Universität der Mongolei Geologie. Danach arbeitete er zunächst beim Staatlichen Geologischen Fonds des Ministeriums für Wissenschaft und Technologie, später in der Zentralen Geologische Verwaltung der Mongolei, bei der Internationalen Geologische Expedition und für die Mogoy Gol Gold "EBE" JSC. Im Laufe dieser Zeit wurde Myagmarsuren einer der führenden Geologen in der Mongolei. Myagmarsuren erstellte umfangreiche Karten, Kataloge und Datenbanken zu den Bodenschätzen der Mongolei, zu den Fundorten von Fossilien in seinem Heimatland oder zu den Wasserressourcen verschiedener Gebiete. Bis 2003 war Myagmarsuren der leitende Ingenieur in der Goldmine Mogoy Gol in Yeroo.
Für seine Leistungen als Geologe ernannte die Regierung Myagmarsuren zum "Chefgeologen der Mongolei". Zudem wurde er mit zahlreichen weiteren Auszeichnungen und Orden geehrt.
Neben seiner erfolgreichen Karriere als Geologe war Myagmarsuren aber über Jahrzehnte auch einer der besten Schachspieler seines Landes. Viermal gewann er die Landesmeisterschaften (1965 und drei Jahre in Folge, 1980, 1981 und 1982). Zwischen 1960 und 1982 vertrat er die Mongolei bei einer Reihe von Studentenweltmeisterschaften und bei zehn Schacholympiaden.
Bei der Schacholympiade 1960 in Leipzig war Myagmarsuren der beste Spieler an Brett vier (16,5 Punkte, beste Performance) und gewann die individuelle Goldmedaille.
Neben seinen Teilnahmen an Studentenmannschaftsweltmeisterschaften, den Schacholympiaden und auch einigen Armeemeisterschaften spielte Myagmarsuren nur selten bei internationalen Einzelturnieren. Mit dem Gewinn des Zonenturniers von West-Asien 1966 hatte er sich aber für das Interzonenturnier 1967 in Sousse qualifiziert, wo er auf die Spieler der absoluten Weltelite traf. Oft musste er die Überlegenheit der Profis anerkennen, wie in der berühmt gewordenen Partie gegen Bobby Fischer.
Wie bekannt, verließ Bobby Fischer über einige organisatorische Mängel verärgert vorzeitig das Turnier und benötigte 1970-72 einen dritten Anlauf, um endlich Weltmeister zu werden.
Bisweilen gelang Myagmarsuren aber auch ein Sieg gegen nominell stärker Gegner.
Seine vielleicht beste Partie spielte er 1970 bei der Schacholympiade in Siegen gegen Bent Larsen.
1967 verlieh die FIDE ihm den Titel eines Internationalen Meisters.
2004 nahm Myagmasuren noch an den Seniorenweltmeisterschaften teil und 2009 spielte er noch bei einem Turnier in Ulaanbaatar mit. Danach solle er aber noch regelmäßig unter dem Namen "Shatar" auf der Online-Plattform ICC Blitzpartien gespielt haben.
Für seine Leistungen im Schach erhielt Myagmarsuren 1996 die Auszeichnung "Verdienter Meister des Sports." 1999 wurde sein Name anlässlich der 75-Jahr-Feier der FIDE ins "Goldene Buch des Weltschachs" eingetragen. 2020 erhielt er als verdienter Spieler ein Stipendium der FIDE.
Lhamsuren Myagmarsuren starb am 26. Oktober 2026. Er wurde 88 Jahre alt.